Ob zu Fuß oder per Rad: Bergauf, bergab das Land entdecken

Der Berg ruft: Wo sich die schönsten Ausflugsziele verstecken, verrät der KURIER. © Bild: Günter Menzl - Fotolia/Günter Menzl/Fotolia

Frühsommertage locken Wanderer und Radfahrer ins Freie. Der KURIER verrät die besten Tipps zum Abschalten in Österreichs Natur.

Wien

Wandern: Wien komplett umrunden – dieses Erlebnis bietet der rund 120 Kilometer lange  rundumadum-Wanderweg. Seine 24 Etappen können Wochenende für Wochenende absolviert werden und führen unter anderem durch  Heurigengebiete, den Wienerwald, den Zentralfriedhof und die Donauinsel. Die Abschnitte sind zwischen drei und zehn Kilometern lang und auch für ungeübte Wanderer geeignet. Im Frühling  sind besonders die Etappen 14-16 durch den  blühenden Auwald der Lobau, einem Teil des Nationalparks Donauauen  zu empfehlen.

Biken: Während der  Lainzer Tiergarten  ganz den Wanderern gehört, können sich Mountainbiker an seiner rund 22 Kilometer langen Außenmauer vergnügen. Die stellenweise herausfordernde Route  führt vom Nikolaitor in Auhof  über die Himmelhofgasse und das Adolfstor zum Elisabethtürl, wo sie in den  Planetenweg mündet. Ab dem Gütenbachtor verläuft die Tour abwechslungsreich durch Wiesen und Wald, das letzte Stück führt über eine Forststraße. Nach dem Laaber Tor gelangen Radler über Schotterstraßen zum Ausgangspunkt zurück.

Burgenland

Wandern: Wandern durch die Weinidylle Südburgenland: Das  Wanderwegenetz in der Weinidylle Südburgenland  umfasst  rund  40  verbundene Rundwanderwege und einen 52  Kilometer langen Hauptweg. Das Wandergebiet führt durch Weinberge, Streuobstwiesen sowie   Mischwälder und   umfasst einen Teil des „Grünen Bandes Europas“. Es  erstreckt sich von  Badersdorf über die unzähligen Weingärten vom Csaterberg, Deutsch-Schützen, Eisenberg, bis weit ins Stremtal im Süden bei Heiligenbrunn, Hagensdorf, Luising und Güssing.  Wer eine Pause braucht, findet in den  Buschenschenken in den Kellergassen entlang des Weges zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Von gehobener Küche in Wachter-Wieslers Ratschen in Deutsch-Schützen bis hin zu den urigen Heurigen gibt es kulinarisch viel zu entdecken.  Die Gehzeiten variieren von einer Stunde bis über mehrere Tage, die  Weglänge beträgt  bis zu 100 Kilometer.


 

 

Biken: Als einziger Region  Österreichs wurde der UNESCO-Welterbenaturlandschaft Neusiedler See vom Allgemeinen Deutschen Fahrradklub  der Titel „Rad-Reise-Region“ verliehen.  40 Radwege, verteilt auf 1000 Kilometer  stehen Pedalrittern  hier zur Verfügung.  Der 5-Sterne Neusiedler See Radweg gilt außerdem  mit seinen 121,5 Kilometern   als bestbewerteter in Österreich. Die Strecke beginnt in Neusiedl am See und führt  entlang des Schilfgürtels durch malerische Ortschaften,  Weingärten und ausgedehnte Weiden. Bei ihrer Tour kommen Biker auch vorbei an  Mangalitzaschweinen, weißen Eseln und Graurindern. Geradelt wird über Ungarn, vorbei beim Schloss  Fertöd. Die Tour führt die Biker  vorbei  an den Hofgassen von Mörbisch und an der  historischen Freistadt Rust mit den Störchen. Wer verschnaufen möchte, kann das bei den  Designer-Radrastplätzen, die  mit  Windsegeln bzw. Schilfkuppeln Schatten bieten, tun.

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©APA/ROBERT JAEGER

Wandern in Wien

Rundumadum-Wanderweg: Der 120 Kilometer lange Weg um Wien ist in 24 Etappen unterteilt, die Wochenende für Wochenende absolviert werden können.

©Markus Wessig

Mountainbiken in Wien

Tour rund um den Lainzer Tiergarten: An der rund 22 Kilometer langen Außenmauer kommen Mountainbiker auf ihre Kosten. 

©Mostviertel Tourismus/weinfranz.at

Wandern in Niederösterreich

Entlang der Via Sacra: Die Wallfahrtsroute von Wien nach Mariazell gilt als ältester Pilgerweg Österreichs.

©Niederösterreich Werbung

Mountainbiken in Niederösterreich

Thermenradweg: 180 Kilometer des Fernradwegs EuroVelo 9 führen durch Niederösterreich.

©Herbert Eberhardt

Wandern im Burgenland

Weinidylle Südburgenland: Das Wanderwegenetz bietet Routen, die zwischen einer Stunde und mehreren Tagen dauern.

©Steve Haider/NTG

Radfahren im Burgenland

Rund um den Neusiedler See: Der 5-Sterne Neusiedler See Radweg gilt mit seinen 121,5 Kilometern als bestbewerteter in Österreich.

©Tourismusregion Linz

Wandern in Oberösterreich

Von Steyregg auf den Pfenningberg: Die acht Kilometer lange Tour wartet mit einem sensationellem Blick nach Linz auf.

©Radrennregion Wels

Mountainbiken in Oberösterreich

Rennradpark Wels: Am Kirschblütenweg können Hobbysportler den Radprofis Nacheifern.

©Kärnten Werbung/Martin Steinthaler

Wandern in Kärnten

Wanderung zur Märchenwiese: Der familientaugliche Halbtagesmarsch führt vorbei am sagenumwobenen, türkisblauen Meerauge zum schönsten Talabschluss Kärnten.

©Kärnten Werbung/Martin Steinthaler

Mountainbiken in Kärnten

Mountainbikeroute "Tour 3": Die Drei-Länder-Tour durch Österreich, Slowenien und Italien gilt als schönste im Alpe-Adria-Raum.

©Tourismusverband Semriach

Wandern in der Steiermark

Kesselfall  in Semriach: Der Weg entlang der Wasserfälle und Becken des Rötschbachs ist gut abgesichert und somit auch für kleinere Kinder gut zu bewältigen.

©Steiermark Tourismus/Gery Wolf

Mountainbiken in der Steiermark

Schöckl Trail Area: Die Rundtour ist 35 Kilometer lang, als Station für Pausen bieten sich der Alpengasthof oder das Stubenberghaus an.

©Tirol Werbung / Herbig Hans

Wandern in Tirol

Karwendel Höhenweg: Nichts für Anfänger ist die 63 Kilometer lange Weitwanderung durch den größten Naturpark Österreichs.

©TVB Innsbruck / Mario Webhofer

Mountainbiken in Tirol

Nordketten Almenrunde: Biker finden hier drei Touren-Varianten.

©Christoph Ketels

Wandern in Vorarlberg

Wanderung in Schwarzenberg auf das Hochälpele: Ausgangspunkt für die Tour auf den 1463 Meter hohen Gipfel ist Bödele. 

©Vorarlberg Tourismus

Mountainbiken in Vorarlberg

Mountainbike-Tour am Muttersberg: Fast sieben Stunden dauert die Fahrt von der Talstation der Muttersbergbahn in Bludenz.

©Schmittenhöhe/Christian Woeckinger

Wandern in Salzburg

Pinzgauer Spaziergang:  Zwischen  der Schmittenhöhe in Zell am See und dem Schattberg-Ostgipfel in Saalbach wartet eine traumhafte Aussicht.

©David Schultheiß

Mountainbiken in Salzburg

Biken auf die Rastötzenalm: Durch den Kronwald strampeln Radfans auf 1740 Meter Höhe.

Niederösterreich

Wandern: Die Via Sacra, die Wallfahrtsroute von Wien nach Mariazell, gilt als ältester Pilgerweg Österreichs. Schon vor 800 Jahren sind die ersten Menschen auf den Pfaden von Hinterbrühl zur Gottesmutter nach Mariazell marschiert. Wer auf der Suche nach Selbsterfahrung, Genusswanderung oder Wahrnehmungsschulung ist, der kann diesen rund 125 Kilometer langen Weg auch in Begleitung in Angriff nehmen. Denn so genannte Pilgerbegleiter kennen die Routen nicht nur wie ihre Westentasche, es gibt auch die Möglichkeiten für Gespräche über Philosophie, Natur und vieles mehr. Diese Guides geben auch Tipps für Entspannungsübungen für Zwischendurch.

Biken: Der EuroVelo 9 ist Teil des europäischen Radfernroutennetzes und verbindet Danzig an der Ostsee mit Pula an der Adria. 180 Kilometer führen durch NÖ, 55 davon, von Wien bis Wiener Neustadt, bilden den  Thermenradweg. Mit insgesamt 135 Höhenmetern ist er ein gemütlicher Weg – und ein geschichtsträchtiger. Radelt man doch entlang des Wiener Neustädter Kanals, der 1803 als Transportweg mit Zukunft eröffnet und bis Triest führen sollte, aber nur bis Wiener Neustadt kam.  Am Weg laden Heurigenorte wie Gumpoldskirchen oder Pfaffstätten zu einer Rast ein. Anlässlich der Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt soll der Radweg saniert und erweitert werden.  

Oberösterreich

Wandern: Wander-Tour von Steyregg auf den Pfenningberg: Mit dem Bus geht es von Linz-Urfahr ein paar Stationen ostwärts bis zur Station Plesching. Von dort startet  links weg der Wanderweg zum Gipfel des Pfennigbergs in 616 Meter Seehöhe.  Gut zweieinhalb Stunden sollte man für die acht Kilomter-Tour schon einplanen.  Die sensationelle Sicht auf die Stadt Linz und die Donau belohnt für die Mühe.   Nach der  Einkehr im Jausengasthos Daxleitner (Dienstag Ruhetag)  geht es durch den romantischen Finstergraben wieder ins Tal bis Steyregg. Von dort kommt man mit der Summerauerbahn wieder bequem zurück nach Linz.

Biken: Die Stadt Wels will sich als die Rennradregion Österreichs etablieren. Zahlreiche Touren wurden schon angelegt. Wie auch die 42,72 Kilometer lange Kirschblütentour (Weg-Nr. RR008), die alljährlich im Frühjahr von Radprofis gefahren wird und nun für jeden Hobbyfahrer zum Nacheifern einlädt.  Start und Ziel sind beim Lokal Isola Bella am Welser Traunufer. Passiert werden die orte Buchkirchen, Scharten oder Krenglbach. Der Schwierigkeitsgrad ist „mittel“, auf der gesamten  Strecke werden 380   Höhenmeter bewältigt.  Die Dauer der Radtour beträgt rund 3,5 Stunden, besonders reizvoll ist sie zur Baumblüte im Mai. 

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Blick auf Linz © Bild: Tourismusregion Linz

Kärnten

Wandern: Gemütlich  geht es bei der Wanderung durch das Bodental bei Ferlach südlich von Klagenfurt zu. Es handelt sich um einen netten Halbtagesmarsch für Familien mit Kindern, vorbei am sagenumwobenen, türkisblauen Meerauge bis zum schönsten Talabschluss Kärntens. Für die acht Kilometer muss man zweieinhalb Stunden einkalkulieren. Nicht fehlen darf der Besuch des Berggasthofs Bodenbauer.

Biken: Vom Ufer des Faaker Sees bei Villach geht es bei der Tour 3 nach Kranjska Gora in Slowenien, dann weiter nach Planica und bis nach Tarvis in Italien sowie wieder retour Richtung Villach. Die Drei-Länder-Tour gilt als schönste im Alpe-Adria-Raum, sie ist aber durchaus fordernd. Biker sollten einen Tag für die 130-Kilometer-Strecke über 3400 Höhenmeter einplanen – und im Gasthof  Tour 3 in Altfinkenstein einkehren.

Steiermark

Wandern: Waldwege,  ein Bach und eine Klamm, über die Leitern und Brücken führen: Der  Kesselfall  in Semriach, Graz-Umgebung, ist mit rund drei Kilometern eine eher kurze, aber abwechslungsreiche Tour. Der Weg entlang der Wasserfälle und Becken des Rötschbachs ist gut abgesichert und somit auch für kleinere Kinder gut zu bewältigen.  Das Gasthaus Sandwirt ist Start- sowie Endpunkt der  Tour und gleichzeitig ein gutes Lokal zum Einkehren.

Biken: Der Schöckl in St. Radegund, Graz-Umgebung, ist nicht nur zum Wandern da. Er ist auch bei Radfahrern beliebt, speziell bei den Mountainbikern: Die Rundtour ist 35 Kilometer lang- es geht aber auch kürzer, dafür aber schneller wieder bergab, nicht nur downhill, sondern auch mit der Gondel. Eine Pause gönnt man sich in einem der Gasthäuser, etwa dem Alpengasthof oder dem Stubenberghaus.
 

Mountainbiketour auf der Innsbrucker Nordkette
Mountainbiketour auf der Innsbrucker Nordkette © Bild: TVB Innsbruck / Mario Webhofer

Tirol

Wandern: Der neue „Karwendel Höhenweg“ zeigt, wie nahe Stadt und Naturerlebnis in Tirol beisammen liegen. Auf 63 Kilometern Gesamtlänge führt diese anspruchsvolle Tour Weitwanderer über sechs abwechslungsreiche Tagesetappen und insgesamt 7000 Höhenmeter durch den größten Naturpark Österreichs – den Naturpark Karwendel. Der liegt direkt hinter der Innsbrucker Nordkette. Der Trek bietet imposante Ausblicke von oben auf die Stadt, die Monate Juni bis September sind die beste Zeit für die Begehung. 

Biken: Die Innsbrucker Nordkette ist nicht nur beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, sondern auch Spielwiese für Mountainbiker. Die belohnen sich für ihre Anstrengungen gerne zwischendurch bei einer Einkehr mit einem Kaspressknödel. Auf der Nordketten Almenrunde finden sich dafür gleich drei Möglichkeiten. Die Tour führt –wahlweise mit Start in der Stadt oder auf der Hungerburg – bis zu 870 Meter bergauf. Auf der 20 Kilometer langen Rundstrecke liegen  Umbrüggler, Arzler und  Rumer Alm.  

Vorarlberg

Wandern: Nur  fünfzehn Autominuten von Dornbirn entfernt finden sich Wanderer bei dieser Tour mitten im Bregenzerwald. Auf einer Passhöhe am Weg nach Schwarzenberg gelegen ist Bödele der Ausgangspunkt für eine schöne Gipfeltour auf das Hochälpele (1463 Meter). Die 7,5 Kilometer lange Rundwanderung dauert etwa 2,5 Stunden, Schwierigkeitsstufe „Mittel“.

Biken: Von der Talstation der Muttersbergbahn in Bludenz können Mountainbiker zu dieser ausgiebigen Tour auf die Elsalpe (1632 Meter) starten, die fast sieben Stunden dauert (27,2 Kilometer). Sie bietet Ausblick über den Walgau, das Brandnertal und weit ins Montafon. Die Elsalpe liegt unterhalb der bekannten Gamsfreiheit, die zu Fuß erklommen werden kann (600 Höhenmeter).

Wanderung Vorarlberg Schwarzenberg/Bödele
Wanderung Schwarzenberg © Bild: Christoph Ketels

Salzburg

Wandern: Der „Pinzgauer Spaziergang“ wird nicht umsonst als „einer der schönsten Höhenwege der Ostalpen“ beworben: Wanderer erwartet die Aussicht auf zahlreiche schneebedeckte 3000er der Hohen Tauern. Die Tour verläuft zwischen der Schmittenhöhe in Zell am See und dem Schattberg-Ostgipfel in Saalbach. Beide Gipfel sind mit Gondelbahnen erschlossen. Wanderer brauchen für die Tour neben einem langen Atem vor allem Zeit: Der „Spaziergang“ ist knapp 17 Kilometer lang.

Biken: Ausgehend von Bad Hofgastein führt die 6,4 Kilometer lange Route durch den Kronwald vorbei an der Annenkapelle über die Forststraße hinauf zur bewirtschafteten Rastötzenalm auf 1740 Meter Höhe.  Am Ziel angekommen finden Biker drei bewirtschaftete Almhütten vor. Wer mit der Mountainbike-Tour noch nicht genug hat, kann ausgehend von der Alm bis zum Gamskarkogel aufsteigen. Der Gipfel gilt mit seinen 2467 Metern als der „höchste Grasberg Europas“.

( kurier.at ) Erstellt am 20.05.2018