Zum munter werden muss man nicht zwingend zu Kaffee greifen.

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5 Koffeinarme Alternativen zu Kaffee & Schwarztee
09/19/2016

5 Koffeinarme Alternativen zu Kaffee & Schwarztee

Ein Morgen ohne Kaffee, das geht für die meisten Menschen gar nicht. Da man beim täglichen Koffeinkonsum achtsam sein sollte, sind mildere Alternativen im Kommen.

Koffein weckt täglich das ganze Land auf. Im Schnitt greifen heimische Kaffeetrinker laut dem österreichischen Kaffee- und Teeverband 2,9 Mal täglich zur Tasse. Mit einem Jahreskonsum von über acht Kilogramm liegt Österreich damit im EU-Vergleich im Spitzenfeld. Nur die Finnen (12,1 Kilogramm) und die Norweger (9,08 Kilogramm) trinken mehr. Auch Schwarztee ist hierzulande, nach Kräuter- und Früchtetee, äußerst beliebt.

Koffeinkonsum im Auge behalten

Obwohl zahlreiche Studien die gesundheitsfördernde Wirkung des Koffeins bestätigen, sollte laut der EU-Lebensmittelbehörde EFSA eine tägliche Koffeinaufnahme von 400 Milligramm nicht überschritten werden. Das entspricht fünf bis acht Espressi (bei einem Koffeingehalt von 50 bis 70 Milligramm pro Tasse Espresso, 40 Milliliter). Die genaue Koffeinkonzentration eines Espressos hängt stets von den Kaffeebohnen, die Feinheit der Mahlung und der letztendlichen Zubereitung ab. Sie liegt bei etwa 100 bis 120 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter Espresso.

Konsumiert man Koffein regelmäßig und noch dazu in größeren Mengen, kann es zu einer ganzen Reihe von Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören unter anderem Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität oder Magen-Darm-Beschwerden. Geht man abrupt auf Koffein-Entzug, so stellen sich nicht selten Kopfweh, Übelkeit, Energieverlust und Schläfrigkeit ein.

Wer seinen Koffeinkonsum langsam senken möchte, der kann auf folgende Getränke zurückgreifen.

Grüntee statt Schwarztee

Schwarztee enthält, je nach Sorte und Brühzeit, zwischen 31 und 96 Milligramm Koffein pro Tasse (300 Milliliter). Wer seinen Koffeinkonsum senken möchte, der kann zu Grüntee greifen. Zwar gibt es auch hier Sorten, die pro Tasse bis zu 142 Milligramm Koffein enthalten, extrem koffeinarme Sorten wie Sannenbancha oder Kukicha enthalten jedoch nur zwischen acht und 18 Milligramm. Gesünder ist Grüntee ebenfalls.

Verantwortlich für seine gesunde Reputation sind die enthaltenen Catechine, die dem Tee auch seinen leicht bitteren Geschmack verleihen. Diese sekundären Pflanzenstoffe zeichnen sich unter anderem durch ein hohes antioxidatives Potenzial und eine stark entzündungshemmende Wirkung aus. Catechine wirken als natürliche Antioxidantien, diese schützen den menschlichen Körper vor freien Radikalen, die in Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs- und Herz-/Kreislauferkrankungen stehen.

Matcha

Auch das Trendgetränk Matcha Latte macht dem Traditionsgetränk Kaffee Konkurrenz. Matcha ist japanisch für "gemahlener Tee" und besteht aus den fein pulverisierten Blättern der Tencha-Teepflanze. Obwohl eine Tasse Matcha-Tee nur halb so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee enthält, wirkt das Pulver mindestens genauso stimulierend. Aufgrund der zahlreichen Aminosäuren wie L-Theanin hat Matcha außerdem eine ausgleichende Wirkung und macht im Gegensatz zum Kaffee nicht unruhig oder gar schlaflos.

Rohkakao

Rohkakaopulver enthält etwas weniger Koffein als Kaffee oder Schwarztee. Aufgegossen mit Milch, Wasser oder in den Smoothie gemixt stellt Kakao also eine gute Alternative zu Kaffee oder Schwarztee dar. Die im Pulver enthaltenen Mineralstoffe (wie beispielsweise Kalium, Eisen, Zink und Mangan) und Antioxidantien machen Kakao zudem aus gesundheitlicher Perspektive enorm attraktiv.

Belebende Dosengetränke auf natürlicher Basis

Neben jeder Menge Zucker enthalten Energy Drinks klarerweise auch Koffein. In einer 0,25-Liter-Dose Red Bull finden sich beispielsweise 80 Milligramm. Die flüssigen Wachmacher können jedoch ganz einfach durch belebende Getränke auf Grüntee- oder Ingwerbasis ersetzt werden. Von Produkten mit Guarana-Zusatz sollte man jedoch eher Abstand nehmen. Die roten Früchte mit den bitteren Kernen sind hochgradig koffeinhaltig und vor allem aufgrund ihrer wachmachenden, stimulierenden, energiespendenden und leistungsfördernden Wirkung bekannt.

Ingwer-Zitronen-Limonade

Die Ingwerknolle macht munter - und das ganz ohne Koffein. Lässt man fein geschnittene Ingwerscheiben ca. zwei Stunden im Wasser ziehen, so können sich die kreislaufanregenden Stoffe Borneol und Cineol entfalten. Aufgepeppt mit Zitronensaft, Minze und Agavensirup regt der Genuss der Limonade den Kreislauf an und wirkt stimulierend auf das Immunsystem und die Verdauung. Übrigens: Auch eisgekühltes Wasser oder mit Zitronensaft versetztes Soda helfen bei Müdigkeit und bringen den Kreislauf in Schwung.