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Chronik Wien
01/08/2021

Corona: Massenimpfungen in den Spitälern starten

Im Wiener AKH startet die flächendeckende Immunisierung des Personals. Die Unterschiede in den einzelnen Bundesländern.

von Josef Gebhard, Matthias Nagl, Petra Stacher, Michael Pekovics, Daniela Kittner, Katharina Zach

Auch beim Impfen gegen das Coronavirus ist das Tempo der einzelnen Bundesländer unterschiedlich. Ein Überblick:

Wien

Anfang der kommenden Woche startet in Wiens Spitälern die  Impfung des Spitalspersonals, allen voran im AKH, wo innerhalb von sechs bis acht Wochen 7.000 Mitarbeiter geimpft werden sollen. Wie es dann weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) rechnet damit, dass die Massenimpfungen im zweiten Quartal beginnen. Dabei wird der Schwerpunkt wohl eher auf Impfstraßen und weniger bei Ordinationen liegen.  Ab 18. Jänner kann man sich  auf einer Online-Plattform vormerken lassen.  

Niederösterreich

In den 27 Landes- und Universitätskliniken starten mit heute, Freitag, die flächendeckenden Impfungen der rund 21.000 Mitarbeiter – je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes. In einigen Landespflegeheimen wird bereits seit Dienstag geimpft. Im Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) geht man davon aus, bis Ende nächster Woche 18.500 Dosen verimpft zu haben. Bei der Immunisierung der Risikogruppen  und  der breiten Bevölkerung setzt man auf die Hausärzte. Details wie ein Anmeldesystem werden derzeit verhandelt.

Burgenland

Die Impfungen in den Krankenhäusern haben heute begonnen. Zunächst stehen 120 Dosen für die Spitäler Eisenstadt und Oberwart zur Verfügung, Mitarbeiter von Isolier- oder Intensivstationen sind zuerst dran.  Derzeit wird erhoben, wie viele Impfdosen benötigt werden. Nach der Meldung am 11. Jänner soll eine Woche später mit dem Impfen des  Personals, das dazu bereit ist, begonnen werden. Seitens des burgenländischen Krankenhausbetreibers Krages werden auch auftretende Nebenwirkungen dokumentiert.

Steiermark

In der Steiermark stehen bis Ende Jänner 22.000 Impfdosen zur Verfügung.  3.000 davon gehen bereits diese Woche an Menschen in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Danach wird weiter an der Strategie des Bundes festgehalten, heißt es vom Land. Derzeit haben sowohl Pflegeheime als auch Krankenanstalten noch die Möglichkeit, die benötigten Impfdosen einzumelden. Je nachdem, wie viele übrig bleiben, werde man dann   die nächste Gruppe impfen: Risikopersonen und Personen kritischer Infrastruktur.

Kärnten

Nach der Beschleunigung auf Bundesebene passt auch Kärnten seinen Impfplan an. Bis Ende kommender Woche will das Land mit dem Impfen in Pflegeheimen bereits fertig sein – alle, die geimpft werden wollen, sollen bis dahin die erste Dosis bekommen. Von den 6.000 Bewohnern und 3.000 Mitarbeitern werden dann mehr als die Hälfte geimpft sein. Als nächste Gruppe sind die Bediensteten in den Krankenanstalten an der Reihe. Nicht verbrauchte Impfdosen sollen an alte Menschen, die zu Hause wohnen, verabreicht werden.

Oberösterreich

Das Land OÖ agiert in drei Phasen: In der ersten wird im Jänner neben Bewohnern und Mitarbeitern in Alten- und Pflegeheimen auch das Personal der Krankenanstalten geimpft. Im Februar soll Phase II starten. Vorrang haben dann Risikopersonen und Personen kritischer Infrastruktur. In Phase III ab April sollen dann so viele Impfstoffe zur Verfügung stehen, dass die Allgemeinbevölkerung an der Reihe ist. Bestellt werden laut Land so viele Dosen wie  maximal vonseiten des Bundes möglich ist. Nach derzeitigem Stand rund 40.000.

Salzburg

In den Spitälern wird bereits am heutigen Freitag geimpft. Rund 2.000 zusätzliche Dosen, die das Land vom Bund zugesagt bekommen hat, sollen an das medizinische Personal – vor allem auf den Covid-Stationen – verabreicht werden. Das Interesse sei groß. Abgesehen von dieser Aktion will sich das Land an den Impfplan des Bundes halten. Die Organisation von Impfstraßen und mobilen Impfteams  ist in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und  den Apotheken schon weit vorangeschritten, heißt es vom Land.

Tirol

Am Mittwoch hat das Land die mehr als 12.000 verfügbaren Impfdosen beim Bund abgerufen.  Davon sind rund 6.000 Impfungen für Alten- und Pflegeheime bestimmt. Diese Woche finden dort bereits Impfungen statt. Die andere Hälfte der Dosen ist für das medizinische Personal auf den Covid-Stationen in den Spitälern sowie für das  medizinische Personal in den Ordinationen der niedergelassenen Ärzte vorgesehen.    Nach Verfügbarkeit will das Land zeitnah weitere Impfdosen für Risikopersonen außerhalb der Pflegeheime bereitstellen.

Vorarlberg

Zwischen  Freitag und Sonntag wird das Gesundheitspersonal in den fünf Spitälern des Landes und im niedergelassenen Bereich – Apotheken, (Zahn-)Arztpraxen   sowie  Rotes Kreuz – geimpft. Insgesamt werden rund 4.000 Impfdosen in dieser Zeit verabreicht. Für die Apotheker, Ärzte und Sanitäter stehen  die Dosen in der Impfstraße des  Dornbirner Messegeländes bereit. In 15-Minuten-Slots können je 20 Personen immunisiert werden.  Für die Impfung der breiten Bevölkerung ist ein ähnliches System geplant.

Mitarbeit: Verena Huber

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