Wintereinbruch im Osten: Flughafen-Stopp dauerte bis Mittag

Das Schneetreiben sorgte für Verzögerungen im Verkehr – sowohl am Land als auch in der Luft.
Ein Schild auf dem eine Schneeflocke zu sehen ist.

Aufgrund des Winterwetters ist der Betrieb am Flughafen Wien in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) am Freitag vorübergehend eingestellt worden. Ab Mittag waren Flüge und Landungen wieder möglich.

Die Wiener Außenring Autobahn (A21) war gesperrt. Zahlreiche Unfälle im Osten sorgten für Feuerwehreinsätze.

"Wir empfehlen Reisenden, sich bei ihren Fluglinien über den Status ihrer gebuchten Flüge zu informieren", teilte Airport-Sprecher Peter Kleemann am Vormittag mit. Wenn Verbindungen abgesagt wurden, "ersuchen wir Passagiere, nicht zum Airport zu kommen".

Ankommende Flüge wurden zu anderen Airports umgeleitet. Von Freitagfrüh bis 9 Uhr waren rund 117 Verbindungen (ankommend und abfliegend) geplant, 19 wurden gestrichen, weitere Ausfälle wurden "nicht auszuschließen". Es werde "mit Hochdruck" daran gearbeitet, den Flugbetrieb so rasch wie möglich wieder aufzunehmen. "Laut den derzeitigen Wetterprognosen soll der Schneefall im Laufe des Vormittags nachlassen", sagte der Sprecher.

Fahrräder und Autos sind von einer dicken Schneeschicht auf einer Stadtstraße bedeckt.

Wien Freitagfrüh

"Der Niederschlag hielt seit den Nachtstunden durchgehend an, wir verzeichneten rund 20 Zentimeter Schneehöhe", berichtete Kleemann weiters.

Betrieb wieder seit 12 Uhr

Der Winterdienst sei seit Donnerstagabend "durchgehend im Einsatz" - rund 200 Mitarbeiter und über 100 Fahrzeuge sind seitdem mit Räumung und Enteisung beschäftigt. Etwa 1.000 Lkw-Fuhren mit insgesamt rund 15.000 Tonnen Schnee wurden in den letzten zwölf Stunden beseitigt. Geräumt werden muss eine Fläche von um die drei Millionen Quadratmeter (inklusive Vorfeld, Pisten, Rollwege und alle weiteren Betriebs- und Verkehrsflächen). 

Um 12 Uhr fuhr der Betrieb in Schwechat wieder hoch.

Helfer "im Dauereinsatz"

Die A21 wurde in der Nacht auf gesamter Strecke in beiden Richtungen gesperrt. Ausweichen war nur großräumig möglich. Auf der Westautobahn (A1) in Niederösterreich kam es zu mehreren Unfällen und abschnittsweisen Sperren. Im Bahnverkehr gebe es vorerst in Niederösterreich keine größeren Verzögerungen, sagte ÖBB-Sprecher Christopher Seif.

Rettungsdienst sowie Feuerwehr und Polizei seien seit Donnerstagabend "im Dauereinsatz", berichtete Philipp Gutlederer von Notruf NÖ. Es komme immer wieder zu Verkehrsunfällen im Schneetreiben. Die meisten davon ereigneten sich auf der Autobahn, auch Sattelzüge waren hier involviert. Bis Freitagfrüh wurden seinen Angaben zufolge 30 Verkehrsunfälle verzeichnet, die einen Rettungseinsatz erforderlich machten. 

Bisher habe es großteils nur Leichtverletzte und Blechschäden gegeben, zwei Personen erlitten laut Gutlederer schwere Blessuren. "Seit den frühen Morgenstunden erreichen uns aber wieder laufend Notrufmeldungen von Verkehrsunfällen im Frühverkehr. Wir rechnen erst gegen Mittag mit einer Entspannung der Situation", sagte Gutlederer.

In den vergangenen zwölf Stunden mussten die Helferinnen und Helfer rund 130 Mal ausrücken - das sei deutlich öfter als beim letzten vergleichbaren Wintereinbruch, sagte Feuerwehrsprecher Klaus Stebal zum ORF NÖ. In Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) mussten etwa mehrere Bäume, die der Schneelast nicht standgehalten haben, mittels Motorkettensäge entfernt werden, berichtete die Feuerwehr in einer Aussendung.

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