Leben 08.05.2018

Donald und Melania Trump: Seltene Liebesshow

© Bild: APA/AFP/JIM WATSON

Bei der Vorstellung einer Kampagne gegen Cybermobbing am Montag tauschte das Präsidentenpaar reichlich Zärtlichkeiten aus.

Am Montag präsentierte Melania Trump im Rosengarten vor dem Weißen Haus in Washington, D.C. ihre Kampagne "Be Best". Mit der Initiative will die First Lady das Wohlbefinden von Kindern verbessern. Den Fokus legt die gebürtige Slowenin auf die Themen gesundes Leben, soziale Medien, Cybermobbing und Drogenmissbrauch, wie sie bei der Vorstellung betonte.

"Be Best" sei eine Aufklärungskampagne für die "Wichtigsten und Verwundbarsten unter uns – unsere Kinder", sagte das 48-jährige ehemalige Model. Zu dem Bereich soziale Medien sagte sie, dass diese für Kinder sowohl positiv als auch negativ sein könnten. Es sei daher wichtig, Kinder bei der Nutzung anzuleiten. Ihnen müsse beigebracht werden, ihre Worte sorgfältig zu wählen, sie müssten von Respekt und Mitgefühl geprägt sein.

Bei der Kampagnen-Präsentation war auch Melania Trumps Ehemann, US-Präsident Donald Trump, anwesend.

Bussi, Bussi

Das Paar, das sich sonst im Umgang meist eher unterkühlt zeigt, zelebrierte an diesem Tag seine Zuneigung oft und öffentlich. Donald Trump überhäufte seine Ehefrau etwa mit Küsschen auf die Wange und Umarmungen – und schien auch sonst ihre Nähe zu suchen. Beim Verlassen der Bühne hielten die beiden Händchen.

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Donald und Melania Trump

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Donald und Melania Trump

In der Vergangenheit haben Melania und Donald Trump selten mit Zärtlichkeit geglänzt. Bei einem Besuch in Israel im vergangenen Jahr verschmähte Melania die Hand ihres Gatten (mehr dazu hier). In der Community wurden beim Anblick der Bilder Erinnerungen an den Tag der Amtseinführung von Donald Trump wach. Damals attestierten Verhaltensexperten ihm im Umgang mit seiner Ehefrau mangelnde Höflich- und Herzlichkeit. Melanias Mimik und Gestik sahen sie als Ausdruck von Unbehagen (mehr dazu hier).

Doppelmoral?

Das Thema Cybermobbing ist Melania Trump schon seit dem Amtsantritt ihres Mannes ein Anliegen. Im September 2017 sprach sie bei ihrer Rede im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York darüber. Im Netz wiesen viele die First Lady danach darauf hin, dass ihr Ehemann selbst ein Meister der böswilligen Schikane sei. Auf Twitter hagelte es kritische Beiträge.

Trumps Entgleisungen

US-Präsident Trump hat sich in der Vergangenheit tatsächlich bereits einige verbale Entgleisungen geleistet. So bezeichnete er während des Wahlkampfes Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush als "energielosen Schlappschwanz", den Senator von Texas, Ted Cruz, als "Lügen-Ted" und Marco Rubio als "Little Marco" oder "schwitzenden Marco".

Gegenüber Frauen äußerte er sich zudem wiederholt abschätzig und sexistisch. Schon vor seiner Präsidentschaft war Trump immer wieder mit frauenverachtendem Verhalten und sexistischen Kommentaren aufgefallen. Vor allem eine Aufnahme aus dem Jahr 2005, die während des Wahlkampfes an die Öffentlichkeit gelangte, sorgte weltweit für erzürnte Reaktionen. In dieser hörte man Trump sagen: "Küss' sie einfach, warte einfach nicht… Fass ihnen an die Pussy… Wenn du ein Star bist, lassen sie dich alles machen."

Für große Empörung sorgte auch Trumps Auftritt in South Carolina im November des vergangenen Jahres: Damals äffte der republikanische Präsidentschaftskandidat auf offener Bühne einen unter Arthrogryposis (angeborene Gelenkversteifung) leidenden Journalisten nach. Als sich die Videobilder der Szenen verbreiteten, brach eine Welle der Entrüstung darüber los, dass Trump die Behinderung des Mannes lächerlich machte.

Auch seine ehemalige politische Kontrahentin Hillary Clinton blieb von seinen Beschimpfungen nicht verschont. Bei der letzten Präsidentschaftsdebatte nannte Trump Clinton beispielsweise eine "widerliche Frau".

( kurier.at , pama ) Erstellt am 08.05.2018