Fragwürdige Methoden einer österreichischen Auskunftei

Fragwürdige Methoden einer österreichischen Auskunftei
Das Unternehmen CRIF soll laut Datenschutzbehörde bestimmte Bewertungszugänge offenlegen. Das geht aus fünf Bescheiden hervor.

„Was macht CRIF Österreich? CRIF identifiziert Personen und Unternehmen zuverlässig und liefert trennscharfe Informationen über deren Bonität. Diese Bonitäts- und Unternehmensinformationen sind nicht nur wichtig für Banken, Versicherungen und Leasinggesellschaften, sondern auch für den Handel, den eCommerce und die Telekommunikationsbranche“, heißt es auf der Homepage der Auskunftei CRIF. „Durch die intelligente Verknüpfung von Daten kann CRIF innerhalb weniger Sekunden überprüfen, ob eine Person existiert und welche Bonität zu dieser Person prognostizierbar ist.“

An dieser Geschäftsgebarung sind jetzt Zweifel aufgetaucht. Nach dem Datenskandal bei der Post, bei dem Personen eine parteipolitische Affinität zugeordnet wurde, wollte Andreas H. (Name geändert) auch von der Kreditauskunftei CRIF wissen, was sie über ihn gespeichert hat. Als Antwort bekam er die Information, dass nur Vor- und Nachname, das Geburtsdatum und der Wohnort gespeichert sind. Zugleich wurde ihm mitgeteilt, dass seine Bonität einmal 550 bis 574 Punkten, ein anderes Mal mit 525 bis 549 Punkten ausgewiesen wurde. Dazu muss man wissen, dass der CRIF-Wert 700 die höchste Bonitätsstufe ist, und 250 offenbar die niedrigste.

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