Epidemiologin Eva Schernhammer

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Politik Inland
04/06/2021

Epidemiologin: "Vorhersagemodelle sind vielversprechend"

Eva Schernhammer sieht bei den Infektionszahlen einen durchaus positiven Trend.

Intensivbetten entlasten: Das ist im Osten √Ėsterreichs das Gebot der Stunde. Deshalb haben Wien, Nieder√∂sterreich und das Burgenland den harten Lockdown bis 18. April verl√§ngert. F√ľr den Mai soll eine "√Ėffnungskommission" einen Fahrplan vorbereiten - zur√ľck Richtung Normalit√§t.

Epidemiologin Eva Schernhammer war zu diesen neuen Aspekten am Dienstagabend in der ZiB2 zu Gast. "Die Vorhersagemodelle sind insofern vielversprechend, weil sie eine Abflachung, vielleicht sogar Abnahme vorhersehen", √§u√üerte sich Schernhammer optimistisch √ľber die aktuellen Infektionszahlen.

"Das hängt sehr stark vom Impffortschritt ab"

In den Ostregionen biete sich dennoch ein "dramatisches Bild". Also vorerst kein Aufatmen: Nun m√ľsse man erst einmal eine Woche warten, um zu sehen, ob sich auch auf den Intensivbetten ein "Abw√§rtstrend" einstellen wird. Die Covid-Intensivpatienten seien insgesamt j√ľnger geworden, diese liegen auch l√§nger auf den Stationen. "Es ist und bleibt das Ziel, die Intensivstationen im Osten zu entlasten", so Schernhammer.

Das Virus sei infekti√∂ser und ansteckender geworden durch Mutationen wie B.1.1.7. Positiv: Mit den regionalen Ma√ünahmen k√∂nne man "Cluster" wieder besser eingrenzen. √úber die angek√ľndigte √Ėffnungskommission und den Optimismus der Regierung, mit Mai wieder bundesweit zu √∂ffnen, sagte Schernhammer: "Das h√§ngt sehr, sehr stark vom Impffortschritt ab." Das Ziel, die √ľber 65-J√§hrigen bis Anfang Mai durchzuimpfen, sei zumindest "ambitioniert". Im Osten m√ľsse man so oder so auf jeden Fall abwarten, bis die Intensivstationen entlastet sind, betonte sie.

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