Russell Crowe der wütendste Mann Hollywoods? Seine schlimmsten Ausraster
Russell Crow
Russell Crowe ist in der Filmbranche für sein aufbrausendes Temperament bekannt. Im Laufe der Jahre geriet er immer wieder mit Managern, Interviewern, Hotelangestellten und Fotografen aneinander.
Für seinen wohl berüchtigtsten Ausraster hat er sich bereits entschuldigt. Wirklich ruhiger scheint er aber nicht geworden zu sein. Erst vor wenigen Tagen sorgte wieder ein Video von einem vermeintlich aufbrausenden Russell Crowe für Aufsehen.
Russell Crowe verteidigt sich nach viralem Video
Das Video, das vergangene Woche unter anderem von TMZ veröffentlicht wurde (zu sehen hier), zeigt den 62-Jährigen vor einem französischen Hotel, wie er die Beherrschung gegenüber Fans zu verlieren scheint. "Lasst mich verdammt nochmal in Ruhe!", ruft er den Autogrammjägern zu und rät ihnen: "Sobald sich jemand wie ein Arschloch benimmt, bin ich weg. Verstanden?"
"Falls Sie eine Erinnerung daran brauchten, dass Fans nicht immer Priorität Nummer 1 sind – schauen Sie sich Russell Crowe an", schrieb TMZ zu dem Clip. Eine Wortwahl, gegen die sich der Schauspieler inzwischen persönlich zur Wehr setzte.
Crowe bezeichnete die Berichterstattung als "Clickbait".
"Jeder hat sein Autogramm und sein Selfie bekommen, der Zugang zum Hotel blieb für Gäste frei, und ich bin trotzdem pünktlich am Flughafen angekommen", erklärte er auf X (ehemals Twitter) am 26. Mai. "Ein Mann, keine Security. Alles geregelt. Was ist euer Problem?"
Russell Crowe drohten wegen Hotel-Ausraster 7 Jahre Haft
2005 sorgte der Hollywood-Star für einen weltweiten Skandal, als er in einem New Yorker Hotel einen Mitarbeiter angriff und mit einem Telefon bewarf. Der Schauspieler hatte seine damalige Ehefrau Danielle Spencer anrufen wollen, um seinem Sohn gute Nacht zu wünschen. Das Telefon funktionierte allerdings nicht – Crowe warf es daraufhin wutentbrannt einem Hotel-Concierge an den Kopf. Crowe wurde daraufhin mit Handschellen von der Polizei abgeführt.
Den Vorfall, der ein gerichtliches Nachspiel mit sich zog, sollte der gebürtige Australier später als eines der größten Bedauern seiner Karriere bezeichnen.
Gegenüber der britischen Tageszeitung The Daily Telegraph sagte Crowe 2025 über seinen damaligen Ausraster: "Mit 61 kann ich mir meine schlechten Tage verzeihen. Ich gehöre keineswegs zu den Menschen, die sagen, man solle nichts bereuen (...). Bedauern ist einer der wichtigsten Prozesse."
Der Telefon-Vorfall hatte dem Filmstar eine Anklage wegen Körperverletzung eingehandelt. Crowe drohten zeitweise sogar bis zu sieben Jahre Haft. Der Fall endete dann damit, dass Crowe dem Geschädigten lediglich eine Entschädigung zahlen musste.
Angriff auf Produzenten
Russell Crowe hatte sich erstmals ein Image als Enfant terrible eingehandelt, als er Malcolm Gerrie, den Produzenten der British Academy Film Awards, im Jahr 2002 wegen der Bearbeitung seiner Dankesrede für das britische Fernsehen aggressiv anging.
Crowe war verärgert darüber, dass seine Rezitation eines Gedichts von Patrick Kavanagh aus der zeitversetzten BBC-Ausstrahlung herausgeschnitten wurde.
Laut Zeugenaussagen drückte Crowe Gerrie in einem Abstellraum des Londoner Grosvenor House Hotels, wo die Aftershow-Party stattfand, gegen die Wand und beschimpfte ihn mit Obszönitäten.
Später räumte der Schauspieler ein, möglicherweise "leidenschaftlicher" als nötig reagiert zu haben. Von Einsicht war aber nicht die Spur.
"Wer mich kennt, weiß, dass ich für mich selbst einstehe, wenn ich glaube, dass mir Unrecht getan wurde", sagte er gegenüber Entertainment Tonight.
Über Gerrie sagte Crowe: "Er ist nicht verletzt, hat keine blauen Flecken und ist nicht blutig. Seine Ohren werden aber klingeln. Ich bereue nichts von dem, was ich zu ihm gesagt habe."
Dies waren aber nicht die einzigen Vorfälle. Auch sonst zeigte sich Russell Crowe gegenüber Reportern und Fotojägern immer wieder von seiner unhöflichen Seite.
"Man macht immer mal was falsch"
Bereits 2016 hatte Crowe gegenüber der Daily Mail eingeräumt: "Mein Fehler war, dass ich mich vom Druck des schauspielerischen Erfolgs habe mitreißen lassen. Ich war überwältigt." In der Vergangenheit gab der Mime außerdem zu, "extrem sensibel" zu sein und alles sehr ernst zu nehmen, was seine impulsiven Reaktionen erkläre.
2015 sagte er in einem Interview mit Charlie Rose, dass er, weil er die Dinge so ernst nehme, "auch mal nachsichtiger mit sich selbst sein müsse, wenn man sich hin und wieder wie ein Idiot benimmt".
"So etwas passiert eben. Man macht immer mal was falsch", verteidigte er sich da.
Crowe über verbale Attacken auf Fotografen
Bei dieser Gelegenheit betonte der "Gladiator"-Star, niemals einen Fotografen geschlagen zu haben – auch wenn immer wieder entsprechende Gerüchte kursierten. Dennoch scheint er für Paparazzi nichts übrig zu haben, denn Crowe betonte: "Ich habe mir einige der schärfsten verbalen Angriffe für solche Leute aufgehoben. Und jetzt sind sie völlig am Boden zerstört und bluten, wenn sie zu ihrem Redakteur zurückkehren und versuchen, es als etwas Physisches darzustellen, weil ich sie mit einem einzigen Satz emotional zutiefst verletzt habe."
Kommentare