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Chronik Österreich
04/07/2021

Corona: 3.101 Neuinfektionen in Österreich

In den vergangenen 24 Stunden wurden zudem 29 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Anstieg der Intensivpatienten in Österreich reißt nicht ab.

Von Dienstag auf Mittwoch wurden 3.101 Neuinfektionen registriert. Nachdem zu den Osterfeiertagen weniger Tests durchgeführt worden sind, steigt diese Zahl nun wieder an. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 516.648 Tests eingemeldet, davon 68.493 PCR-Tests. Das ist weit mehr als das Doppelte als noch tags zuvor. Von Dienstag auf Mittwoch waren 4,5 Prozent der Tests positiv.

In den vergangenen sieben Tagen lag der tägliche durchschnittliche Anstieg der Neuinfektionen bei 2.826. Die meisten Neuansteckungen innerhalb der vergangenen 24 Stunden gab es in Wien mit 1.130 Personen, gefolgt von Niederösterreich mit 474 und Oberösterreich mit 457 Betroffenen. In der Steiermark wurden innerhalb eines Tages 252 Neuinfektionen registriert, in Tirol 211, in Salzburg 197, in Kärnten 159, in Vorarlberg 118 und im Burgenland 103.

Sieben-Tages-Inzidenz bei 222,2

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug am Mittwoch 222,2 nach 228,8 am Dienstag. Mittlerweile sind in Österreich 107,2 Menschen pro 100.000 Einwohner im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 gestorben.

Momentan laborieren 33.688 Menschen an einer Corona-Infektion. Das sind um 500 weniger als noch tags zuvor. 566.008 haben sich seit Beginn der Pandemie angesteckt, 522.774 haben sich nach einer Infektion wieder erholt.

Bisher wurden 1.813.867 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Mehr als 1.306.162 Millionen Menschen sind zumindest mit der ersten Dosis geimpft. Das ist 14,7 Prozent der österreichischen Bevölkerung. 507.705 sind bereits voll immunisiert, das ist 5,7 Prozent der Bevölkerung.

Anstieg der Intensivpatienten in Österreich reißt nicht ab

Die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinische Behandlung benötigen, steigt weiter an. Mittlerweile liegen in Österreich 581 Menschen wegen einer Corona-Infektion auf der Intensivstation, das sind um drei mehr als noch tags zuvor. Den bisherigen Höchststand wurde am 25. November 2020 erreicht, mit 709 Intensiv-Patienten befand sich Österreich damals bereits im zweiten harten Lockdown.

Derzeit müssen insgesamt 2.455 Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Spital behandelt werden. Das sind wieder 60 Menschen mehr als noch am Dienstag. In den vergangenen sieben Tagen kamen 132 Covid-19-Patienten hinzu (plus 5,7 Prozent), auf den Intensivstationen gab es ein Plus von 41 (plus 7,6 Prozent). Innerhalb der vergangenen 24 Stunden waren 29 Tote zu beklagen. Mittlerweile sind in Österreich seit Beginn der Pandemie 9.546 Menschen im Zusammenhang mit Corona verstorben, berichteten Gesundheits- und Innenministerium am Mittwoch.

Die meisten Intensivpatienten gab es in Wien mit 221. Hier gab es einen Rückgang von 5,2 Prozent bzw. zwölf Patienten. In Niederösterreich werden derzeit 126 Intensivpatienten betreut. Damit wurde der bisherige Höchststand von 123 Patienten vom 5. April überschritten. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden gab es hier eine Zunahme von 8,6 Prozent bzw. zehn Patienten.

Neuinfektionen nach Bundesländern:

Burgenland: 103
Kärnten: 159
Niederösterreich: 474
Oberösterreich: 457
Salzburg: 197
Steiermark: 252
Tirol: 211
Vorarlberg: 118
Wien: 1.130

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Neue Fälle nach Alter

Während in der ersten und zweiten Welle vor allem ältere Menschen betroffen waren, wurden in der dritten Welle auch viele Jugendliche infiziert. Das liegt zum einen in einer massiven Ausweitung der Testungen - seit Februar werden Österreichs Schüler via Antigen-Test auf das Coronavirus getestet. 

Und zum anderen an der weiten Verbreitung der britischen Virusvariante, die deutlich ansteckender ist. 

Zur Grafik: Klicken Sie auf die einzelnen Altersgruppen, um sie ein- und auszublenden.

Impfstatus in Österreich und international

Seit 27. Dezember wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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