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01/26/2021

Als erste First Lady: Mit dieser Tradition brach Melania Trump kurz vor Schluss

Anstelle eines traditionellen Treffens mit der neuen First Lady gab es für Jill Biden nur eine "kurze Begrüßungsnotiz" von Melania Trump.

Es ist eigentlich Tradition, dass der scheidende US-Präsident einen Brief für seinen Nachfolger im Weißen Haus hinterlässt und die scheidende First Lady ihrer Nachfolgerin eine Tour durch das Weiße Haus gibt. Da das Verhältnis von Donald Trump zu den Bidens als angespannt gilt, wurde bereits im Vorfeld der Amtsübergabe spekuliert, dass die Trumps mit der langjährigen Tradition brechen könnten.

Melania Trump brach mit langer Tradition

Spekulationen, die sich zum Teil bewahrheitet haben. Eigentlich ist es zudem Usus, dass die scheidende First Lady Wochen, bevor der neu gewählte Präsident und seine Familie ins Weiße Haus einziehen, die zukünftige First Lady zum Tee trifft, so Autorin Kate Andersen Brower gegenüber Washington Post. Auch eine persönlichen Tour durch das Weiße Haus steht bei diesem Termin an, "während die eine das Haus zeigt, das sie der anderen übergeben will", schreibt Brower.

Die Autorin stellt fest, dass diese Treffen oft angespannt sind. Betty Ford, die Ehefrau des 38. US-Präsidenten Gerald Ford, formulierte es einmal so: "Egal, wer dir folgt, du weißt, dass sie es nicht verdient haben, dort zu sein."

Im Falle von Melania Trump fiel das traditionelle Treffen der First Ladys ganz ins Wasser.

Michael LaRosa, der Pressesekretär von Jill Biden, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Führung durch das Weiße Haus tatsächlich nicht stattgefunden habe. "Wir haben nichts vom Büro der First Lady gehört", stellte dieser auch gegenüber USA Today klar.

Eine Quelle sagte indes schon vor einiger Zeit der New York Times, dass es für Melania und Biden "keinen Sinn machen würde", sich zu treffen, da Präsident Trump immer noch dem Glauben erliegt, die Wahl gewonnen zu haben.

Es sei das erste Mal in der modernen Geschichte, dass eine First Lady mit dieser Tradition gebrochen hat, berichten US-Medien.

"In der modernen Geschichte hat es immer eine Einladung gegeben. Das geht mindestens bis zu Bess Truman und Mamie Eisenhower (1952) zurück", wird Kate Andersen Brower von USA Today zitiert. Anita McBride, Stabchefin der früheren First Lady Laura Bush, erklärt, dass es bei dem Brauch darum gehe, Einheit und Kontinuität zu vermitteln. "Es ist einer der sichtbareren Bräuche, der zu einer Tradition geworden ist", so McBride.

Melania Trump hinterließ Jill Biden lediglich kurze Notiz

Melania Trump soll Dr. Jill Biden stattdessen lediglich eine Nachricht hinterlassen haben. Eine mit der Situation vertraute Quelle soll gegenüber CNN bestätigt haben, dass das ehemalige Model seiner Nachfolgerin eine "kurze Begrüßungsnotiz" hinterlassen habe. Der genaue Inhalt sei allerdings unklar.

Die Familie Biden akzeptiere Melania Trumps Entscheidung, auf ein Treffen mit Jill Biden zu verzichten, deutete Ashley Biden, Tochter von Joe und Jill Biden, in einem Interview in der Today Show an."Nein, ich glaube nicht, dass sie das traditionelle Protokoll einhalten, was schade ist", sagte sie vor der Amtsübergabe, fügte aber hinzu: "Wir sind alle damit einverstanden."

Donald Trump: "Großzügiger Brief" an Joe Biden

Donald Trump hingegen soll seine Pflicht erfüllt und Joe Biden einen Brief geschrieben haben. "Der Präsident hat einen sehr großzügigen Brief geschrieben", soll der neue US-Präsident laut CNN gegenüber Reportern bestätigt haben. "Weil es privat war, werde ich nicht darüber reden, bis ich mit ihm rede", wird Biden weiter zitiert. Ein hochrangiger Trump-Berater beschrieb den Brief gegenüber CNN als "persönliche Notiz", die für den Erfolg des Landes und die neue Regierung betet.

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