Leben
17.11.2018

Melania Trump: Anfeindungen wegen Heuchelei sind "okay"

In der Vergangenheit wurde die First Lady wegen ihres Engagements gegen Mobbing mehrmals durch den Kakao gezogen.

In ihrer Rolle als First Lady der USA setzt sich Melania Trump seit dem Amtsantritt ihres Mannes gegen Cybermobbing ein. Ihr Engagement brachte der Ehefrau von US-Präsident Donald Trump in der Vergangenheit immer wieder Kritik ein. Doppelmoral, Heuchelei – so lauteten die wiederholt vorgebrachten Vorwürfe.

Im September 2017 sprach sie etwa bei ihrer Rede im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York über ihre Bemühungen im Kampf gegen Mobbing im Zuge ihrer Sensibilisierungskampagne "Be Best". Im Netz wiesen sie viele danach darauf hin, dass ihr Ehemann selbst ein Meister der böswilligen Schikane sei.

US-Präsident Trump hat sich in der Vergangenheit bereits einige verbale Entgleisungen geleistet und vor allem Frauen wiederholt abschätzig und sexistisch behandelt. Erst vergangene Woche hatte Trump zwei Journalistinnen verbal angegriffen: Während er eine Reporterin beschimpfte und ihre Fragen als "dumm" bezeichnete, nannte er eine andere "böse" und "eine Verliererin".

Nun nahm die gebürtige Slowenin erstmals öffentlich zu den Vorwürfen Stellung – und überraschte mit ihren Äußerungen. Im Rahmen einer Rede bei einer Anti-Mobbing-Konferenz sagte sie am Donnerstag in Washington, D.C., dass sie sich trotz der Kritik weiterhin für Internet-Sicherheit für Kinder einsetzen werde. Die kritischen Kommentare diesbezüglich würden sie zudem nicht verwundert stimmen: "Es ist für mich keine Neuigkeit oder Überraschung, dass Kritiker und Medien sich dafür entschieden haben, mich für das Reden über dieses Thema zu verspotten, und das ist okay."

In einem Appell an ihr Publikum betonte sie, dass der Umgang der Öffentlichkeit mit ihrer Person als Motivation dienen sollte, um ein Bewusstsein und ein Verständnis für verantwortungsvolles Verhalten im Internet zu schaffen.

Melania Trump erklärte zudem, dass ihre Entscheidung, sich dem Thema Mobbing anzunehmen, teilweise der üblen Nachrede geschuldet gewesen sei, der sie als Person des öffentlichen Interesses ausgesetzt sei. In einem Interview mit dem Sender ABC sagte sie vor einigen Wochen, sie sei "der am meisten gemobbte Mensch der Welt".