Die Malediven gehören auf der Fernstrecke zu den Dauerbrennern.

© Dragana Heiermann

Reise

Die Trends im Winter: Die Reise führt abseits bekannter Pfade

Reisende wollen Neues kennen lernen, viel erleben und volle Flexibilität. „14 Tage reiner Badeurlaub“ wird weniger gebucht.

von Caroline Kaltenreiner

09/16/2019, 05:00 AM

Der österreichischen Reisebranche geht es gut, es war ein ruhiges Jahr, freut sich Walter Krahl, Geschäftsführer von Ruefa, denn die Österreicher zieht es weiterhin raus in die Welt und größere Katastrophen, die die Reiseströme beeinflussen blieben weitgehend aus. Nach einer kurzen Rückschau auf den Sommer 2019 – gebucht wurden beim Veranstalter vor allem die üblichen Destinationen Griechenland vor Spanien, Italien, Türkei und Ägypten – gibt Krahl eine Vorschau auf den Winter 19/20: Die Masse zieht es auf die Malediven, nach Thailand, Spanien, Mauritius und in die USA. Die Devise lautet mehr erleben, am besten abseits touristischer Pfade. Laut dem Tourismusprofi wissen Kunden mittlerweile, dass eine Pauschalreise nicht zwingend von der Stange ist, sondern auch individuelle Wünsche berücksichtigt. Und das wird auch in Anspruch genommen: „Immer mehr Urlauber wollen durch Orts- und Hotelwechsel das Beste aus ihrer Reise herausholen. 14 Tage Baden wird weniger.“

Wohin die Reise geht

Einen starken Aufschwung erlebt Ruefa bei Studienreisen. Immer mehr Leute finden sich in privaten Gruppen von sechs bis acht Personen zusammen und buchen einen eigenen Reiseleiter – vor allem auf der Fernstrecke. Als Beispiel nennt Krahl Japan, das früher aufgrund der Sprachbarrieren nur in großen Gruppen möglich war und heute auch individuell sehr gut zu bereisen ist. „Das macht uns zuversichtlich für die Zukunft, denn genau für so einen Service steht das Reisebüro. Wir können das sehr genau nachverfolgen und sehen, dass Kunden vermehrt auf unserer Onlineseite recherchieren, dort werden aber nur zwei bis drei Prozent der Reisen echt verkauft – gebucht wird im Reisebüro.“

Weitere Trends sieht der Ruefa-Boss in Zentralasien und Usbekistan, das mit der „alten“ Seidenstraße zurück kommt. Auch das Interesse an den Philippinen sei wieder da. In Thailand würden die Leute nicht mehr nur baden wollen, sondern buchen auch Aufenthalte in Lodges im Regenwald oder in Nationalparks. In Südamerika sieht Krahl großes Potenzial, darum hat Ruefa Guyana und Surinam ganz neu ins Programm aufgenommen.

Studienreisen gehen erstmals nach Montenegro, in den Kulturraum Galizien, nach Russland, Moldawien oder nach Weißrussland. Und beim Thema Naher Osten ist sich Krahl sicher: Sobald es wieder ein bisschen ruhiger wird, erholen sich Jordanien und Israel wieder. Details: Im Reisebüro, unter 0800 200 400 und auf ruefa.at

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