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JJ über Song-Contest-Druck: "Ich vertraue auf mein Können"

JJ vertritt Österreich in Basel und erzählt, wie er mit Druck und Kritik umgeht und warum Humor so wichtig ist.
Österreichs Kandidat JJ im Interview bei Kurier zum Eurovision Song Contest 2025.

"Wasted Love", so heißt das Lied, mit dem der gebürtigen Wiener mit philippinischen Wurzeln für Österreich beim Eurovision Song Contest in Basel antreten wird. Und dass das keine verschwendete Liebesmüh ist, beweisen die Wettquoten, bei denen der Countertenor (er studiert u. a. auch bei Sopranistin Linda Watson) derzeit sogar auf Platz 2 liegt.

Viel Druck auf den zarten Schultern des 23-Jährigen. „Ich gehe einfach mit der Einstellung hin, dass es gut wird. Ich vertraue auf mein Können. Ich hätte das Lied ja nicht aufgenommen, wenn ich es nicht singen könnte. Man kann gewisse Sachen nicht steuern im Leben. Man soll sie einfach so aufnehmen, wie sie sind, und ich freue mich auf diese einmalige Möglichkeit“, so JJ (eigentlich Johannes Pietsch) in der KURIERTV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“ (jeden Sonntag um 18:30 Uhr).

Die ganze Sendung:

Herrlich ehrlich: JJ

Drei Stunden täglich übt er, um die unglaublich hohen Töne hinausschmettern zu können. „Das ist genauso wie im Fitnessstudio, wenn man länger nicht trainiert, kann man auch nicht mehr dieselben Gewichte heben“, erzählt er.

Humor ist seine Allzweckwaffe, denn „das Leben mit Humor ist so schön. Wenn man alles zu ernst nimmt, ist es ein bissl trist. Ich nehme alles mit Humor. In manchen Situationen muss man ernst bleiben, aber sonst versuche ich, das Beste rauszuholen und einfach nur Spaß zu haben.“ 

Und auch Hasskommentare, denn vor allem im Netz wird oft gerne auf die gute Kinderstube vergessen, prallen an ihm ab.

Liebe verstreuen

„Jeder hat immer was zu bekritteln, aber so Hasskommentare finde ich gar nicht dramatisch. Ich lese sie mir auch gerne durch und finde es einfach nur lustig, wie viel Energie manche Menschen hineinstecken und wie viel Zeit sie auch investieren, um Hass zu verbreiten. Ich finde das einfach nur unnötig. Weil, wozu Hass verbreiten, wenn man auch Liebe verstreuen kann.“ 

Nur wenn es seine Familie und Freunde trifft, dann hört der Spaß bei ihm auf. „Ich hab sie gegen ihren Willen da mitgerissen in ein Spotlight und sie haben das nicht verdient!“, stellt er klar.

Hoffnung nie aufgeben

Seine Botschaft, die er auch mit seinem Song-Contest-Lied verbreiten will, ist, „dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt. Es wird immer positiv enden. Egal, wie schlimm es gerade ist. Man soll nie die Hoffnung aufgeben. Es kommt alles irgendwann wieder im Guten zurück.“

Zwei Personen sitzen in einem Fernsehstudio in roten Sesseln.

Lisa Trompisch im "Herrlich ehrlich - Menschen hautnah"-Studio mit Sänger JJ

Immer er selbst bleiben, den Ratschlag hat ihm seine Mutter mitgegeben – und „lach so viel du kannst“, hat sie immer gesagt. 

„Meine ganze Familie ist so supportive und ich hätte mir gar keine bessere Familie wünschen können“, so JJ.

Wie sich der Countertenor mit der Liebe zur Popmusik auf seine Auftritte vorbereitet und wie er mit Lampenfieber umgeht, was seine versteckten Talente sind und wie man die Oper attraktiver für ein jüngeres Publikum machen könnte, sehen Sie im Video oben.

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