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Das sind die Fitness-Trends 2017
01/07/2017

Das sind die Fitness-Trends 2017

Die guten Vorsätze wollen eingehalten werden, so lange sie noch frisch sind. Tipps und Trend-Prognosen von Fitness-Kolumnistin Laila Daneshmandi.

von Laila Daneshmandi

Wer jedes Jahr mit seinen sportlichen Vorsätzen bei Null anfangen muss, hat etwas falsch gemacht. Entweder war noch nicht das richtige Training auf dem Fitnessplan, oder man ist nicht lange genug dran geblieben. Beim richtigen Training kommt es nämlich nicht darauf an, möglichst schnell fit zu werden – oder besser gesagt, sich fertig zu machen. Viel wichtiger ist, sich so gefordert zu fühlen, dass man zwar ins Schwitzen kommt, aber nicht so erledigt ist, dass die nächste Trainingsstunde gefürchtet wird. Sporteln soll Spaß machen und den Körper mit Glückshormonen fluten. Manchen gelingt das besser mit soften Methoden wie diversen Yoga-Variationen oder den neuerdings trendigen Evolution-Trainings, die sich auf ursprüngliche Bewegungen besinnen und uns auf allen Vieren kraxeln lassen. Andere brauchen mehr Dynamik für den Glücks-Kick – entweder zu Disco-Sounds in Retro-Aerobic-Stunden oder mit Fitnessgruppen, die sich mit ausgefallenen Zirkel-Übungen schinden.

Ob mit oder ohne Fitnesstracker, bleibt jedem selbst überlassen: Für manche kann so ein Schrittzähler oder Pulsmesser ein zusätzlicher Motivationsfaktor sein. Umfragen zeigen aber, dass die Armbänder zumindest bei Hobbysportlern meist nach ein paar Wochen in einer Lade verschwinden.

So oder so ist entscheidend, lange genug dran zu bleiben und sich eine Routine anzugewöhnen. Studien zufolge dauert es im Schnitt zwei Monate bis eine neue Tätigkeit zur Gewohnheit wird. Je nachdem, wie viel Leidenschaft entfacht wird, geht’s bei manchen schneller, andere brauchen länger. Der Spaßfaktor ist jedenfalls essenziell dafür, dass man im nächsten Jahr nicht wieder bei Null anfangen muss.

Ursprünglich: Wieder Krabbeln wie ein Baby

Runter und auf allen Vieren vorwärts und rückwärts kraxeln – klingt kinderleicht? Von wegen. Natürliche, ursprüngliche Bewegungen sind im kommenden Jahr der größte Fitnesstrend. Und der ist auch schon in Österreich angekommen. So hat die Fitnesskette John Harris neuerdings Crawling in ihr Programm aufgenommen: Auf Händen und Knien zu krabbeln entlastet nicht nur die Wirbelsäule, sondern fordert vor allem unsere vom Büro geschundenen Körper.

Auf einem ähnlichen Konzept basiertMovNat, das in der Sporthalle Wienangeboten wird. Unter Anleitung von professionellen Trainern, Physiotherapeuten oder Sportmedizinern besinnt man sich auf ursprüngliche Bewegungen, zu denen auch Balancieren, Klettern, Tragen oder Werfen gehören. Die korrekte Ausführung der Bewegungen fordert nicht nur den Körper heraus, sondern auch die Konzentration.

Demnächst eröffnet in Wien das erste Studie der Fitnesskette Evo. Hier ist ebenfalls das Ziel, spielerisch Bewegungen zu trainieren, die in der Evolution des Menschen ganz natürlich waren und durch unser heutiges Alltagsleben vernachlässigt werden. All diese ursprünglichen Trainings haben gemeinsam, dass dafür keine Geräte benötigt werden.

Powertrainings: Schwitzen bis es nicht mehr geht

Hochintensive Kraft-Ausdauer-Trainings, bekannt als HIIT bleiben auch dieses Jahr beliebt und eignen sich vor allem für jene, die den Drill brauchen, um sich beim Sporteln gut zu fühlen. Inzwischen gibt es unzählige Möglichkeiten, sich bei solchen Work-outs auszupowern. Allerdings ist die korrekte Ausführung hier das Um und Auf – viele, die es damit übertreiben oder ohne Vorkenntnisse drauf lostrainieren, leiden schnell unter Gelenksproblemen oder Muskelfaserrissen und müssen längere Genesungspausen einlegen.

Die meisten Trainings funktionieren ohne Geräte oder Gewichte und sind daher daheim umzusetzen. Beliebt ist etwa nach wie vor das Programm vonFreeletics, das auf einer App basiert und alleine daheim durchgeführt werden kann – es gibt aber auch etliche Gruppen, die sich zum gemeinsamen Drill treffen.

Beliebt ist nach wie vor Crossfit, das aus Zirkeltrainings mit diversen Gewichten (u.a. riesigen Reifen oder Seilen) besteht. In den vergangenen Jahren wurden reihenweise sogenannte Crossfit-Boxen eröffnet – bleiben werden wohl jene, die darauf achten, dass ihre Kunden nicht nur schnelle Effekte erzielen, sondern sich vor lauter Leistungsoptimierung keine langwierigen körperlichen Schäden antrainieren.

Strand-Workouts: Mit ein bisschen Beach-Feeling

Schwitzen schön und gut, aber damit man weiß wofür, sollte auch das Ambiente darauf einstimmen. Aqua-Fitness und Workouts im Sand sind wieder im Kommen und halten einem das Ziel der Bikini-Figur vor Augen. Schönstes Beispiel ist das Konzept der Sandbox-Fitness (siehe Foto unten), die es leider noch nicht von Los Angeles nach Österreich geschafft hat. Das Surfbrett ist auf einem wackeligen Untergrund montiert – das fordert die Tiefenmuskulatur und das Balancegefühl. Und darauf darf jetzt noch mit diversen funktionellen Übungen trainiert werden.

Ein ähnliches Konzept, nur ohne Sand bietet immerhinHolmes Placeschon mitFloat Fit, das aus England importiert wurde. Hier wird auf einer schwimmenden Trainingsmatte trainiert, also auch mit Balance-Herausforderung. Und das sogar als Kraft-Ausdauer-Training. Immerhin kann man zur Abkühlung gleich ins Wasser springen.

Und selbst das Radfahr-Training kann inzwischen ins Wasser verlegt werden: DieTherme Wien bietet mitAqua Cycleeine Art Spinning-Kurs im Wasser an. Das soll noch schonender für die Gelenke sein und damit nicht nur die Ausdauer trainiert wird, gibt es noch alternierend Kräftigungsübungen mit Geräten im Wasser.

Dance & Disco: Shaken bis der Speck schmilzt

Zumba war ein riesiger Hype, doch inzwischen wird das Latino-Tanztraining in immer weniger Studios angeboten. Dafür erlebt das klassische Aerobic aus den 80er Jahren ein Revival, am besten in knalligen Outfits und zu motivierenden Disco-Hits. Hauptsache, man bringt den Kreislauf in Schwung und schwitzt die Fettpölsterchen runter. Variationen davon bietet etwa das Tanzstudio Loft21 mit dem Programm Cheerfitness, wo Elemente aus dem Cheerleading in das Fitnesstraining eingebaut sind. Wer lieber zu Schlager-Hits schwitzt, wird hier ebenfalls fündig.

Viele suchen neue Herausforderungen mit dem gewissen Extra und da gibt es immer mehr Angebote: Etwa, indem die ohnehin schon anstrengenden Aerobic-Bewegungen auf ein Trampolin verlegt werden. BeimJumping schwingen Arme und Beine, während hüpfend Choreografien nachgemacht werden – das strafft den Körper und lässt die Schwimmreifen schmelzen.

Ähnlich funktioniert das etwas weniger verbreitete Training mit den Kangoo-Jumps: Statt eines Trampolins hat man allerdings spezielle Schuhe an, die an Eislaufschuhe erinnern – nur wurden die Kufen durch Blattfedern ersetzt und man hüpft die Aerobic-Übungen wie ein Känguru nach.

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