Einsatz in Saint-Denis.

© APA/AFP/ERIC FEFERBERG

Live-Ticker

Terrorgruppe war zu weiterem Anschlag bereit

Mit der Razzia in Saint-Denis wurde offenbar ein weiterer Anschlag vereitelt. Drahtzieher der Anschläge in Paris Abdelhamid Abaaoud soll tot sein.

11/18/2015, 07:33 PM

  • Paris ist möglicherweise einem weiteren Terroranschlag entgangen. Die während einer Anti-Terror-Aktion in Saint-Denis überwältigte Gruppe sei bereit gewesen zu Aktionen, sagte der für Terrorismus zuständige oberste Staatsanwalt Francois Molins am Mittwoch in Paris.
  • Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, ist einem Zeitungsbericht zufolge tot. Das berichtete die Washington Post am Mittwoch unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Bei der Suche nach dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris, hatten Eliteeinheiten seit Mittwochmorgen eine Wohnung im Pariser Vorort Saint-Denis belagert. Es gab heftige Schießereien, mindestens zwei Menschen wurden getötet: eine Frau, die sich in die Luft sprengte und und ein Verdächtiger. Sieben Terror-Verdächtige wurden festgenommen. Fünf Polizisten wurden verletzt. Laut Polizei war ein neuer Anschlag in Paris geplant.
  • Der Pariser Staatsanwalt gab am Abend eine Pressekonferenz. Dabei schilderte er den Einsatz von heute Vormittag und schloss mit den entschlossenen Worten: "Wir sind wachsam, wie ganz Paris".
  • Abdelhamid Abaaoud sei nicht unter den bei einem Einsatz in Saint-Denis nördlich von Paris festgenommenen Verdächtigen gewesen. Die Identität der Getöteten werde jedoch noch ermittelt, so Molins.
  • Wegen eines Hinweises auf einen geplanten Sprengstoffanschlag wurde das am Dienstagabend angesetzte Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Niederlande kurzfristig abgesagt.
  • In Österreich soll es mehr Polizei-Rechte bei IS-Verdacht geben. Die ÖVP drängt auf raschen Beschluss, die SPÖ bremst und fordert mehr Kontrolle.
  • Beobachter melden, dass sich die Führung des IS aus ihrer Hochburg Raqqa zurückzieht.
  • Zwei Air-France-Maschinen wurden nach einer Bombendrohung umgeleitet. Ein Sprengstofffund blieb aus.
  • In Kopenhagen wurde der Flughafen nach einem "Koffer-Fund" evakuiert. Falscher Alarm.

Terrorgruppe war zu weiterem Anschlag bereit

  • 11/18/2015, 08:16 PM

    Wir schließen den Live-Ticker für heute, verabschieden uns von unseren Leserinnen und Lesern und wünschen einen ruhigen Abend.

  • 11/18/2015, 07:38 PM

    Staatsanwalt: Abaaoud nicht unter den Verhafteten

    Nun gibt es dazu doch noch ein Statement von Molins. Abdelhamid Abaaoud sei nicht unter den Verdächtigen gewesen, die bei einem Einsatz in Saint-Denis nördlich von Paris festgenommenen worden waren. Wie Molins bereits vorher schon gesagt hatte, wird die Identität der Getöteten erst noch ermittelt.

  • 11/18/2015, 07:30 PM

    PK zu Ende

    Die Ermittlungen fokussieren sich nun darauf, die Toten zu identifizieren. "Wir sind wachsam, wie ganz Paris", schließt Staatsanwalt Molins die Pressekonferenz, ohne auf die Meldung zum angeblichen Tod von Abdelhamid Abaaoud eingegangen zu sein.

  • 11/18/2015, 07:25 PM

    Selbstmordattentäterin noch nicht identifiziert

    Die Selbstmordattentäterin, die sich bei dem Einsatz heute Vormittag in die Luft gesprengt hatte, sei noch nicht identifiziert, so Molins. Derzeit könnte er noch keine genaue  Bilanz vorlegen, derzeit befänden sich drei Menschen in Haft.

  • 11/18/2015, 07:23 PM

    "Wahres Kriegsarsenal gefunden"

    Zurück zur Pressekonferenz von Staatsanwalt Molin. Seit Freitag seien 830 Polizisten und Sicherheitskräfte im Einsatz. Zu dem heutigen Polizeieinsatz im Pariser Vorort Saint Denis betonte, dass man äußerst vorsichtig habe vorgehen müssen, auch um das Gebäude, das gestürmt wurde, nicht zu beschädigen. Dann habe man Sondereinsatzkommandos geschickt. Die Terroristen das Feuer eröffnet, fünf Polizisten seien bei dem Einsatz verletzt worden.

    Bei dem Einsatz sei wahres Kriegsarsenal gefunden, darunter Kalaschnikows und Sprengstoff. Es gibt mehrere konspirative Wohungen, in Alfortville, in Bobigny und eine in Saint Denis. 

  • 11/18/2015, 07:18 PM

    Bericht: Mutmaßlicher Drahtzieher Abaaoud ist tot

    Unterdessen erreicht uns die noch unbestätigte Meldung, dass der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, tot ist. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf Geheimdienstkreise.

  • 11/18/2015, 07:16 PM

    Molin betont die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten. Es wurde mit drei Teams gearbeitet und im Zuge dessen seien drei Fahrzeuge der Attentäter identifiziert worden, die von einer belgischen Automobilagentur angemietet wurden.

  • 11/18/2015, 07:14 PM

    Seit letzten Freitag seien 830 Polizeikräfte im Einsatz, beginnt Molins. "Wir führen ohne Pause Ermittlungen durch", sagt er. Und: "Wir haben eine Terroristenzelle gesprengt. Mit großer Durchschlagskraft haben wir gegen sie gekämpft".

  • 11/18/2015, 07:12 PM

    Der Pariser Staatsanwalt Francois Molins tritt vor die Presse.

  • 11/18/2015, 06:43 PM

    Bruder von Attentäter zündet Kerzen für die Toten

    Mohamed Abdeslam, der Bruder des Selbstmordattentäters Brahim Abdeslam und des international gesuchten Salah Abdeslam, hat bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Terrors Kerzen auf seinem Balkon im Brüsseler Stadtteil Molenbeek aufgestellt.

  • 11/18/2015, 06:27 PM

    Rockband nach Terror in Paris: "Es lebe die Freiheit"

    Nach dem Massaker im Pariser Musikclub Bataclan meldete sich die US-Rockband Eagles of Death Metal heute erstmals zu Wort. In dem bewegenden Statement erinnern die Kalifornier an die Opfer des Terroranschlags und schließen mit den Worten: "Es lebe die Musik, es lebe die Freiheit." Eine Fan-Initiative will zudem einen Song der Band an die Charts-Spitze hieven.

    Mehr dazu hier

  • 11/18/2015, 05:56 PM

    Attentäter kommunizierten via Playstation 4

    Die Attentäter von Paris haben Medienberichten zufolge bei der Vorbereitung der Anschläge möglicherweise über die Chatfunktion der Spielekonsole Playstation 4 kommuniziert. Belgiens Innenminister Johan Jambon wies bereits vor den Anschlägen einmal  darauf hin, dass diese Form der Kommunikation die Sicherheitsbehörden bei der Überwachung vor extreme Herausforderungen stellt.

    Die Nutzer der Playstation 4 können sich über "Voice-Chat" in verschiedenen Spielen in Echtzeit via Kopfhörer und Mikrofon austauschen. Technische Grundlage dafür ist "Voice over IP", mittels derer Audiodaten in Echtzeit über das Internet übertragen werden können. Der Chat bietet dem Nutzer die Möglichkeit, mit mehreren oder einzelnen Mitspielern simultan über den Spielverlauf in sogenannten Multiplayer- oder Coop-Spielen zu kommunizieren.

    Die Überwachung dieser Kommunikation dürfte sich allein aufgrund der hohen Anzahl von verschiedenen Multiplayer-Spielen extrem schwierig gestalten, die jeweils eigene Chatkanäle anbieten.

    A controller for the new PlayStation 4 is on displ… Foto: AP/Jae C. Hong

  • 11/18/2015, 05:36 PM

    Mikl-Leitner: Ende der Willkommenskultur

    Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat zum Auftakt der zweitägigen Innenministerkonferenz des Salzburg Forums am Mittwoch in Sofia gefordert, dass Europa auf die Willkommenskultur verzichtet. Die Bekämpfung des Terrorismus und die Überwindung der Flüchtlingskrise sei eine Herausforderung, die kein Land allein schaffen kann. Die teilnehmenden Länder am Salzburg Forum wollen den Migrationsdruck in Südosteuropa eindämmen. "Europa kann keine Flüchtlinge mehr aufnehmen", erklärte Mikl-Leitner und forderte geordnete Registrierung und Unterbringung der Asylbewerber.

  • 11/18/2015, 05:02 PM

    Aufklärung um 19h erhofft

    Die Pariser Staatsanwaltschaft will heute Abend die Presse über den Ausgang des Anti-Terror-Einsatzes in der Vorstadt Saint-Denis informieren. Staatsanwalt Francois Molins will um 19.00 Uhr vor die Presse treten, teilte die Behörde mit.

    Die Identität der Toten und der Festgenommenen nach dem Einsatz in Paris standen nach Angaben von Molins zunächst nicht fest - unklar war deswegen, ob der gesuchte Abdelhamid Abaaoud sich tatsächlich in der Wohnung befand.  Der 28-jährige Belgier gilt als Drahtzieher der Anschläge in Paris vom Freitagabend mit 129 Toten.

  • 11/18/2015, 05:01 PM

    Facebook: Sicherheits-Check auch nach Anschlag in Nigeria

    Nach dem Einsatz während der Anschläge in Paris hat Facebook seinen Sicherheits-Check auch zu einem Bombenattentat in Nigeria eingeschaltet. Mit dem "Safety Check" können Facebook-Nutzer in Krisengebieten ihre Freunde beruhigen. Das Online-Netzwerk habe beschlossen, diese Funktion häufiger einzuschalten, schrieb Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch. Die Software fragt Facebook-Mitglieder bei Nutzung der Mobil-App des Netzwerks in der Nähe von Krisensituationen, ob sie in Sicherheit sind oder sich gar nicht in der betroffenen Gegend aufhalten. Die Information wird dann für ihre Facebook-Freunde sichtbar gemacht. In Paris machten nach den Anschlägen von Freitag nach Angaben von Facebook binnen 24 Stunden 4,1 Millionen Nutzer von der Möglichkeit Gebrauch. Das US-Unternehmen war dafür kritisiert worden, dass es den "Safety Check" in Paris aktivierte, aber nicht wenige Stunden zuvor nach einem Bombenattentat in Beirut mit über 40 Toten.

  • 11/18/2015, 05:01 PM

    Peta würdigt toten Polizeihund

    Nicht nur das Netz, auch die Tierschutzorganisation Peta trauert um Polizeihund "Diesel", der bei der Anti-Terror-Razzia in Saint-Denis ums Leben kam. In einem Kommuniqué hieß es: "Diesel gehörte keiner Religion an, stellte keine Bedrohung da und hatte keine Waffen, dennoch verlor er im Einsatz für Frankreichs Sicherheit sein Leben… Möge er in Frieden ruhen, gemeinsam mit den anderen unschuldigen Opfern dieses Terrors."

  • 11/18/2015, 04:49 PM

    IS tötet erneut Ausländer

    Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nach eigenen Angaben in Syrien zwei ausländische Geiseln getötet. Dabei handelt es sich offenbar um einen Norweger und einen Chinesen. Die am Mittwoch verbreitete neue Ausgabe des IS-Internetmagazins „Dabiq“ zeigt Bilder von den Leichen der beiden Gefangenen. Daneben steht auf Englisch: „Hingerichtet“. Weitere Angaben machen die Extremisten nicht.

     

  • 11/18/2015, 04:41 PM

    Bild von Flugzeug-Bombe?

    Der IS veröffentlicht in seinem Internet-Magazin ein Bild einer Getränkedose, in dem angeblich die Bombe versteckt war, die am 31. Oktober eine russische Passagiermaschine über Ägypten zum Absturz gebracht hat.  Auf dem Foto sind eine Dose des Erfrischungsgetränks Schweppes Gold zu sehen sowie Bauteile, die ein Zünder und ein Schalter sein könnten. Außerdem zeigt das Magazin ein Foto von Pässen, die angeblich russischen Passagieren gehört haben sollen. Die Echtheit der Aufnahmen konnte nicht überprüft werden. This undated image made available in the Islamic S… Foto: AP/Uncredited

    Bei dem Flugzeugabsturz starben 224 Menschen. Der russische Geheimdienst geht auch von einem Bombenattentat aus.

  • 11/18/2015, 04:36 PM

    Schweden hebt Gefahrenstufe

    Die schwedische Sicherheitspolizei hat die Warnstufe von "erhöhte Bedrohung" (3) auf "hohe Bedrohung" (4) angehoben. Es ist die zweithöchste Gefahrenstufe auf der Skala. Die Entscheidung basiert auf Unterlagen des Nationalen Zentrums zur Beurteilung von Terrorgefahren (NCT). "Eine große Zahl Personen ist nach Schweden zurückgekehrt, nachdem sie an Kämpfen in Syrien und dem Irak teilgenommen hat", erklärte die Säkerhetspolis (Säpo). "Außerdem sind weitere Personen vor Ort, die nach Schweden zurückkehren könnten."

  • 11/18/2015, 04:28 PM

    Attentäter vor Anschlägen in Belgien verhört

    Der Paris-Attentäter Brahim Abdeslam und sein international gesuchter Bruder Salah sind Anfang 2015 von belgischen Ermittlern verhört worden. Sie seien aber nicht weiter beobachtet worden, weil "keine Anzeichen einer möglichen Bedrohung" vorgelegen seien, erklärte die Staatsanwaltschaft in Brüssel und bestätigte damit einen Bericht von Politico.

     

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