© Grüne/Stefan Eitler

Analyse
10/10/2019

Die Angst vorm grünen Fundi und woher sie kommt

Die Wiener Grünen gelten als Risikofaktor für eine Koalition mit der ÖVP. Nicht ganz zu Unrecht.

von Stefanie Rachbauer, Raffaela Lindorfer

Ein Gespenst geht um. Das Gespenst vom linken Wiener Grünen. Er – oder sie? – trinkt Soja-Latte, trägt Birkenstock-Schlapfen, hasst Autofahrer. (Soweit zumindest das Klischee.) In einer türkis-grünen Regierung könnte er – oder sie! – plötzlich zum Zünglein an der Waage werden.

Eine Koalition von ÖVP und Grünen hätte im Nationalrat nur eine knappe Mehrheit von 97 (bei 92 benötigten) Mandaten. Gerade die Wiener Grünen-Funktionäre gelten als besonders links – und wenig kompromissbereit, wenn es um die Zusammenarbeit mit der ÖVP geht. Scheren sie bei unliebsamen Beschlüssen aus, dann könnte das die Koalition gefährden.

Aber ist das Schreckgespenst real?