Reise
25.06.2018

Das schönste Haus "im" Neusiedler See

Nach dem Brand im Vorjahr ist das „Haus im See“ der Familie Eselböck wieder geöffnet.

Es geschah am 28. Juni 2017. Großbrand am südwestlichen Ufer des Neusiedler Sees auf der ungarischen Seite (Fertorákos). Neun Stelzenhäuser mit den schönen Strohdächern brannten völlig ab. Das Löschwasser der Feuerwehr zerstörte auch das „Haus im See“ der Familie Eselböck. „Es war ein Totalschaden. Um die Idylle zu erhalten haben wir alles renoviert, obwohl das mehr gekostet hat als ein Neubau“, erzählt Eveline Eselböck.

Vollbetrieb

Seit Mai, nicht einmal ein Jahr später, haben die burgenländischen Wirte, die ihr Haubenrestaurant Taubenkobel Tochter und Schwiegersohn übergaben, ihr romantisches Holzhaus wieder geöffnet. Das zweite, abgebrannte Gästehaus wurde zwar nicht mehr aufgebaut, doch im „Haus im See“ gibt es sieben einzigartige Zimmer. Liebe- und geschmackvoll – wie alles, was die Hausherrin gestaltet – sind sie eingerichtet. Die Farben Blau und Weiß ziehen sich durchs ganze Haus. „Früher war das eine Zollstation an der Grenze, wo zwei Zöllner, ein Österreicher und ein Ungar, gesessen sind und die Pässe kontrolliert haben“, erzählt Eveline, die Seele des Hauses.

Zu Fuß vom Parkplatz ist der Zugang auf einem Holzsteg (300 Meter), die Brand-Ruinen sind längst beseitigt. Am Ende steht das Haus mitten „im“ Neusiedler See – umgeben von Schilf und Wasser. Ein Paradies.

Die Holzböden knarren, das gehört zu einem Badehaus dazu. Wer auf Nummer 104 wohnt, kann in der Hängematte auf dem Balkon die Schifferln im See, das Treiben im Restaurant und an der Bar verfolgen.

Oder noch besser, gleich auf einer der bequemen Liegen auf der Terrasse die Seele baumeln lassen. Hier wird gespeist, getrunken, geredet, gefeiert, gelacht, gerastet, gesonnt, gelesen, gesungen und geschlafen, bevor man sich zu Mittag oder am Abend Lamm, Fisch oder ein dickes Steak vom Grill bei Kerzenlicht schmecken lässt.

Für Gäste, die übernachten, sind die Liegen gratis. Tagesgäste können sie um neun Euro reservieren. Langweilig wird hier niemandem: Stand-up-Paddeling (10 € p. Std.) oder mit dem Fährschiff (inkl. Rad) nach Mörbisch oder Rust schippern. Wer kein Fahrrad hat, kann sich in Rust beim Drahteselböck (drahteselboeck.com) eines ausborgen (auch E-Bikes). Zimmerpreise: 58 bis 88 € p. P. mit Frühstück. Reservierung für Zimmer, Restaurant oder Liegen: www.hausimsee.at, reservierung@hausimsee.at