© Kurier/Jeff Mangione

Wirtschaft
04/06/2021

Vorbereitungen für betriebliche Impfungen laufen auf Hochtouren

Aber keine Versuche, selbst Impfstoff am Weltmarkt zu besorgen.

von Wolfgang Unterhuber, Simone Hoepke, Robert Kleedorfer, Thomas Pressberger

Laut Gesundheitsministerium werden Herr und Frau Österreicher bis Juli zumindest einmal geimpft sein. Dazu gibt es einen Impfplan. Aber wie sieht das in den Unternehmen aus? Besorgen sich die auf dem Weltmarkt einen Impfstoff selber?

Nein, lautet unisono die Antwort der vom KURIER befragten Manager. „Die österreichische Impfstrategie sieht nicht vor, dass Unternehmen selbst Impfstoff einkaufen und daran halten wir uns“, sagt etwa Infineon-Chefin Sabine Herlitschka.

Bei den ÖBB wird der Impfstoff, sobald zugeteilt und vorhanden, allen Beschäftigten betrieblich angeboten werden. Auch bei der Raiffeisen Ware Austria RWA laufen die Vorbereitungen für ein betriebliches Impf-Angebot. Die Verkehrsbüro Group wird für die Impfungen ihrer Beschäftigten die Zentrale in Wien sowie ausgewählte Hotels anbieten. Und so wie es jetzt in vielen Unternehmen, wie etwa beim Gastrogroßhändler Metro, schon Teststraßen gibt, so hat die Post bereits ein Konzept für Impfstraßen an verschiedenen Standorten fertig.

Öffentliches Impfprogramm

Auch die Beschäftigten des Flughafens Wien/Schwechat werden über das Unternehmen geimpft. So wie voraussichtlich jene beim Handelshaus Kastner&Öhler und bei der Raiffeisen Bank International. Allerdings weiß man dort noch nicht, ob man Impfstoff zugeteilt bekommt. Bei Unternehmen wie der Strabag setzt man auf das öffentliche Impfprogramm. „Mit über 1.000 Baustellen in ganz Österreich ist die Einrichtung von Impfstraßen aus heutiger Sicht nicht sinnvoll umsetzbar“, erläutert Strabag-Chef Thomas Birtel.

Und was tun mit Mitarbeitern, die sich nicht impfen lassen wollen? Da sie keine Impfpflicht verhängen können, setzt man in den Betrieben auf Aufklärung. ÖBB-Chef Andreas Matthä ortet in seinem Konzern bereits „eine große Impfbereitschaft“. Und stellvertretend für andere Manager bringt es RWA-Chef Reinhard Wolf auf den Punkt: „Die Impfung ist auch ein Akt der Solidarität gegenüber meinen Mitmenschen.“

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