Die coolsten Plätze Österreichs: Frieren in der Hitzewelle
Bis zu 40 Grad, punktuell sogar bis zu 41 Grad, werden für Samstag und Sonntag im Osten Österreichs erwartet. Das sind absolute Rekordwerte - nicht nur für Juni, sondern überhaupt.
Hier einen kühlen Kopf zu bewahren, ist gar nicht so einfach, doch es gibt sie, die kalten Plätze, an denen man auch mitten in der Hitzewelle friert.
Minus 11 Grad: Schneesauna
Üblicherweise schwitzt man in einer Sauna, aber in Bad Tatzmannsdorf (Burgenland) haben findige Menschen das Prinzip umgedreht: In der Avita-Therme verspricht eine Sauna mit Pulverschnee Abkühlung. Und was für eine: Minus 5 bis minus 11 Grad kalt ist es dort.
Minus 2 Grad: Rieseneishöhle
Konstant unter dem Gefrierpunkt liegt die Temperatur in der Rieseneishöhle auf der oberösterreichischen Seite des Dachsteins. Die Führungen dauern rund 50 Minuten.
1 Grad bis 10 Grad: Frieren wie 007
Auf rund 3.000 Metern Seehöhe liegt die James Bond Erlebniswelt im Gaislachkogl, einem Drehort von „Spectre“ im Tiroler Sölden. Das ist nicht nur für Fans von 007 spannend, sondern auch wegen des Umstandes, dass das Ausstellungsgebäude nicht beheizt ist. Die Temperaturen liegen dort gewöhnlich zwischen 1 und 10 Grad.
8 Grad: Heilklimastollen
Grundsätzlich ist ein Heilklimastollen wie jener in Bad Bleiberg (Kärnten) zur Linderung von Atemwegserkrankungen oder Allergien gedacht. Doch eine konstante Temperatur von 8 Grad wäre wohl für jedermann in der Hitzewelle verlockend. Aber Achtung: Die Luftfeuchtigkeit beträgt 99 Prozent.
13 bis 25 Grad: Kirchen
Kirchen, die vor 1750 errichtet wurden, gelten aufgrund ihrer Bauweise als potenziell kühl. Die Erzdiözese Wien hat eine Aufstellung, wie hoch die Temperaturen in Österreichs Gotteshäusern sind.
- Der Dom in Gurk (Kärnten) ist mit derzeit 17,5 Grad das kälteste Gotteshaus.
- Im Klagenfurter Dom werden derzeit 19 Grad gemessen.
- Im Wiener Stephansdom gibt es derzeit 23 Grad, das liegt allerdings auch an den Toren, die wegen der Besucherinnen und Besucher permanent offen sind. Echte Abkühlung bringt aber ein Abstieg in die Krypta, sie ist 13 Grad kühl.
- Der Mariendom in Linz liegt derzeit bei 25 Grad.
Um 5 Grad kühler als draußen: Straßenbahn, U-Bahn, Bus
64 Prozent der Wiener U-Bahnen und Straßenbahnen verfügen über Klimaanlagen, die U6 sowie alle Busse sind ausnahmslos gekühlt. Doch wie stark werden die Fahrzeuge abgekühlt? Um nicht mehr als 5 Grad, erläutern die Wiener Linien: Wenn es draußen also um die 37 Grad sind, soll es in den Öffis 32 Grad haben. Der geringe Unterschied wird mit "Wohlfühltemperatur für alle", aber auch Technik begründet.
Ab Juli zeigt eine App zudem an, wo gerade klimatisierte Garnituren unterwegs sind.
Das Hitzetelefon 0800/880-800 ist aus ganz Österreich kostenlos erreichbar
(Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr; Samstag von 8 bis 20 Uhr; Sonntag von 8 bis 18 Uhr)
Tipps gegen die Hitze:
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
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