Leben
08.03.2017

Was Donald Trump zum Frauentag zu twittern hat

Mehrere Twitter-Nutzer konfrontierten den US-Präsidenten mit seinen sexistischen Aussagen aus der Vergangenheit.

Schon vor seiner Präsidentschaft ist Donald Trump immer wieder mit frauenverachtendem Verhalten und sexistischen Kommentaren aufgefallen. Vor allem eine Aufnahme aus dem Jahr 2005, die während des Wahlkampfes an die Öffentlichkeit gelang, sorgte für weltweite Empörung. In dieser hörte man Trump sagen: "Küss' sie einfach, warte einfach nicht… Fass ihnen an die Pussy… Wenn du ein Star bist, lassen sie dich alles machen." Um sich aus dem Skandal herauszureden, sagte Trump, dass es bei der Aussage um Gerede aus dem Umkleideraum gehandelt habe. "Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich", fügte er hinzu.

Wortspende am Weltfrauentag

Am heutigen Weltfrauentag fühlt sich Trump erneut dazu bemüßigt, der Welt via Twitter mitzuteilen, wie sehr er Frauen respektiere. Sie seien unerlässlich für den Grundstock unserer Gesellschaft und Wirtschaft.

Widerstand auf Twitter

Nicht gerade glaubwürdig, wie andere Aussagen von Donald Trump gegenüber Frauen zeigen (mehr dazu hier). Darauf wiesen ihn auch einige Twitter-Nutzer hin, die mit sexistischen Aussagen, die der US-Präsident in der Vergangenheit getätigt hat, auf den ursprünglichen Tweet von Trump reagierte.

Frauenfeindliche Aussagen und sexuelle Übergriffe

Trump bezeichnete Frauen in der Vergangenheit beispielsweise als "fette Säue", "Schlampen" oder "Hündinnen". Als ihn die TV-Moderatorin Megyn Kelly damit konfrontierte, nannte er sie "Bimbo" und sagte über die Interviewsituation mit der Journalistin: "Aus ihren Augen kam Blut, Blut kam aus ihr heraus … woher auch immer." Über Ivanka Trump sagte er unter anderem, dass er sie daten würde, wenn sie nicht seine Tochter wäre und plauderte offenherzig über ihre Brüste.

Während des amerikanischen Wahlkamps gingen außerdem mehrere Frauen an die Öffentlichkeit, die sagten, dass Trump ihnen gegenüber sexuell übergriffig gewesen sei (mehr dazu hier).