Im Windschatten von Rutte bekam das Image des Kanzlers Kratzer

Kanzler Sebastian Kurz nach dem EU-Gipfel
Sein harter Verhandlungsstil gefiel beim EU-Gipfel nicht allen: Von "uninteressiert" bis "stur" reichte die Kritik.

Ein müder, aber zufriedener Bundeskanzler Sebastian Kurz kehrte am Dienstag vom EU-Gipfel in Brüssel nach Wien zurück. Im Gepäck hatte er den Erfolg, für Österreich einen jährlichen Rabatt von 565 Millionen Euro bei den EU-Beitragszahlungen herausgehandelt zu haben.

Und vor allem: Zusammen mit den Regierungschefs der anderen "sparsamen" Länder - Niederlande, Schweden, Dänemark und zuletzt auch Finnland - zeigte er selbstbewusste Verhandlungsmacht. Das "kleine" Österreich, zusammen mit den anderen kleinen, finanzkräftigen Staaten Nordeuropas hielt den "Großen" die gelbe Karte hin: So nicht! "Früher haben Frankreich und Deutschland etwas auf den Tisch gelegt, und die anderen haben es abgenickt", sagte Kurz in Brüssel.

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