Adelheid Ebner, SPÖ, Bürgermeisterin, Gutenbrunn, Bezirk Zwettl, Waldviertel

© JüRGEN ZAHRL/Jürgen Zahrl

Große Mehrheiten
02/24/2013

Die Hochburgen der Parteien

Fraktionen legen sich ins Zeug, um ihre stärksten Gemeinden zu verteidigen

von Johannes Weichhart, Gilbert Weisbier, Markus Foschum, Jürgen Zahrl

Solche Gemeinden machen einem einfach nur Freude. Allerdings legen sie uns die Latte auch ordentlich hoch“, sagt Jürgen Maier, ÖVP-Spitzenkandidat im Bezirk Horn über die Gemeinde Röhrenbach. Sie war mit einem ÖVP-Anteil von 86,86 Prozent bei der Landtagswahl 2008 die „schwärzeste“ Gemeinde in Niederösterreich.

„Das hängt mit der ländlichen Struktur zusammen, ist aber sicher das Verdienst von Bürgermeister Gernot Hainzl und seinem Team. Es freut mich besonders, dass wir mit Verena Hainzl eine Landeslisten-Kandidaten in Röhrenbach haben“, sagt Maier.

Verteidigen wollen auch die Sozialdemokraten ihre SPÖ-Hochburgen. Neben Bärnkopf mit 61,85 Prozent zählt Gutenbrunn mit 52,56 Prozent, beide Orte im Bezirk Zwettl, zu den roten Gemeinden Niederösterreichs. „Wir haben für alle Bevölkerungsschichten ein interessantes Programm geschnürt“, sagt Adelheid Ebner, SPÖ-Kandidatin und Gutenbrunns Bürgermeisterin. Wichtig sei eine flottere Verkehrsanbindung für das Waldviertel, ein zusätzliches Betreuungsangebot für Kleinstkinder und Senioren sowie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

„Fritz, nimm die Blumen für deine Frau mit. Du hast sicher wieder einmal den Valentinstag vergessen.“ Gelächter im schwer verrauchten „City Pub“ in Blindenmarkt, Bezirk Melk. Martin Huber hat soeben das Lokal betreten und sofort einen lockeren Spruch parat. Es ist ein Heimspiel für den FPÖ-Landesgeschäftsführer, den die meisten kennen und viele für seine natürliche Art schätzen. Huber verteilte am Valentinstag Blumen, ein Routinetermin in Zeiten des Intensiv-Wahlkampfs. Der Heimatort des FPÖlers ist gleichzeitig die Hochburg der Freiheitlichen in Niederösterreich. Satte 29,4 Prozent erreichten die Blauen, ein Spitzenwert. „Wenn nicht hier, wo sonst“, sagt Huber. Er hat bereits stressige Wochen hinter sich, turbulente Tage werden noch folgen. Trotzdem versucht der Parteimanager, abends immer daheim zu sein. „Meiner Frau zuliebe“, wie er sagt.

Es grünt so grün – im Bezirk Mödling. Während es landesweit bei der Wahl 2008 6,91 Prozent für die Grünen gab, fuhr man im Bezirk Mödling 12,82 Prozent ein. In der Bezirkshauptstadt waren es sogar 16,62 Prozent und den Rekord stellte die kleine Wienerwald-Gemeinde Laab im Walde mit 17,39 Prozent auf. „Der urbane Touch ist hier größer und eine Voraussetzung, dass wir mit unseren Botschaften besser ankommen. Die Leute sind nachhaltigen Themen gegenüber hier anscheinend aufgeschlossener“, sagt Spitzenkandidat Gerhard Wannenmacher, der in Mödling auch Vizebürgermeister ist. „Der urbane Raum ist aber kein grünes Schlaraffenland. Wir sind auch gefordert und müssen aktiv bleiben.“

Plafond

Der Plafond ist für Wannenmacher noch nicht erreicht: „Wir haben uns als politische Kraft etabliert, aber wir können und wollen uns noch verbessern. Im politischen Kräftespiel wollen wir mehr als ein Kommentator sein, sondern mitspielen.“

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