Shia LaBeouf wird 40 Jahre alt: Ein detaillierter Überblick über seine Skandale
Hollywood-Star Shia LaBeouf wird heute 40 Jahre alt. Wie genau der "Transformer"-Star seinen runden Geburtstag feiern wird, ist nicht bekannt – für ihn und vor allem für andere darf man aber hoffen, dass er das im gemütlichen, ruhigen Rahmen tun wird. Ohne Ausraster. Ohne Beschimpfungen. Ohne Beleidigungen. Sprich: Ohne Skandale.
Denn genau davon hatte LaBeouf in den vergangenen Jahren mehr als genug. Obwohl der in Los Angeles Geborene als talentierter und vielseitiger Charakterdarsteller gilt – und als begeisterter Method Actor –, macht er seit Längerem eher mit seinen Eskapaden als mit beruflichen Erfolgen Schlagzeilen. Googelt man den Schauspieler, wird einem sogar die Frage "Was ist mit Shia LaBeouf passiert?" angezeigt – was deutlich macht, wie sehr der einst so beliebte Jungstar in den Augen der Öffentlichkeit gesunken ist.
Anlässlich seines 40. Geburtstages geben wir einen Überblick über die Skandale im Leben des Shia LaBeouf:
LaBeouf festigt seinen Ruf als "schwierig" und "unberechenbar"
Ende der Nuller-, Anfang der Zehnerjahre begann sich bei Shia LaBeouf bereits ein öffentlich wahrnehmbares Muster aus impulsivem Verhalten, Konflikten am Arbeitsplatz und problematischem Umgang mit Alkohol abzuzeichnen, das später eskalieren sollte.
Während der Dreharbeiten zu den ersten "Transformers"-Filmen (ab 2007) wurde LaBeouf zwar als talentiert, aber auch als schwierig und unberechenbar beschrieben. Auch äußerte er sich zunehmend kritisch über Regisseur Michael Bay und das Studiosystem Parallel. Dazu zog er sich sozial immer stärker zurück, konsumierte nach eigenen späteren Aussagen weiterhin Alkohol und zeigte ein zunehmend provokantes Auftreten in Interviews. Später sprach LaBeouf rückblickend selbst davon, dass der plötzliche Ruhm ihn überfordert habe und er sich zunehmend in einem selbstzerstörerischen Lebensstil verlor.
Im November 2007 wurde der damals 21-Jährige in einer "Walgreens-Filiale" in Chicago wegen Hausfriedensbruchs verhaftet, nachdem er stark alkoholisiert das Geschäft trotz Aufforderung des Sicherheitsdienstes nicht verlassen wollte. Die Anklage wurde später fallengelassen.
Im Juli 2008 wurde LaBeouf nach einem Autounfall in West Hollywood, bei dem er schwer an der linken Hand verletzt wurde, wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer festgenommen. Da ihm ein anderer Fahrer die Vorfahrt genommen hatte, entging er strafrechtlichen Konsequenzen, verweigerte jedoch einen Atemalkoholtest, was zum zeitweisen Entzug seines Führerscheins führte. Ein größerer Skandal wurde daraus allerdings noch nicht. Trotzdem führte der Unfall dazu, dass LaBeouf öffentlich über Alkoholprobleme sprach und sich zum ersten Mal in Therapie begab.
2013: Plagiatsvorwürfe
Probleme gänzlich anderer Art bekam LaBeouf im Dezember 2013, als er den Kurzfilm "HowardCantour.com" veröffentlichte. Kurz darauf stellten Blogger fest, dass große Teile der Handlung und zahlreiche Dialoge nahezu identisch aus dem Comic "Justin M. Damiano" des Cartoonisten Daniel Clowes übernommen worden waren. Da LaBeouf diese Quelle aber nicht nannte, wurde ihm ein Plagiat vorgeworfen, auch wenn er selbst von "Inspiration" sprach.
Noch peinlicher wurde die Affäre dadurch, als LaBeouf daraufhin reihenweise Entschuldigungen auf der Plattform "X" (damals "Twitter") veröffentlichte, die er wiederum wortwörtlich von anderen Prominenten kopiert hatte. Kritiker warfen ihm vor, selbst seine Reue zu plagiieren.
2014: LaBeouf gefällt sich als aktivistischer Künstler
2014 ist das Jahr, in dem sich LaBeouf mehr und mehr vom Image des glattgebügelten Mainstream-Blockbuster-Schauspielers entfernt und sich dafür umso mehr in der Rolle des aktivistischen Künstlers gefällt – ob auch andere so denken, ist allerdings fraglich.
Über Los Angeles ließ LaBeouf im Juni 2014 die Botschaft "I am sorry Daniel Clowes" an den Himmel schreiben, womit er auf den Plagiat-Skandal anspielte. Die Aktion wurde weithin als bizarre PR-Inszenierung verspottet.
Beim Filmfestival in Berlin stürmte er im Februar 2014 eine Pressekonferenz zum Film "Nymphomaniac", in dem er mitwirkt, mit den kryptischen Worten: "Wenn die Möwen dem Trawler folgen, dann weil sie denken, dass Sardinen ins Meer geworfen werden" (ein Zitat des Fußballers Eric Cantona). Am selben Abend erscheint er auf dem roten Teppich mit einer Papiertüte über dem Kopf und der Aufschrift: "I AM NOT FAMOUS ANYMORE". Die Aktion wurde zum Internet-Meme, gleichzeitig aber auch als peinliches PR-Manöver kritisiert.
Diese Phase mündete in das mehrtägige Performance-Kunstprojekt #IAMSORRY in Los Angeles, bei dem Besucher ihn einzeln mit der Papiertüte auf dem Kopf in einem Raum besuchen durften. Er saß ihnen schweigend gegenüber, während diese mit ihm interagieren konnten. Einige Besucher berichteten von emotionalen oder verstörenden Begegnungen. LaBeouf gab später an, während dieses Experiments von einer Besucherin vergewaltigt worden zu sein.
Spätere Projekte wie „#ALLMYMOVIES“, bei denen er öffentlich alle seine Filme ansah, oder spätere politische Kunstaktionen sorgten regelmäßig für Schlagzeilen. Sie verstießen zwar nicht gegen das Gesetz, verstärkten aber LaBeoufs Image als exzentrischer und unberechenbarer Star.
Im Juni 2014 wurde LaBeouf während einer Aufführung des Musicals "Cabaret" im Studio 54 wegen aggressiven und störenden Verhaltens festgenommen. Ihm wurden unter anderem Hausfriedensbruch, Belästigung (unter anderem schlug er Schauspieler Alan Cumming auf den Hintern) und ordnungswidriges Verhalten vorgeworfen. LaBeouf wurde in Handschellen abgeführt. Später bekannte er sich wegen Ruhestörung schuldig beziehungsweise akzeptierte eine Vereinbarung. Anschließend begab er sich in eine Behandlung wegen Alkoholproblemen.
Hollywood-Star Shia LaBeouf (28) wurde während einer Theatervorführung von Polizisten abgeführt. Er habe sich ordnungswidrig verhalten und während der Vorstellung herumgeschrien, zitierten mehrere US-Medien einen Polizeisprecher. Die Nacht soll er im Gefängnis verbracht haben.
2015: Erster Vorfall mit Freundin Mia Goth
Im Juli 2015 ereignete sich der erste Vorfall zwischen LaBeouf und seiner damaligen Partnerin, der Schauspielerin Mia Goth. Die beiden lernten sich am Set zum Film "Nymphomaniac: Vol. II" kennen, LaBeouf ist sieben Jahre älter als Goth. Vor einem Hotel in Deutschland geriet das Paar in einen heftigen, lautstarken Streit. Passanten filmten die Szene, in der Goth versuchte, LaBeoufs Rucksack einzufordern, um ihn am Gehen zu hindern. In dem Video ist zu hören, wie LaBeouf zu ihr sagt: "Ich will dich nicht anfassen. Ich will nicht aggressiv werden. Das ist die Art von Scheiße, die eine Person gewalttätig macht."
Während der anschließenden Fahrt zum Flughafen wurde der Schauspieler weiter gefilmt und sagte sichtlich aufgewühlt über Goth: "Wenn ich dort geblieben wäre, hätte ich sie getötet." Kurz nach dem Vorfall wurde Goth zudem in der Öffentlichkeit mit einem blauen Auge gesichtet.
Im Oktober 2015 wurde LaBeouf Austin, Texas, wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit festgenommen, nachdem er betrunken über eine rote Fußgängerampel gelaufen war und sich den Beamten widersetzt hatte.
2016: Nach wie vor Kampf mit dem Alkohol
Trotz des Vorfalls in Deutschland 2015 versöhnten sich LaBeouf und Goth wieder. Im Oktober 2016 heirateten die beiden in einer spontanen Zeremonie in Las Vegas, die von einem Elvis-Imitator geleitet und per Livestream übertragen wurde.
Im selben Jahr gab LaBeouf dem Branchenmagazin Variety ein ausführliches Interview. Darin ließ er kein gutes Haar an Kult-Regisseur Steven Spielberg. "Man lernt ihn kennen und merkt dann, dass das nicht der Spielberg ist, von dem man geträumt hat", so der Schauspieler im Interview damals. "Man lernt einen anderen Spielberg kennen, einen, der auf einer anderen Stufe seiner Karriereleiter steht. Er ist weniger ein Regisseur, sondern mehr eine verdammte Firma." Und: "Ich mag die Filme nicht, die ich mit Spielberg gemacht hab."
Auch über seine Alkoholprobleme sprach er. "Dieser Mist zerstörte fast mein Leben. Alkohol oder dieser ganze andere Mist macht dich verrückt. Ich kann mich mit nichts davon anlegen. Ich rühre das nicht mehr an. Es hat mir eine Art Napoleon-Komplex eingehandelt. Wenn ich trinke fühle ich mich kleiner als ich bin und werde lauter als ich sollte." Damals gab LaBeouf aber an, trocken zu sein.
2017: Rassismus-Skandal
Im Jänner 2017 startete LaBeouf aus Protest gegen Donald Trump das Livestream-Projekt "He Will Not Divide Us" vor einem New Yorker Museum. Das Projekt zog extreme Unruhen an. Nach nur wenigen Tagen wurde LaBeouf live vor der Kamera verhaftet, weil er in ein Handgemenge mit einem Passanten geraten war. Die Anklage wurde später fallen gelassen. Das Projekt musste wegen Sicherheitsbedenken mehrfach den Ort wechseln.
Bei Dreharbeiten in Savannah, Georgia, wurde er im Juli 2017 wegen Trunkenheit und ordnungswidrigen Verhaltens festgenommen. Bodycam-Videos der Polizei gingen viral, auf denen zu sehen ist, wie er die Polizisten rassistisch und vulgär beschimpft. LaBeouf entschuldigte sich später öffentlich, machte den Alkohol für sein Verhalten verantwortlich und begab sich in eine Entzugstherapie.
2018: Scheidung von Goth
Das Eheglück mit Mia Goth hielt nicht lange: Im September 2018 gaben Sprecher des Paares die offizielle Trennung und die Einreichung der Scheidung bekannt.
2020: Missbrauchs-Klage von FKA twigs
Im Juni 2020 war LaBeouf in eine Auseinandersetzung mit einem Mann verwickelt, woraufhin er im September 2020 wegen Körperverletzung und "geringwertigen" Diebstahls angeklagt wurde. Er plädierte auf nicht schuldig. Ein Richter ordnete im Mai 2021 die Teilnahme an einem Diversionsprogramm für LaBeouf an, woraufhin die Anklage fallen gelassen wurde.
Nach Goth datete LaBeouf die britische Musikerin FKA twigs (Tahliah Debrett Barnett) circa ein Jahr lang. Nach der Trennung reichte sie im Dezember 2020 eine schwerwiegende Zivilklage gegen LaBeouf ein: FKA twigs wirft ihm sexuellen Missbrauch, Körperverletzung, psychische Grausamkeit und das bewusste Übertragen einer Geschlechtskrankheit vor. Der New York Times sagte sie damals, dass in der Zeit der Beziehung mit LaBeouf "das Schlimmste" ihres Lebens durchgestanden habe. Trotzdem zog die Sängerin 2025 die 10-Millionen-Dollar-Klage zurück. Die beiden sollen sich nach Angaben ihrer Anwälte außergerichtlich geeinigt haben.
LaBeouf räumte in einem Podcast-Interview ein: "Ich habe diese Frau verletzt. Und während ich das tat, verletzte ich viele andere Menschen und viele andere Menschen vor dieser Frau. Ich war ein vergnügungssüchtiger, egoistischer, egozentrischer, unehrlicher, rücksichtsloser, ängstlicher Mensch. (...) Ich habe es verbockt. Ich habe viele Menschen verletzt und ich bin mir dessen voll bewusst. Und ich werde für den Rest meines Lebens in deren Schuld stehen. Ich habe eine lange Liste von Leuten, denen ich Wiedergutmachung leisten muss." Die spezifischen rechtlichen Anschuldigungen im Verfahren wies er jedoch zurück. Die New York Times zitierte ihn mit den Worten: "Ich habe keine Entschuldigungen für meine Alkoholabhängigkeit oder meine Aggression, nur Rationalisierungen. Ich missbrauche mich selbst und jeden um mich herum seit Jahren."
Die Stylistin Karolyn Pho, auch eine frühere Partnerin des Schauspielers, schilderte der New York Times ebenso psychische Misshandlung und kontrollierendes Verhalten während ihrer Beziehung mit LaBeouf.
Trotz der Anschuldigungen von FKA twigs und Karolyn Pho näherten sich LaBeouf und Goth während dieser Zeit wieder an und wurden erneut ein Paar. Im April 2022 kam ihre Tochter Isabel zur Welt.
2022: Film-Kontroverse und Hinwendung zur Religion
Regisseurin Olivia Wilde betonte öffentlich, sie habe LaBeouf wegen seines Verhaltens vom Set des Films "Don’t Worry Darling" gefeuert, um die Hauptdarstellerin Florence Pugh zu schützen. LaBeouf widersprach jedoch vehement und veröffentlichte E-Mails sowie ein Video von Wilde, aus dem hervorgeht, dass er das Projekt freiwillig wegen mangelnder Probenzeit verlassen hatte und Wilde ihn sogar zum Bleiben anflehte.
Nachdem er sich für die Rolle im Film "Padre Pio" intensiv mit dem Katholizismus beschäftigt hat, wurde LaBeouf gefirmt und verkündete 2023 den Plan, zukünftig katholischer Diakon werden zu wollen. In Interviews spricht er mehrfach über Schuld und Reue.
2025: Trennung von Goth
Wie erst 2026 nachträglich durch Medienberichte öffentlich wurde, haben sich Goth und LaBeouf bereits Anfang 2025 heimlich und endgültig getrennt. Goth, die ihr Privatleben ohnehin streng schützt, hüllte sich zu den Gründen der Trennung in Schweigen. Das Nachrichtenportal TMZ berichtete im Rahmen der Trennung indes, dass zum Haus des Paares in Los Angeles mehrfach die Polizei gerufen worden sein soll, bevor LaBeouf nach New Orleans zog. So wurde laut Dokumenten, die TMZ vorlagen, unter anderem im November 2024 ein Notruf wegen einer "Störung der öffentlichen Ordnung zwischen einem Ehepaar" aus dem Haus von LaBeouf getätigt.
2026: Erneut öffentliche Handgreiflichkeiten und Belästigungen
Während der Mardi-Gras-Feierlichkeiten in New Orleans im Februar 2026 geriet LaBeouf in einer Bar in eine schwere Schlägerei, attackierte drei Männer und brüllte Zeugenberichten zufolge homophobe Beleidigungen (auch in einem späteren Interview zu diesem Vorfall ließ er mit homophoben Aussagen aufhorchen). Er wurde dabei zu Boden gerungen und unter dem Vorwurf der Körperverletzung festgenommen. Ein Richter ordnete eine Freilassung gegen eine Kaution von 100.000 Dollar an – gekoppelt an strikte Auflagen zu Drogentests und therapeutischer Behandlung.
Am 3. Juni 2026 bekannte sich LaBeouf vor Gericht der Körperverletzung schuldig. Die Staatsanwaltschaft verzichtete trotz der homophoben Äußerungen auf eine Anklage wegen eines Hassverbrechens. LaBeouf entging somit einer Haftstrafe und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Shia LaBeouf
Im März 2026 äußerte sich LaBeouf im YouTube-Format "Channel 5" zu dem Vorfall und schob sein Verhalten erneut auf einen "Napoleon-Komplex", verweigert jedoch einen gerichtlich angeordneten Entzug.
Wenige Wochen später sorgte er in einem Hotel in Rom für Aufsehen, als er barfuß und nur in Unterwäsche in der Lobby randalierte und Gäste aggressiv nach Streichhölzern bittend anbrüllte.
Im selben Monat reichte FKA twigs erneut Klage gegen ihren Ex-Partner ein. Diesmal ging es nicht um die ursprünglichen Missbrauchsvorwürfe, sondern um eine angeblich rechtswidrige Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA), die Teil des Vergleichs gewesen sein soll. Sie wirft LaBeouf vor, versucht zu haben, sie am öffentlichen Sprechen über ihre Erfahrungen zu hindern. LaBeouf weist die Vorwürfe zurück. Das Verfahren ist bis dato noch nicht abgeschlossen.
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