© APA/HELMUT FOHRINGER

Politik Inland
04/08/2020

Coronavirus: Maturanten ab 4. Mai in der Schule - Matura nur schriftlich ab 25. Mai

Schriftliche Matura nur in drei Fächern - Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache. "Corona-Semester soll kein verlorenes sein."

von Johanna Hager

Die Matura wird heuer wegen der Corona-Krise nur schriftlich stattfinden. Das gab Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz Mittwochmittag bekannt. In die Note soll auch das Halbjahreszeugnis einfließen, zudem muss jeder Schüler nur in drei Fächern antreten. Der Unterricht in den Maturaklassen startet mit 4. Mai, abgehalten wird die Reifeprüfung ab 25. Mai.

Wer ein Nicht Genügend erhält, kann dieses im Juni bei einer Kompensationsprüfung ausbessern. Auch wird es bei entsprechendem Schülerwunsch möglich sein, die Matura zusätzlich mündlich zu absolvieren.

Die Schulen bleiben offen für Betreuung jener Kinder, deren Eltern arbeiten, begann Faßmann sein Statement. Es handle es sich dabei nicht um regulären Unterricht, sondern um Betreuung. Die Maturanten werden ab 4. Mai wieder zur Schule gehen. Wie es mit den anderen Schulstufen weitergehen wird, das werde nach Ostern entschieden.

Bereits jetzt sind die Schulen für jene Kinder geöffnet, die nicht in den Familien betreut werden können.

"Sechs Prozent werden nicht erreicht"

"Die Schule kann beurteilen, ob es sich um Abschieben seitens der Eltern handelt oder um benötigte Betreuung", so der Bildungsminister. Derzeit liegt die Betreuungsquote bei unter einem Prozent.

Bedacht genommen wird derzeit und insbesondere auf jene Kinder, die nicht erreicht werden können, die beispielsweise keine Laptops zu Hause haben. "Sechs Prozent antworten nicht auf die Aufforderung, bei Distance Learning teilzunehmen", sagt Faßmann. Die viel zitierte Quote von 20 Prozent habe sich in die Welt gesetzt und dort verfestigt. Sie stimme jedoch nicht.

Die Hälfte der sechs Prozent werde nicht erreicht, weil sich die Familien möglicherweise in den Heimatländern befinden. Die andere Hälfte verfüge nicht über die notwendige technische Ausstattung für E-Learning.

Faßmann wisse ob seines Alters, dass man "milde und nachgiebig sein müsse". Sein Plan:

Verschlankte Matura

Der Unterricht für Maturanten beginnt am 4. Mai. Die Vorbereitungszeit beträgt drei Wochen.

Die schriftliche Matura und der Abschluss der 8. Klasse stehen im Vordergrund.
"Wir brauchen einen Abschluss der 8. Klasse, denn wir haben noch keinen."

Die schriftlichen Klausuren beginnen am 25. Mai in Deutsch, in einer lebenden Fremdsprache und in Mathematik.

Die Dauer der Klausurarbeit wird um eine Stunde verlängert. Die Sitzordnungen können mit nötigem Abstand gewahrt werden. Alle Maturanten werden einen Mundschutz bekommen.

Die Leistung der 8. Klasse wird in die Matura-Benotung miteinfließen.

Fachprakische Ausbildung soll es auch in den Sommermonaten geben, so Faßmann. Das Aufsteigen solle jedenfalls ins nächste Lehrjahr möglich sein.

"Wir müssen besonders auf die Lehrlinge schauen und die Unternehmen ermuntern, die Berufsschulen in den Mittelpunkt zu stellen."

Kontrollierte Öffnung des Hochschulbereichs

Betreffend der Unis sagte der Bildungsminister: Lehrveranstaltungen sollen weiter digital stattfinden. Der Hochschulbetrieb soll schrittweise wieder hochgefahren werden, so Faßmann.

Die Bibliotheken seien zu öffnen, jedoch ohne Lesesaal-Öffnung. Die Labors müssen geöffnet halten - womöglich auch über die Sommermonate hinweg.

"Das Corona-Semester soll kein verlorenes Semester sein", betont Faßmann.

Das digitale Klassenzimmer sowie das selbstorganisierte Lernen werden bleiben. "Die Schule ist ein unverzichtbarer Ort des Miteinanders, kann durch Technik nicht ersetzt werden."

Volksschule und Kindergärten

Die Anmeldungen für die Schüler der ersten Klassen in der Volksschule ist bereits erfolgt, sagt Faßmann auf Nachfrage. Das Coronavirus beeinflusse diese Anmeldung also nicht.

Ob man heuer sitzenbleiben kann oder soll, lasse sich so nicht beantworten, sagt Faßmann. "Wir sind erst im April", es sei im Mai und Juni noch Schule und damit Beurteilung möglich.

Kindergärten liegen in der Kompetenz der Ländern, nicht im Bund und damit nicht bei Faßmann. Der Bildungsminister betont jedoch, in Absprache mit den zuständigen Länderbehörden in Kontakt zu sein.

Live-Ticker: Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise

  • 09/02/2020, 10:09 AM

    327 neue Infektionen in Österreich

    Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals diese Woche wieder über 300. Aktuell sind 327 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Zudem sind 255 neue Genesene hinzugekommen. Aktuell sind 3.415 Menschen in Österreich infiziert.

  • 04/15/2020, 09:02 PM

    Corona-Virus auf Katars WM-Baustellen

    Auf den wegen ihrer schlechten Arbeitsbedingungen oft kritisierten WM-Baustellen in Katar ist das Coronavirus ausgebrochen. Es seien fünf Infektionen registriert worden, teilte am Mittwoch das Organisationskomitee für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 mit. Die fünf Arbeiter seien an drei verschiedenen Stadion-Baustellen im Einsatz gewesen.

  • 04/09/2020, 12:30 PM

    Im Schnitt verfolgen 24.000 Menschen Livestream-Sprechstunde des Gesundheitsministers

    Gesundheitsminister Rudi Anschober ist seit 18. März regelmäßig per Social Media Livestream für die Bürgerinnen und Bürger persönlich erreichbar. In bisher 15 „Video-Sprechstunden“ informiert der Gesundheitsminister u.a. über die aktuelle Corona-Lage und Themen, die die Menschen in Österreich bewegen. Der Gesundheitsminister und seine Gäste geben Tipps für den Alltag in Zeiten von Corona: vom richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Schutz, über Informationen zu Unterstützungsangeboten bis hin zu praktischen Empfehlungen für Menschen in Belastungssituationen. Zudem werden Fragen beantwortet, die jederzeit via Email an sprechstunde@sozialministerium.at gestellt werden können.

  • 04/09/2020, 12:24 PM

    FPÖ wirft Türkis-Grün vor, Unternehmer im Ungewissen zu lassen

    „Bald einen Monat, nachdem ÖVP und Grüne das Wirtschaftsleben und damit den Arbeitsmarkt in Österreich total heruntergefahren haben, hängen tausende Unternehmer immer noch völlig in der Luft", kritisieren FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl und FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer. "Dazu zählen all diejenigen, auf die Schwarz-Grün in den Richtlinien für den Härtefallfonds völlig “vergessen„ hat - von Start-ups bis hin zu Mehrfachversicherten und all jenen, die in den Augen der Regierung in den vergangenen Jahren zu viel oder zu wenig verdient haben. Sie dürfen erst ab 16. April einen Antrag stellen und da bis heute keine neuen Richtlinien vorliegen, wissen sie nicht einmal, ob sie diesmal auch nur einen Cent sehen werden und - wenn ja - wann“, so die freiheitlichen Mandatare. Die beiden erneuerten daher ihre Forderung nach einem fairen Neustart mit Rechtsanspruch auf Entschädigung nach dem Epidemiegesetz.

  • 04/09/2020, 12:18 PM

    Pharmaunternehmen versorgte Spitäler mit Chloroquin

    Laut dem deutschen Arzneimittelhersteller Aristo haben sich österreichische Krankenhäuser bereits Mitte März dringend um das alte Malariamittel Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten bemüht. 9.000 Packungen hätten schnell besorgt und binnen weniger Tage an 34 Krankenhäuser geliefert werden können, hieß es in einer Aussendung.

    Das Malariamittel, auch in der Rheumatherapie eingesetzt, könnte bei Covid-19-Erkrankungen helfen. Dafür gibt es Hinweise, aber bisher keine großen klinischen Studien.

  • 04/09/2020, 12:17 PM

    Airbnb droht Umsatzeinbruch

    Der Online-Zimmervermittler Airbnb warnt einem Medienbericht zufolge wegen der Coronavirus-Pandemie vor einem Umsatzeinbruch in diesem Jahr. Die Erlöse könnten nach Berechnungen von Airbnb um 54 Prozent auf rund 2,2 Mrd. Dollar (2,02 Mrd. Euro) fallen, berichtet das Portal The Information unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

  • 04/09/2020, 12:12 PM

    Ärztekammer fordert, dass Schutzkleidung künftig in Europa produziert wird

    „Qualität hat ihren Preis“, betont Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer. Man sei bei der Versorgung mit medizinischen Produkten derzeit zu sehr abhängig vom Weltmarkt. Das führe zu Lieferengpässen und Wartezeiten. Zudem müsse sichergestellt werden, dass das gelieferte Material keine Mängel aufweise.

    Die ÖÄK richtet daher einen Appell an die heimische Politik und die EU, aus der derzeitigen Situation Lehren zu ziehen und nachhaltig Gelder für medizinische Forschung und Produktion zu investieren. „Wir benötigen innerhalb der EU eine möglichst hohe Autonomie und eine qualitativ hochwertige Produktion von Arzneimitteln und medizinischen Produkten“, sagt Szekeres. 

  • 04/09/2020, 12:00 PM

    ÖAMTC: Beschränkter Zugang zu Ausflugszielen

    „Da wir zum Wochenende hin viele Anfragen zum Osterreiseverkehr hatten, wollen wir daran erinnern, dass auch über Ostern die Ausgangsbeschränkungen gelten“, informieren die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. Zwar ist die Versuchung, bei Schönwetter einen Ausflug zu machen, groß, trotzdem gilt natürlich auch hier der Auftrag an jedermann, Risiken zu vermeiden - und zwar sowohl das Ansteckungsrisiko, als auch die Unfallgefahr.

  • 04/09/2020, 11:50 AM

    Leichte Auflockerung des Lockdowns in Italien in Sicht

    Der italienische Premier Giuseppe Conte rechnet mit einer leichten Auflockerung des Produktionsstopps bis Ende April. "Einige Wirtschaftssektoren werden ihre Tätigkeit wieder aufnehmen können. Wenn die Wissenschafter ihre Zustimmung geben, können wir einige Maßnahmen ab Ende April auflockern", sagte Conte im Interview mit der BBC.

  • 04/09/2020, 11:47 AM

    St. Pöltner Gemeinderat weicht ins VAZ aus

    Unter dem Motto „zurück zur demokratischen Normalität“ werden Gemeinderat und Stadtsenat der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten am 27. April wieder tagen. Die Sitzungen werden laut einer Aussendung vom Donnerstag jedoch nicht im Rathaus, sondern im Messe-, Kongress- und Veranstaltungszentrum VAZ im Süden der Stadt über die Bühne gehen.

  • 04/09/2020, 11:45 AM

    Digitale Hauptversammlungen jetzt möglich

    Dank einer entsprechenden Verordnung des Bundesministeriums für Justiz (BMJ) zur Regelung von Gesellschafterversammlungen und Organsitzungen sind nunmehr digitale Hauptversammlungen möglich. Einige Unternehmen haben solche schon angekündigt. Es ist davon auszugehen, dass auch weitere davon Gebrauch machen werden.

  • 04/09/2020, 11:41 AM

    Stand bei Spitalspatienten in Österreich stabil

    Die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten hat sich hierzulande stabilisiert. Am Donnerstag (10.30 Uhr) gab es 1.086 Patienten, die sich in stationärer Behandlung befanden, davon mussten 266 intensivmedizinisch betreut werden. Am Mittwoch (10.00 Uhr) waren es 1.096 bzw. 267 gewesen. Weiter spürbar steigen dagegen die Todesfälle. Mit 295 gab binnen knapp 24 Stunden einen Zuwachs um 22.

  • 04/09/2020, 11:37 AM

    Längerer Aufenthalt in Intensivstationen als erwartet

    Die Aufenthalte von Covid-19-Patienten auf der Intensivstation gestalten sich länger als zunächst angenommen. Das berichtet der Leiter des medizinischen Einsatzstabes des Landes Salzburg, Richard Greil, in einem Videostream. „Wir sind zunächst von einer Dauer von 10 bis 14 Tagen ausgegangen, jetzt geht es eher in Richtung drei Wochen Aufenthalt auf der Intensivstation“, erklärt Greil. Das durchschnittliche Alter der Intensivpatienten sei inzwischen niedriger als beim Ausbruch der Krise, es beträgt in Salzburg aktuell 62 Jahre, berichtet Greil.

  • 04/09/2020, 11:34 AM

    Schloß Schönbrunn virtuell entdecken

    Historiker Martin Mutschlechner führt im Rahmen einer neuen Onlinevideo-Reihe durch die kaiserlichen Gemächer und prunkvollen Repräsentationsräume von Schloß Schönbrunn. 

  • 04/09/2020, 11:29 AM

    Durchsagen der Wiener Linien informieren über Maskenpflicht

    Ab nächster Woche müssen Masken auch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Die Wiener Linien weisen ihre Fahrgäste mit einem eigenen Piktogramm auf die neue Regelung hin. Die Kleber, die einen stilisierten Kopf mit Maske in einem blauen Kreis zeigen, werden über das Wochenende in allen Fahrzeugen und in U-Bahn-Stationen aufgebracht. Nicht nur optisch, sondern auch mit Durchsagen und auf den Überkopfanzeigen in den Haltestellen werden Fahrgäste auf die Corona-Maßnahme aufmerksam gemacht.

  • 04/09/2020, 11:26 AM

    Rotes Kreuz sucht auch Covid-19-Plasmaspender

    Rekonvaleszenzspende: So heißt ein Verfahren, mit dem Menschen, die durch SARS-CoV-2 erkrankt waren, potenziell Leben retten können. Das erfolgt über deren Blutplasma, das Antikörper gegen die Erreger enthält. Das Rote Kreuz sucht jetzt Spender, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Für die Plasmaspende wird ein Termin vereinbart (Blutspende-Hotline Tel.: 0800/190190).

  • 04/09/2020, 11:18 AM

    Sánchez: "Die EU ist in Gefahr"

    Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eindringlich vor einem Auseinanderfallen der Europäischen Union in der Folge der Corona-Krise gewarnt. "Die EU ist in Gefahr, wenn es keine Solidarität gibt", sagte der sozialistische Politiker am Donnerstag im Parlament in Madrid.

  • 04/09/2020, 11:17 AM

    Rotes Kreuz entwickelt Corona-App weiter

    Ist einer meiner Kontaktpersonen am Coronavirus erkrankt? Zeige ich bereits typische Symptome einer Coronavirus-Infektion? Die Stopp Corona-App des Roten Kreuzes gibt Antworten auf diese Fragen. Sie hilft mit einem Kontakttagebuch die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Wird man krank oder besteht der Verdacht, dass man sich mit Covid-19 infiziert hat, werden alle engen Kontaktpersonen über die App informiert und können sich so zuhause isolieren. Damit wird verhindert, dass sie unwissentlich weitere Personen anstecken.

    Zwei heute umgesetzte Updates sollen helfen, die Infektionskette noch schneller zu unterbrechen: User können den digitalen Handshake automatisch aktivieren und nach einem positiven Symptomcheck andere bereits bei Verdacht einer Covid-Erkrankung über die App informieren - bislang war das nur nach einer ärztlichen Bestätigung möglich.

  • 04/09/2020, 11:09 AM

    Juncker will EU-Schuldenaufnahme nicht ausschließen

    Der frühere EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zeigt sich aufgeschlossen für eine gemeinsame Schuldenaufnahme von EU-Ländern in Krisenfällen. Für eine kurzfristige Antwort auf die Notlage wegen der Coronavirus-Krise seien sogenannte Corona-Bonds jedoch nicht geeignet. Es würde "Monate und Monate" brauchen, um die nötige Finanzarchitektur dafür aufzubauen, so Juncker laut einem Medienbericht.

  • 04/09/2020, 11:06 AM

    Nationalbibliothek sammelt österreichische Webseiten zum Coronavirus

    Österreichische Internetseiten, die einen Bezug auf das Coronavirus aufweisen, werden von der Österreichischen Nationalbibliothek ÖNB) gesammelt. So sollen sie für die Zukunft archiviert werden. Über 1.500 Seiten wurden bereits im Webarchiv gespeichert, teilte die ÖNB mit.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.