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Steuer-Affäre
07/31/2013

Hoeneß schweigt zu Anklageerhebung

Bayern-Präsident: "Ich sage nichts dazu, weil es nichts zu sagen gibt."

Nach der Anklageerhebung gegen seine Person wegen Steuerhinterziehung hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß eine Stellungnahme abgelehnt. "Ich sage nichts dazu, weil es nichts mehr dazu zu sagen gibt. Es steht alles in der Pressemitteilung des Oberlandesgerichts", zitierte die "Bild"-Zeitung (Mittwoch) den Vereinspräsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft München II nach monatelangen Ermittlungen Anklage gegen Hoeneß erhoben.

Einzelheiten zu dem spektakulären Fall wurden unter Verweis auf die in Steuerstrafverfahren geltenden besonderen Geheimhaltungspflichten aber nicht mitgeteilt. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Anklage-Entscheid frühestens im September

Justiz-Sprecherin Andrea Titz verwies in ihrer Mitteilung ausdrücklich auf den Umfang der Ermittlungsakten, die nun die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II beschäftigen werden. "Angesichts des Umfangs der Ermittlungsakten" und der Tatsache, dass der Verteidigung zunächst eine Äußerungsfrist von einem Monat zugebilligt worden sei, sei mit einer Entscheidung über die Zulassung der Anklage voraussichtlich frühestens Ende September zu rechnen, hieß es.

Im Verein macht man Hoeneß jedenfalls die Mauer. Vor knapp drei Monaten hatte der Aufsichtsrat einstimmig ein Rücktrittsangebot abgelehnt. "Es bleibt weiter abzuwarten, zu welchem Ergebnis die gerichtliche Klärung dieses Steuerfalls und dieser Selbstanzeige kommt", befand Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber, der ehemalige bayerische Ministerpräsident und ehemalige CSU-Vorsitzende im "Münchner Merkur" (Donnerstag).

Rückendeckung hatte Hoeneß vor gut zwei Wochen auch von Adidas-Chef Herbert Hainer erhalten. "Ich bin der Meinung, dass es keinen Besseren für diese Position gibt", sagte der stellvertretende Vorsitzender des Bayern-Aufsichtsrates. "Diesen Äußerungen ist aktuell nichts hinzuzufügen", hieß es dazu am Mittwoch beim Sportartikelhersteller.

Abwarten ist angesagt im prominenten Steuerfall - auch bei den Spekulationen über eine möglicherweise in Aussicht stehende Bewährungsstrafe für Hoeneß. "Es gab und gibt keine Absprachen", betonte Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, in der "Abendzeitung" (Mittwoch).

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