Ukraine-Krise führt zu Preissprung bei Öl und Erdgas

Ölförderung
Gas ist in Folge der Nachricht von dem russischen Angriff auf die Ukraine um 30 Prozent teurer geworden, der Ölpreis stieg auf über 100 Dollar.

Der Ölpreis hat in Folge der Nachricht von dem russischen Angriff auf die Ukraine einen Sprung um fast acht Prozent nach oben gemacht. Erstmals seit dem September 2014 überstieg der Handelspreis für ein Fass der Nordseesorte Brent am Donnerstag über 100 Dollar, um 16 Uhr notierte er bei 103,05 US-Dollar. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 7,8 Prozent auf 99,48 Dollar. Nach einer Verdopplung im Jahr 2021 hat der Ölpreis somit heuer bereits um weitere 30 Prozent zugelegt.

Noch stärker war der Anstieg beim Gaspreis. Nach einer Zunahme um etwa 20 Prozent auf 87,45 Euro pro Megawattstunde (MWh) am Mittwoch, gab es am Donnerstag am Amsterdamer Spotmarkt einen Sprung um weitere dreißig Prozent auf 118 Euro je Megawattstunde (MWh).

Russland ist einer der größten Exporteure von fossilen Energieträgern, sowohl von Öl, als auch von Erdgas. Für Europa ist der staatlich kontrollierte Gazprom-Konzern der mit Abstand wichtigste Einzellieferant. Sanktionen gegen den russischen Energiesektor wären deswegen für Europa wirtschaftlich schmerzhaft.

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