Seit 12. Juli hat das Burger-Restaurant Rinderwahn geöffnet.

© KURIER/Franz Gruber

Huth
07/12/2016

Rinderwahn: Neues Burger-Restaurant hat in Wien eröffnet

Im ehemaligen Stadtkrug serviert die Wiener Gastronomen-Familie Huth nun Edel-Burger.

von Anita Kattinger

"Ich will ein Rind von dir" – das neue Restaurant Rinderwahn in der Wiener Innenstadt will mit provozierenden Sprüchen an den Wänden und einer riesigen Kuh-Statue im Schanigarten auf die Neueröffnung aufmerksam machen. Gleich im Eingangsbereich erinnert das weiß verkachelte Interieur an einen Schlachthof.

"Der Burger ist die Pizza des 21. Jahrhunderts"

Die Wiener Gastronomen-Familie Huth eröffnete am 12. Juli zu Mittag ihr viertes Restaurant in der Bundeshauptstadt. Nichts erinnert mehr an den traditionellen Stadtkrug in der Weihburggasse, wo einst die Künstlerszene Wiens einkehrte. Das neue Burger-Restaurant soll junge Gäste und vor allem Touristen ansprechen. In New York, Barcelona und Berlin haben sich Robert und Gabriele Huth die vergangenen Monate vergleichbare Konzepte angesehen: "Die Kärntner Straße ist keine qualitativ hohe Shoppingmeile mehr, die neuen Marken ziehen viele Rucksack-Touristen an. Wir haben dem Stadtkrug ein Jahr lang Zeit gegeben, jetzt die Notbremse gezogen und uns für ein neues Konzept entschieden. Burger sind Zeitgeist und es gibt für hochwertige Burgers in Wien noch Potenzial. Der Burger ist die Pizza des 21. Jahrhunderts", erklärt Robert Huth.

Rinderwahn, Restaurant, Familie Huth, 1., Weihburg

Rinderwahn, Restaurant, Familie Huth, 1., Weihburg

Rinderwahn, Restaurant, Familie Huth, 1., Weihburg

Rinderwahn, Restaurant, Familie Huth, 1., Weihburg

"Der Gast will sich um 20 Euro ein Völlegefühl kaufen."

Die Wiener Restaurant-Szene sei mit jener von vor einem Jahrzehnt nicht vergleichbar: "Wir haben letztes Jahr gedacht: Wir sperren den Stadtkrug auf und sind bummvoll. Aber das Wichtigste ist heutzutage die gefühlte Leistbarkeit. Wenn die Gäste glauben, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt, hilft der beste Standort nichts. Der Gast will sich um 20 Euro ein Völlegefühl kaufen." Die Preise im Rinderwahn sind daher in einer leistbaren Kategorie angesiedelt: Die "Scharfe Resi" mit Fried Onions, Grüner Chili und Cheddar Cheese (13,5 Euro) oder die Saftige Elsa mit Pickles und hausgemachter Mayo (14,5 Euro). Spezielle Nebengerichte wie Makkaroni und Cheese (5,8 Euro) oder Sükartoffel Fries (3,8 Euro) runden das kulinarische Angebot ab.

Das Geheimnis des perfekten Burgers

Burger sind schon länger Teil des Huth-Imperiums, so zieren diese bereits die Speisekarte im Da Max. "Es gibt kein Geheimnis: Brötchen und Fleisch machen einen guten Burger aus. Bei uns kommen absolut keine Gewürze in das Faschierte, Zutaten wie Mayonnaise geben dem Burger Geschmack. Beim Fleisch ist uns eine Steak-Qualität wichtig." Das Fleisch für die Pattys kommt von Wiesbauer Gourmet, das richtige Mischverhältnis für das Ehepaar Huth sind 50 Prozent Beiried, 20 Prozent Nackenfleisch, 20 Prozent Rinderbrust und 10 Prozent Rinderfett. "Das mag jetzt vielleicht unappetitlich klingen, aber das reine Fett – ohne Sehnen und Flachsen – macht den Geschmack aus." Nachdem die 250 Gramm schweren Fleischlaibchen grob faschiert wurden, werden sie gesalzen, a la minute abgestempelt und bei 250 Grad scharf angebraten. Das Ergebnis: Das Fleisch hat noch Biss, aber durch den relativ hohen Fettanteil einen zarten Schmelz am Gaumen.

Die Brötchen lassen die Gastronomen von der bekannten Bäckerei Szihn backen. Im Gegensatz zu anderen Burger-Restaurants in der Stadt landen die Pattys in einem süßen Brioche-Bun: "Nicht so süß wie die typischen amerikanischen Burger-Milchbrötchen, aber doch Semi-Brioche. Also mit einem hohen Butteranteil."

Info: Rinderwahn, Weihburggasse 3, 1010 Wien, Montag bis Samstag 11:30 bis 24 Uhr, die Burger gibt es auch Take-away