Überraschung beim Song Contest: Das bulgarische Wunder von Wien
Zusammenfassung
- Bulgarien gewinnt mit Dara und "Bangaranga" erstmals den ESC, Israel wird erneut Zweiter, Österreich landet auf dem vorletzten Platz.
- Das Finale in Wien bot spektakuläre Bühnenshows mit Pyrotechnik, Akrobaten und Auftritten ehemaliger ESC-Stars.
- 25 Acts sorgten für einen abwechslungsreichen Abend, Favorit Finnland erreichte nur Platz 6.
Zum Finale sollten in der Wiener Stadthalle noch einmal die ganz großen Sternspritzer ausgepackt werden: Am Samstag ging die dritte und letzte Live-Show des Eurovision Song Contest über die Bühne – mit ordentlich Pyrotechnik, von der Decke hängenden Akrobaten und einem großen ESC-Klassentreffen.
Und auch das Voting spielte alle Stückerln, die so ein Abend braucht: Die meisten Jury-Stimmen sammelte zuerst Bulgarien, aber Israel ging in Kombination mit der Publikumswertung mit großem Abstand in Führung. Erst in letzter Sekunde wurde der israelische Künstler Noam Bettan wieder vom Spitzenplatz verdrängt: Die Bulgarin Dara gewann mit „Bangaranga“ und 516 Punkten. Es ist der erste bulgarische ESC-Sieg der Geschichte.
Für Österreich endete der Bewerb bitter: Cosmó wurde mit nur sechs Punkten Vorletzter. Fünf kamen vom Publikum, einer von Luxemburg. Israel wurde zum zweiten Mal in Folge Zweiter beim Song Contest – und die Debatten über die Teilnahme des Landes werden nicht abebben.
Vergessenes Schifferl
Den Auftakt des Finalabends bestritt jener Mann, der für das alles verantwortlich ist: Vorjahressieger JJ. Der ließ in einem Einspieler seine gläserne Trophäe fallen und vergaß dann auch noch sein Papier-Schifferl, mit dem er 2025 zum Sieg gesegelt ist, in Basel!
Nach einer abenteuerlichen Reise durch Österreich (inklusive Känguru!) kam das gute Stück dann aber doch noch nach Wien – zu JJ, der gemeinsam mit dem Radio-Symphonieorchester (RSO) die Bühnenshow eröffnete. Es gab ein bisschen Zauberflöte, gefolgt von einer temporeichen Version von „Wasted Love“ und JJs neuem Song „Unknown“. Unterstützt wurde er von Tänzern in – wie sollte es anders sein – den Farben Rot und Weiß und von Akrobaten, die schwindelerregende Kunststücke vollbrachten, während sie von der Decke baumelten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Dazwischen mischte sich die traditionelle Flaggenparade der teilnehmenden Länder.
Die besten Bilder vom ESC-Finale
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Bulgarien gewinnt
Österreich
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing
In der Stadthalle
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing
Stadthalle
Public Viewing
Public Viewing
Stadthalle
Stadthalle
Stadthalle
Stadthalle
Stadthalle
Stadthalle
Public Viewing
Public Viewing am Rathausplatz
Stadthalle
Stadthalle
Stadthalle
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing am Rathausplatz
Public Viewing am Rathausplatz
Vor der Stadthalle
Vor der Stadthalle
Vor der Stadthalle
Vor der Stadthalle
Zypern beim Einzug
Finnland beim Einzug
Serbien beim Einzug
Australien beim Einzug
Ukraine beim Einzug
Albanien beim Einzug
Bulgarien beim Einzug
Deutschland beim Einzug
Deutschland beim Einzug
Griechenland beim Einzug
Frankreich beim Einzug
Israel beim Einzug
Israel beim Einzug
Rumänien beim Einzug
Schweden beim Einzug
Litauen beim Einzug
Polen beim Einzug
Kroatien beim Einzug
Bulgarien beim Einzug
Tschechien beim Einzug
Malta beim Einzug
Ukraine beim Einzug
Belgien beim Einzug
Parov Stelar
Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski
Auf der Bühne wird zu 70 Jahre ESC getanzt
JJ eröffnet das Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit Tänzern in auffälligen Kostümen und einer dynamischen Choreografie.
Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski
JJ
Ruslana Lyschytschko
Maximilian Mutzke
Miriana Conte und Ruslana Lyschytschko
Verka Serduchka
Parov Stelar
Parov Stelar
Parov Stelar
Lordi
Erika Vikman
Österreich
Österreich
Österreich
Österreich
Rumänien
Norwegen
Norwegen
Italien
Zypern
Zypern
Schweden
Schweden
Litauen
Litauen
Litauen
Litauen
Polen
Polen
Finnland
Finnland
Finnland
Finnland
Moldau
Moldau
Moldau
Frankreich
Großbritannien
Großbritannien
Kroatien
Kroatien
Bulgarien
Tschechien
Griechenland
Dänemark
Bulgarien
Österreich
Österreich
Polen
Frankreich
Griechenland
Serbien
Australien
Australien
Ukraine
Albanien
Albanien
Belgien
Israel
Israel
Deutschland
Deutschland
Israel
Dänemark
Dänemark
Tschechien
Malta
Malta
Serbien
Kroatien
Österreich
Rumänien
Norwegen
Zypern
Schweden
Polen
Moldau
Frankreich
Deutschland
Deutschland
Israel
Österreich
Österreich
Österreich
Rumänien
Rumänien
Norwegen
Zypern
Schweden
Schweden
Moldau
Kroatien
Bulgarien
Bulgarien
Tschechien
Serbien
Griechenland
Griechenland
Israel
Österreich
Ukraine
Litauen
Australien
Österreich
Österreich
Österreich
Österreich
Österreich
Österreich
Österreich
Österreich
Rumänien
Rumänien
Norwegen
Norwegen
Italien
Italien
Zypern
Schweden
Litauen
Polen
Lordi
Miriana Conte und Ruslana
Erika Vikman
Public Viewing
Public Viewing
Public Viewing
Polen
Großbritannien
Bulgarien
Tschechien
Malta
Australien
Australien
Griechenland
Public Viewing
Albanien
Albanien
Belgien
JJ
Israel
Israel
Philipp Hansa
Public Viewing
Israel
Finnland
Australien
Norwegen und Österreich
Swarovski und Ostrowski
Zypern
Cesar Sampson
Parov Stellar
Public Viewing
Public Viewing
Tanzaquarium
Insgesamt 25 Acts traten im Finale um JJs Nachfolge an. Und boten einen Showabend mit vielen mittanzverdächtigen Nummern, der auch gleich entsprechend begann: Den Anfang machte Dänemarks Søren Torpegaard Lund mit seinem düsteren Tanzaquarium, zum Abschluss gab’s von Cosmó den weitaus unbeschwerteren „Tanzschein“. Dazwischen warteten ein goldenes Klavier mit Aussichtsplattform (Delta Goodrem für Australien, Platz 4), ein brennender Beichtstuhl (Linda Lampenius und Pete Parkkonen aus Finnland) und ein Scooter fahrender Discotiger (Griechenlands Akylas).
Die Fans beim ESC
Bestes und weniger Bestes
Nach den Auftritten der wettstreitenden Künstlerinnen und Künstler folgte der Teil mit dem langen Warten aufs Ergebnis. Verkürzt wurde dies mit einem Star-Treffen, um 70 Jahre Song Contest zu feiern. Dafür hatte man ein Ensemble an ESC-Veteranen versammelt, die ein Medley aus dem Besten und, äh, nicht so Besten aus der Geschichte des Musikbewerbs präsentierten.
Erika Vikman sang da etwa „Cha Cha Cha“, die Rocker von Lordi trällerten ausgerechnet „Save Your Kisses For Me“. Von Alexander Rybak gab es Geigentöne zu „Ne partez pas sans moi“, Miriana Conte hatte sich für „Dschinghis Khan“ entschieden und Ruslana gab „Mon Amour“ zum Besten. Zum Schluss stimmte Verka Serduchka noch „Nel blu, dipinto di blu“ (vulgo: „Volare“) an – bis auch das Saalpublikum mitsang.
Miriana Conte
Nach diesem bunten Trip (ob der gut oder schlecht ausfiel, hing von der vorhergehenden Konsumation ab) übernahm Parov Stelar mit einer eigens für die Show kreierten Nummer, dafür hatte er seinen DJ-Arbeitsplatz über ganz in weiß gekleideten Tänzern aufgebaut. Abgelöst wurde er von Cesár Sampson, ESC-Dritter von 2018, der sich ans Klavier setzte und mit „Vienna“ von Billy Joel ruhigere Töne anstimmte.
Und was ist eigentlich mit den „Owskis“, also dem Moderatoren-Duo Victoria Swarovski und Michael Ostrowski? Die beiden waren im Finale erstaunlich ruhig. Es gab die obligatorischen Ankündigungen, ein paar Fun Facts aus der ESC-Geschichte und Nachhilfe in Sachen Votingsystem, dafür aber kaum Gags – und schon gar keine Einlagen.
Zum Nachschauen: Der Auftritt der Gewinnerin
- Bulgarien – 516 Punkte
- Israel – 343 Punkte
- Rumänien – 296 Punkte
- Australien – 287 Punkte
- Italien – 281 Punkte
- Finnland – 279 Punkte
- Dänemark – 243 Punkte
- Moldawien – 226 Punkte
- Ukraine – 221 Punkte
- Griechenland – 220 Punkte
- Frankreich – 158 Punkte
- Polen – 150 Punkte
- Albanien – 145 Punkte
- Norwegen – 134 Punkte
- Kroatien – 124 Punkte
- Tschechien – 113 Punkte
- Serbien – 90 Punkte
- Malta – 89 Punkte
- Zypern – 75 Punkte
- Schweden – 51 Punkte
- Belgien – 36 Punkte
- Litauen – 22 Punkte
- Deutschland – 12 Punkte
- Österreich – 6 Punkte
- Großbritannien – 1 Punkt
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