Apple-Chef Tim Cook

© Screenshot / Apple

Wirtschaft
12/28/2021

Das sind die 20 größten Konzerne der Welt

Vor allem amerikanische Tech-Unternehmen haben heuer die Konkurrenz weit hinter sich gelassen.

An den Börsen ist es heuer steil bergauf gegangen. Profitiert haben davon vor allem amerikanische Technologiekonzerne. Die drei wertvollsten Unternehmen der Welt sind jetzt Apple, Microsoft und die Google-Mutter Alphabet (siehe unten). Laut Daten von Bloomberg und dem Handelsblatt Research Institute haben sie zusammen einen Börsenwert von 6,4 Billionen Euro. Damit sind diese drei Firmen zusammen mehr wert, als die 50 größten Unternehmen der Euro-Zone. 

Ähnlich beeindruckend ist die Wertsteigerung in den vergangenen zwölf Monaten. Hier gab es einen Anstieg um 2,2 Billionen Euro. Zum Vergleich: Die 40 im deutschen Leitindex DAX gelisteten Unternehmen sind mit insgesamt 1,86 Billionen Euro bewertet.

Aber auch abseits dieser drei Riesen dominieren die USA die Bestenliste: Die einzigen nicht-amerikanische Unternehmen in den Top Ten sind der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco auf Platz Vier und TSMC aus Taiwan. Tech-Konzerne belegen sechs der zehn Spitzenplatzierungen. Die ersten Europäer finden sich auf Rang 18: Der französische Luxusgüterkonzern LVMH, zu dem Marken wie Louis Vuitton und Moet Hennessy gehören, hat im vergangenen Jahr um 38 Prozent an Wert zugelegt.

Vergleichsweise abgeschlagen ist auch die chinesische Wirtschaft. Mit dem Technologiekonzern Tencent auf Platz 11 und dem Branntweinhersteller Kweichow Moutai auf Rang 18 sind nur zwei chinesische Firmen in den Top 20. Gründe gibt es dafür mehrere. Zum einen hat die chinesische Regierung im letzten Jahr begonnen, den ehemals weitgehend unregulierten Tech-Sektor stärker an die Kandare zu nehmen. Das hat ihre Geschäftsmöglichkeiten teils empfindlich beschnitten und bei Anlegern für Verunsicherung gesorgt. Ein besonders drastisches Beispiel ist Alibaba. Die Aktie des Konzerns hat seit Oktober 2020 fast die Hälfte seines Werts verloren.

Auch bei Börsengängen redet Peking vermehrt mit. Erst diese Woche wurden die Regeln für Börsengänge im Ausland erneut verschärft. Drittens gibt es in China eine Liquiditätskrise im Immobiliensektor. Große Konzerne wie Evergrande können ihre Schulden teilweise nicht bedienen. Dazu kamen Engpässe in der Stromversorgung, die zu Rückschlägen im produzierenden Bereich geführt haben. Da viele Investoren in diesem Umfeld um ihr Geld fürchten, floss mehr als eine Billion Euro vom chinesischen Aktienmarkt ab.

Profitiert haben davon vor allem Amerikaner. Aktien europäische Unternehmen waren an den Börsen hingegen vergleichsweise weniger gefragt. Ein Grund dafür ist, dass die Stärken der europäischen Wirtschaft in vergleichsweise traditionellen Sektoren liegen. Dazu kommt, dass einige Weltkonzerne - wie etwa Bosch und Böhringer aus Deutschland - nicht börsennotiert sind.

Billiges Geld

Die teils enormen Kursanstiege sind aber auch der Niedrig- und Nullzinspolitik vieler Notenbanken geschuldet. Denn Anleger, die keine Zinsen mehr bekommen, bringen ihr Geld vermehrt an die Börse. Attraktiv sind dort einerseits Unternehmen mit spektakulären Zukunftsversprechen - wie etwa Tesla -  oder andererseits solche mit hohen Renditen - wie etwa der Luxusgüterkonzern LVMH. Auch sind die Vermögen seit Ausbruch der Corona-Pandemie weiter gewachsen, unter anderem, weil die Konsummöglichkeiten eingeschränkt sind.

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