Style
21.06.2017

Darf man als Hochzeitsgast Schwarz tragen?

Stilberaterin Maria Hüngsberg verrät Tipps für das perfekte Outfit.

Dass Weiß der Braut vorbehalten ist, weiß jeder Gast. Doch wie steht es um die andere Nichtfarbe Schwarz? Hier scheiden sich nach wie vor die Geister. Während die einen am liebsten auf den Klassiker setzen, empfinden andere Schwarz als zu düster für solch einen Anlass. Der KURIER hat bei Stilberaterin Maria Hüngsberg nachgefragt, ob man im kleinen Schwarzen auf Hochzeiten ins modische Fettnäpfchen tritt.

Unterschied zwischen Standesamt und Kirche

"Das frühere Tabu, bei Hochzeiten Schwarz zu tragen, ist nicht mehr aufrechtzuerhalten", sagt Hüngsberg. Jedoch sei die Farbe nach wie vor nicht ideal für das Outfit eines Hochzeitsgastes. "Ich empfehle zur kirchlichen Trauung helle und elegante Kleidung. Ob Cocktailkleid oder Kostüm, ist einem selbst überlassen." Auch sei das Motto der jeweiligen Hochzeit zu berücksichtigen.

Weniger streng sieht die Modeexpertin die Farbenwahl bei standesamtlichen Trauungen. Hier sei an einem eleganten schwarzen Kleid nichts auszusetzen. "Mit fröhlichen, eleganten Accessoires, zum Beispiel einem farbenfrohen Tuch, Schuhen und einer Clutch in einer feierlichen Farbe, kann man dem schwarzen Kleid die nötige festliche Note geben", verrät Hüngsberg.

Bei der Länge des Kleides sei zu beachten: Knielang oder bodenlang entspricht dem Anlass. Mini nicht.

Bei Männern ist es umkompliziert

Männliche Hochzeitsgäste haben es bei der Wahl ihres Outfits wie so oft etwas einfacher. Für sie sei es vollkommen in Ordnung in Schwarz an der Trauung teilzunehmen. Die Expertin empfiehlt: "Kombiniert der Gast seinen schwarzen Anzug mit einem einfarbigen, weißen oder hellen Hemd ohne Muster und mit einer festlichen Krawatte (entweder einfarbig oder mit dezentem Muster), kann nichts mehr schief gehen."