Wintereinbruch: Schnee sorgte in NÖ für Hunderte Einsätze

Das Schneetreiben fordert seit Donnerstagabend die Feuerwehren. Die Zahl der Einsätze ist auf 670 gestiegen.
Mehrere Feuerwehrleute im Schnee.

Der Wintereinbruch hat Niederösterreich fest im Griff. Bis zu 20 Zentimeter Schnee sind seit vergangener Nacht gefallen und sorgen auf den Straßen für erhebliche Probleme. Bereits am Donnerstagabend gegen 18 Uhr rückten Feuerwehren aus und stehen seither teils im Dauereinsatz, um Verkehrsbehinderungen zu beseitigen und verunfallten Fahrzeugen Hilfe zu leisten.

670 Feuerwehreinsätze

Zuletzt wurden rund 670 Einsätze verzeichnet, so Feuerwehrsprecher Klaus Stebal. Es standen etwa 815 Feuerwehren im Einsatz. Betroffen war vor allem der Süden des Bundeslandes sowie Gebiete nahe der Autobahnen, etwa der Raum Wiener Neustadt entlang der S6 sowie die Bezirke Mödling und St. Pölten. Bei den Einsätzen handele es sich hauptsächlich um hängengebliebene Lkws und Pkws, Verkehrsunfälle sowie umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. Das Aufgabengebiet habe sich bisher nicht merklich verändert.

Unter anderem war die A21 stundenlang für den Verkehr gesperrt, auf der A1 herrschte zäher bis stauender Verkehr und eine Zug-Evakuierung in Tullnerbach sorgte für Verzögerungen auf den Gleisen.

Eine Aufnahmen von einem Einsatz auf einer verschneiten Straße.

Bergung eines Räumfahrzeuges in St.Pölten - St.Georgen.

Der Frühverkehr habe die Anzahl der Einsätze steigen lassen, mittlerweile verbessere sich die Lage. Ein Wintereinbruch mit Folgen in dieser Intensität sei laut Stebal nicht alltäglich. Dass sich so viele Leute niederösterreichweit gleichzeitig im Einsatz befinden, komme nicht oft vor.

Ein Blick in die Bezirke

Zu mehreren Lkw-Bergungen und schweren Verkehrsunfällen kam es im Bezirk St. Pölten. Schwerpunkt der Einsätze war neben der Westautobahn auch der Wienerwald. Zahlreiche Fahrzeuge rutschten in Straßengräben, Lastkraftwägen blieben auf Steigungen hängen. Die schlechten Wetterbedingungen erschwerten die Arbeiten sowohl nachts als auch in den Morgenstunden. Am frühen Vormittag standen rund 30 Feuerwehren im Einsatz, um Busse, Lkw, Pkw und Schneeräumfahrzeuge aus misslichen Situationen zu befreien.

Ein umgestürzter Lkw auf der A1 bei Nacht.

Die Westautobahn wurde zum ständigen Einsatzort.

Im Bezirk Wiener Neustadt waren vergangene Nacht fünf Fahrzeuge an einem Unfall in Haschendorf beteiligt. Laut der zuständigen Feuerwehr geriet ein Pkw bei dichtem Schneefall in den Gegenverkehr und touchierte ein entgegenkommendes Fahrzeug. Dabei wurde ein weiteres Fahrzeug erheblich und zwei weitere leicht beschädigt. Mehrere Feuerwehren standen rund zwei Stunden im Einsatz, die B17 musste im betroffenen Bereich gesperrt werden.

Der starke Schneefall sorgte für mehrere technische Einsätze in Wiener Neudorf. Ein Pkw musste geborgen sowie mehrere unter der Schneelast gebrochene Bäume entfernt werden, so die Einsatzorganisation.

Eine Aufnahme von zwei Feuerwehrautos im Schneetreiben.

Die Feuerwehr Amstetten berichtet, dass sie seit der Nacht im Dauereinsatz steht. 

Ein mit Lebensmitteln beladener Lkw kam aufgrund des Schneefalls im Bezirk Lilienfeld von der Straße ab und kippte zur Seite. Der Lenker blieb laut der Freiwilligen Feuerwehr Kaumberg unverletzt, die Bergung des Fahrzeugs musste von einer Spezialfirma durchgeführt werden.

Im Bezirk Hollabrunn kam ein Pkw von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Verletzt wurde niemand, das Auto wurde mittels Seilwinde geborgen. In den Nachtstunden rückte die Stadtfeuerwehr zu zwei weiteren Fahrzeuge-Bergungen aus.

Neben den zahlreichen freiwilligen Feuerwehrmitgliedern standen Polizei und Rettungsorganisationen im Einsatz, etwa um den Verkehr umzulenken oder die verunfallten Personen zu versorgen.

Kommentare