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Politik Inland
10/17/2021

Große Mehrheit der ÖVP-Wähler wünscht sich Kurz als Spitzenkandidaten

OGM-KURIER-Umfrage: Der Altkanzler ist wegen der Chat-Affäre zurückgetreten, die potentielle ÖVP-Wählerschaft hält ihm dennoch die Treue.

von Michael Hammerl, Daniela Kittner

Die ÖVP ist in der KURIER-OGM-Sonntagsfrage von 34 auf 26 Prozent abgestürzt und liegt damit nur noch hauchzart für der SPÖ (24 Prozent).

Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben bei der Wählerschaft gravierende Spuren hinterlassen. Den Rücktritt von Sebastian Kurz als Bundeskanzler hält eine klare Mehrheit von 71 Prozent der Befragten für gerechtfertigt. "Nur 22 Prozent sind anderer Meinung. Diese Befragten sind größtenteils VP-Anhänger, wo aber auch immerhin 39 Prozent den Rücktritt als gerechtfertigt sehen", sagt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer.

Ist ein Kurz-Comeback vorstellbar?

Mögliche Comeback-Pläne ad acta legen muss der Altkanzler deshalb aber offensichtlich noch nicht. In der gesamten Wählerschaft glauben zwar nur 45 Prozent an ein Kurz-Comeback an der Staatsspitze. Voller Zuversicht sind aber die ÖVP-Wähler. 81 Prozent glauben, dass Kurz als Kanzler wiederkehrt.

Ähnliches Bild bei der Frage, ob Kurz bei der nächsten Wahl als Spitzenkandidat für die ÖVP ins Rennen gehen soll: Ein Großteil der Wählerschaft lehnt das ab. Gleichzeitig genießt der nunmehrige ÖVP-Klubchef den Rückhalt von 84 Prozent der potentiellen türkisen Wählerschaft: Sie meinen, Kurz sollte als Spitzenkandidat antreten.

Mehrheitlich Akzeptanz für Türkis-Grün

Was den Neo-Kanzler und Ex-Außenminister Alexander Schallenberg betrifft: 40 Prozent der Wählerschaft halten ihn für eine gute, 40 Prozent für eine schlechte Wahl. "Jeder Fünfte konnte sich verständlicherweise noch kein Bild von ihm als Kanzler machen", sagt Bachmayer.

Eine mehrheitliche Akzeptanz in der Bevölkerung ist jedenfalls für die Fortführung der türkis-grünen Koalition vorhanden. "Diese Frage wird natürlich in den verschiedenen Wählergruppen recht unterschiedlich gesehen", so Bachmayer. Ein "lautes Ja" gebe es bei ÖVP-, ein weniger lautes bei Grünen-Wählern. Neos-Wähler seien neutral gestimmt. "Die Wählerschaft der SPÖ und der FPÖ ist aber deutlich gegen eine Fortsetzung der Koalition, sie hätten sich von Neuwahlen mehr Chancen und Vorteile erhofft", sagt Bachmayer.

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