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Politik Inland
01/30/2021

Schule, Handel, Friseure vor Öffnung, aber viele Lockdown-Maßnahmen bleiben

Ab 8. Februar soll es erste Lockerungen geben, aber unter strengen Auflagen. Auch Verschärfungen sind geplant. Regierung und Landeshauptleute beraten am Montag.

von Daniela Kittner

Seit Weihnachten befindet sich Österreich in einem harten Lockdown, in dem außer Supermärkten und Drogerien alles geschlossen ist.  Ab 8. Februar soll es nach sechs Wochen Totalsperre erste Lockerungen geben: Schule, Handel und Friseure stehen vor der Öffnung. Am kommenden Montag wird die Bundesregierung mit den Landeshauptleuten in Wien über die weitere Vorgangsweise beraten. Alle neuen Maßnahmen und Details werden am Montag bekannt gegeben.

Kanzler Sebastian Kurz sagt laut einer dem KURIER übermittelten Stellungnahme: „Die Mutationen bremsen eine vollkommene Lockerung. Wir werden am Montag unter Berücksichtigung der Infektionslage sowie der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation mit den Landeshauptleuten über den Plan für die Zeit nach dem 8. Februar entscheiden.“

Anschober verspricht "vorsichtige Öffnungen"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagt: „Jetzt braucht Österreich eine klare Perspektive. Die ganze Woche haben wir intensiv das Risiko und die Dynamik durch die neuen gefährlichen Mutationen des Virus überprüft - auch in enger internationaler Zusammenarbeit. Auch dieses Wochenende steht diese Analyse im Mittelpunkt. Am Montag werden wir gemeinsam mit den Experten noch einmal beraten, wie wir sehr vorsichtig und kontrolliert in ersten Bereichen Öffnungen schaffen können ohne ein zu hohes Risiko einzugehen. Mit einem klugen und vorsichtigen Vorgehen müssen wir Zeit gewinnen, damit parallel die Impfungen schrittweise umgesetzt werden können.” 

Und das sind die Details, die der KURIER über die geplanten Lockerungen erfahren hat:

Die Schule wird in den Präsenzunterricht gehen, vermutlich im Schichtbetrieb. Jedenfalls wird es eine Teststrategie für die Schulen geben. Der Präsenzunterricht beginnt gestaffelt: Ab 8. Februar im Osten, ab 15. Februar, nach den zeitlich versetzten Semesterferien, im Westen und im Süden.

Der gesamte Handel soll aufsperren dürfen. Es wird strenge Vorschriften geben: FFP2-Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen aufgrund der neuen Abstandsregel von zwei Metern.

Auch die körpernahen Dienstleister wie Friseure dürfen laut KURIER-Informationen ab Montag öffnen. Auch dort werden FFP2-Maskenpflicht und dem Vernehmen nach Testvorschriften gelten.

Lockdown bleibt

Abgesehen von diesen drei Lockerungen gelten weiterhin alle Lockdown-Maßnahmen. Manche werden sogar verschärft, die Regierung überlegt strengere Einreisebestimmungen, um die Ausbreitung von Virusmutationen zu bremsen.

Auch gewisse Ausgangsbeschränkungen sollen bestehen bleiben.

Hotels und Restaurants müssen wohl weiter warten. Sie sind bereits seit 2. November durchgängig geschlossen, und es ist nichts von Öffnungsabsichten zu hören. Mitte Februar, so heißt es, soll erstmals darüber beraten werden, ob die Gastronomie im März vielleicht geöffnet werden kann. Das wird wohl davon abhängen, wie stark die Infektionszahlen in den kopmmenden Wochen steigen, und wie schnell es mit dem Impfen vorangeht.

Astra Zeneca-Impfstoff für alle Altersgruppen?

Das Thema Impfen steht am Montag ebenfalls auf der Tagesordnung der Politik: Es geht um den Umgang mit dem Impfstoff von Astra Zeneca. Die EU hat ihn für alle Altersgruppen in einem Notverfahren zugelassen, obwohl in der Altersgruppe ab 65 noch nicht genügend Personen getestet wurden. Die EU-Staaten sollen selbst entscheiden, wie sie den Impfstoff einsetzen. In Großbritannien wird der Impfstoff an alle verabreicht. In Österreich tagt am Sonntag die Impfkommission, am Montag entscheiden Regierung und Länder.

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