Lokales

Kathrin Gaál gilt als enge Vertraute von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Sie verantwortet das Wohnbau- und Frauenressort.

KURIER: Fühlen Sie sich als Frau in Wien überall sicher? 

Kathrin Gaál: Ja. 

Verstehen Sie Frauen, die das nicht tun? 

Ja. Sicherheit ist ein subjektives Gefühl. Da kann sich niemand anmaßen, zu sagen: „Du musst dich sicher fühlen.“ Das muss man auf jeden Fall ernst nehmen. 

Wie wollen Sie dieses subjektive Sicherheitsgefühl wieder anheben?

Der Legende nach haben Ende der 1990er-Jahre junge Partywütige aus Kärnten und der Steiermark das Feiern an Pfingstwochenenden im friaulischen Adria-Badort Lignano für sich entdeckt. Und dabei irgendwann das Motto „Tutto Gas“ dafür geprägt. 

Was sich daraus entwickelt hat, ist der Tourismusgemeinde längst nicht mehr geheuer und erinnert an das Ballermann-Treiben im spanischen Mallorca.

90.000 Gäste

Bis zu 90.000 Gäste aus dem deutschsprachigen Raum – jeder Dritte davon aus Österreich – sollen auch heuer wieder Lignano gestürmt haben. Dabei kam es trotz starker Polizeikontrollen zu Alkoholexzessen. 30 Personen mussten durch die Rettung erstversorgt, 15 Männer – alkoholbedingt – in Spitäler eingeliefert werden. 

Ein Dutzend Personen wurde wegen Schlägereien angezeigt, berichteten lokale Medien.

Politik

Der argentinische Präsident Javier Milei hat nach seiner Verbalattacke gegen den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez (PSOE) und dessen Ehefrau Begoña Gómez den Ton erneut verschärft. Nachdem Milei am Wochenende bei einer Wahlkampfveranstaltung der spanischen Rechtspopulisten (Vox) zur Europawahl Gómez als "korrupt" bezeichnet hatte, weigert er sich nun, sich zu entschuldigen. 

Im ersten Interview nach seiner Rückkehr holte er stattdessen zum Gegenschlag aus. Milei sprach von Sabotage und machte den linksgerichteten Peronismus, also die argentinische Opposition, für den diplomatischen Eklat zwischen Spanien und Argentinien verantwortlich. Dass die spanische Arbeitsministerin Yolanda Díaz und die Wissenschaftsministerin Diana Morant für Sánchez in die Bresche gesprungen sind, wertet er als Strategie, ihn als Frauenfeind darzustellen. Sánchez bezeichnet er als "Feigling, der den Frauen unter den Rock kriecht, um mich anzugreifen".

Die Arbeiterkammer warnt angesichts neuerlicher Rufe nach einer Senkung der Lohnnebenkosten vor negativen Folgen solcher Maßnahmen. Lohnnebenkosten seien wichtige Sozialstaatsbeiträge, weshalb bei Kürzungen Mittel für Familien- und Gesundheitsleistungen fehlen würden, so die Sozialpolitik-Leiterin der AK Wien, Sybille Pirklbauer, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Durch Kürzungen der vergangenen zehn Jahre seien dem Staat bereits 16 Milliarden Euro an Einnahmen entgangen.

Lohnnebenkosten sind Beiträge der Arbeitgeber, die sie zusätzlich zum Bruttolohn für ihre Mitarbeiter abführen müssen. Dazu gehören etwa Beiträge für Unfall-, Pensions-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) und Abfertigungen. 

Das Justizministerium arbeitet seine eigene Vergangenheit auf. Ressortchefin Alma Zadić (Grüne) hat beim Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands eine Pilotstudie beauftragt, um den Umgang des Ressorts mit Ex-Nazis in den eigenen Reihen zu betrachten. So soll etwa erforscht werden, wie nach dem Krieg die Vergangenheit der Bediensteten berücksichtigt wurde und ob in späteren Zeiten Korrekturen getroffener Personalentscheidungen vorgenommen wurden.

Aus den vorliegenden Personalakten soll eine Zufallsstichprobe gezogen werden. Bei dieser werden soziodemografische Daten, Informationen zur Karriere im Ministerium sowie zur Mitgliedschaft in politischen Parteien, speziell in der NSDAP, ausgewertet. Eine ausführliche Betrachtung soll beispielhaft in 20 Fällen erfolgen. Vorliegen soll die Studie Ende des Jahres.

Danach soll es eine umfassendere Aufarbeitung geben, erklärte die Justizministerin. In Auftrag gegeben ist diese allerdings noch nicht.

Es sei für das Ressort wichtig, Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen, meinte Zadić bei einer Pressekonferenz. Geschichte dürfe nicht vergessen werden, das sei brandgefährlich, bereite es doch den Boden für eine Wiederholung auf.

Am Sonntagnachmittag weihte Irans Präsident Ebrahim Raisi noch mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev an der Grenze zwischen den beiden Ländern lächelnd einen Staudamm ein. Aliyev sah die Zusammenkunft als „wichtiges Kapitel in der Geschichte der iranisch-aserbaidschanischen Beziehungen“, die zuletzt angespannt waren.

In die Geschichte geht das Treffen jedenfalls ein – aber ganz anders, als erwartet: Raisis Hubschrauber ist beim Rückflug nach Teheran abgestürzt, alle Insassen sind tot. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was ist genau passiert?

Bereits am Sonntag gab es erste Meldungen eines möglichen Absturzes der Präsidentenmaschine, in der sich neben Raisi noch acht weitere Menschen befunden haben dürften. Zu Beginn war noch von einer „harten Landung“ die Rede. Auch Außenminister Hossein Amirabdollahian war an Bord.

Der Hubschrauber ist iranischen Angaben zufolge abgestürzt, als er bei dichtem Nebel ein Berggelände überflog. Nach stundenlanger Suche wurde das Wrack ausfindig gemacht, so ein Regierungsvertreter. Der Hubschrauber sei bei dem Absturz vollständig ausgebrannt.

Wieso ist der Hubschrauber abgestürzt?

Weitere Meldungen

Prinz William und Prinzessin Kate haben dieses Jahr ihr dreizehntes Hochzeitsjubiläum begangen. Die beiden hatten am 29. April 2011 geheiratet und haben drei gemeinsame Kinder. 

"Heute 13 Jahre her!", teilte der Kensington-Palast bei Instagram und X (früher Twitter) anlässlich des Jahrestags mit. Dazu postete der Palast ein Hochzeitsfoto.

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Karl-Heinz Schnellinger ist tot. Der Torschütze zum späten 1:1-Ausgleich im sogenannten Jahrhundertspiel im WM-Halbfinale 1970 gegen Italien starb am Montagabend in Mailand, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten italienische Medien berichtet. Am 31. März hatte er seinen 85. Geburtstag gefeiert.

Der Linksverteidiger sorgte vor bald 54 Jahren mit seinem Ausgleich in der Nachspielzeit für die Verlängerung in der Partie gegen Italien, die bis heute als eines der besten Fußballspiele der Geschichte gilt.

17 Jahre lang galten Lisa Bonet (56) und Jason Momoa (44) als das Traumpaar Hollywoods. Im Januar 2022 teilten die beiden aber offiziell ihre Trennung mit. 

Jetzt ist der Schauspieler aber wieder vergeben. Und zwar an seine Kollegin Adria Arjona (32). Schon bei der Basingstoke Comic Con 2024 wurde er darauf angesprochen, ob er wieder verliebt sei. 

"Ich bin sehr wohl in einer Beziehung", hat er da geantwortet. Und jetzt machte er diese auch mit süßen Pärchenfotos öffentlich. 

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