ORF-Bewerber Thoma: "Ein Altersheim soll keine Jugendprogramme bauen“

Harald Thoma, Sohn der österreichischen Privat-TV-Legende, Helmut Thoma, sieht Möglichkeit für einmalige Gebühren-Senkung. Er will aber auch mehr Vermarktungsmöglichkeiten
Unternehmen fehlt Vision. Keine Gebührenerhöhung: "Wer in alle Töpfe greifen will, macht die Leute grantig“

An einem Hearing wird Harald Thoma jedenfalls teilnehmen. Mit anderen Kandidaten ist der einzige Bewerber aus dem Ausland um den Posten des ORF-Generaldirektors vom Neos Lab am Donnerstagabend zum Event „Wohin geht der ORF?“ eingeladen. Ob es für das entscheidende vor dem Stiftungsrat am Wahltag, dem 10. August, reicht, entscheidet sich in diesen Stunden.  Bewerber müssen von zumindest einem Stiftungsrat bis Freitag, um 12 Uhr, für das Hearing am Wahltag (10. August) eingeladen werden, um zum künftigen ORF-Chef gewählt werden zu können.
 
Der Sohn der österreichischen Privat-TV-Legende Helmut Thoma war  Programm Direktor bei den Pay-TV Channels 13thstreet und Studio Universal, hat die Breitband Video Plattform Absolutfilm gegründet, geleitet und zu einem erfolgreichen Exit  geführt. Darüber hinaus war er für Disney/ABC, Bertelsmann  und den Vermarkter Goldbach Media tätig. Derzeit vermarktet er DAB Radiosender in Deutschland.    „Dadurch, dass ich in drei Mediengattungen gearbeitet, sehe ich mich fachlich weiter vorn. Die Frage ist allerdings, ob fachliches Wissen hier überhaupt im Mittelpunkt steht. Eine Nichtberücksichtigung von Bewerbern, die nicht aus dem ORF kommen, würde den ganzen Findungsprozess für sich stark in Frage stellen“, sagt der Medienmanager. „Der ORF gehört der Allgemeinheit, Kompetenz sollte da wohl eine Rolle spielen.“
 

Kommentare