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Von Kaffee bis zu Energy-Drinks
05/28/2015

Ist Ihr Koffeinkonsum schon bedenklich?

EU-Lebensmittelbehörde: Ab welcher Menge der Konsum ein Risiko für die Gesundheit ist.

Haben Sie schon einmal bewusst ihren über den Tag verteilten Koffeinkonsum analysiert? Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA in Parma, Italien, hat jetzt ermittelt, wie viel Koffein unbedenklich konsumiert werden kann - und ab wann es zu gesundheitlichen Problemen kommen kann:

- Für gesunde Erwachsene ist lauf Efsa eine tägliche Koffeinaufnahme vom bis zu 400 mg pro Tag unbedenklich. Das entspricht vier bis fünf Espressi (Koffeingehalt von 70 bis 100 mg pro Espresso) oder vier bis fünf Dosen einer handelsüblichen Dose eines Energy-Drinks (allerdings keine "Energy-Shots", denn die enthalten bedeutend mehr Koffein). Die exakte Menge richtet sich nach dem Gewicht: Die Efsa legt die Obergrenze mit 5,7 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag fest.

- Für Kinder und Jugendliche schlägt die Efsa ein Sicherheitsniveau von 3 mg/kg und Tag vor. Für einen Jugendlichen mit einem Gewicht von 50 Kilogramm wären das also 150 Milligramm Koffein. Das entspricht zwei Espressi oder knapp zwei Dosen eines Energy-Drinks.

- Schwangere sollten maximal 200 Milligramm Koffein täglich zu sich nehmen. Diese Menge gilt als unbedenklich für den Fötus und entspricht zwei bis drei Espressi.

Es ist das erste Mal, dass die Risiken von Koffein aus allen Nahrungsquellen auf EU-Ebene bewertet wurden.

Wie viel Koffein wo enthalten ist

- ein Espresso (60 ml): 80 mg

- eine Tasse Filterkaffee (200 ml): 90 mg

- eine Tasse Schwarzer Tee (220 ml): 50 mg

- eine Dose Cola (355 ml): 40 mg

- eine Dose eines "Energiegetränks" (250 ml): 80 mg

- eine halbe Tafel Bitterschokolade (50 g): 25 mg

- eine halbe Tafel Vollmilchschokolade (50 mg): 10 mg

Folgen von zu hohem Konsum

Ein Koffeinkonsum in Mengen, die über jene Grenzwerte hinausgehen, die von der Efsa jetzt festgelegt wurden, können unter anderem zu Herzproblemen (erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutdruck), Zittern, Nervosität, Schlafstörungen aber auch Panikattacken führen.

Laut Efsa liegt das Grundproblem bei der Koffeinaufnahme darin, dass sich viele Menschen nicht bewusst sind, wie hoch ihr Gesamtkonsum ist. Wer zum Beispiel in der Früh einen Espresso trinkt, später eine dunkle Schokolade isst, zu Mittag nochmals einen Kaffee konsumiert, am Nachmittag einen Tee und vielleicht am Abend noch einen Energy-Drink, der kommt beriets auf eine relativ hohe Koffeinmenge. Diese werde aber unterschätzt, so die Efsa.

Nähere Informationen über die neue Studie finden sie hier.

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