© Design der Woche

Wohnen
11/20/2019

Designer Achille Castiglione designt Licht ohne Leuchte

Licht als Gestaltungselement: Die Leuchte Bulbo 75 wurde 1957 von Achille Castiglioni entworfen. Nun legt sie Flos neu auf.

von Ulla Grünbacher

Die Leuchte Bulbo 57 wurde von den Brüdern Achille und Pier Giacomo Castiglioni 1957 für eine Installation der XI Triennale in Mailand designed. Es handelt sich dabei um eine große Industrie-Glühbirne ohne Schraubverschluss, mit einem verkürzten Hals in Form einer Blase mit einem Glühfaden im Inneren. Im Rahmen der Installation wurde eine Serie miteinander verbundener Leuchten gezeigt. Der Clou: Je mehr Leuchten gleichzeitig eingeschaltet waren, desto stärker traten die Leuchten in den Hintergrund und nur noch das Licht war sichtbar.

Neue Edition von Flos

Nun wird die Leuchte neu aufgelegt. Die 2019-Edition vom italienischen Leuchtenhersteller Flos reproduziert die Leuchte mit Wolfram-Faden und einer LED-Quelle. Die Farbe und die Intensität des Lichts ist dieselbe wie beim Original, Hersteller Flos verwendet dafür einen speziellen Glühdraht, der das warme Licht reproduziert.

Bulbo 57 besteht aus geblasenem Borosilikatglas, das besonders dünn aber dennoch stoßfest ist. Der klassische Leuchtfaden im Inneren ist sowohl dekorativ als auch von der Leuchtkraft her das Erkennungsmerkmal, damals wie heute.

Achille Castiglioni (1918-2002) zählt zu den einflussreichsten italienischen Designern des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinen Brüdern Livio und Pier Giacomo führte er ein Architekturbüro, in dem richtungsweisendes Design entstanden ist, etwa für Kartell, Zanotta, Alessi, Flos, Artemide und Siemens.

Die Leuchte ist ab dem Jahreswechsel bestellbar, zum Beispiel bei Wienlicht in der Salztorgasse 1, 1010 Wien. Sie kostet 455 Euro (für eine Kugel).

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