der 12-jährige Petr Hodina in einem Tischtennis-Match der Champions-League

Petr Hodina, 12, bei einem seiner Champions-League-Matches

© SPG Walter Wels

Kiku
12/16/2020

Zweiter 12-jähriger Sensationsspieler übersiedelte extra nach Österreich

Petr Hodina, der nun ebenfalls schon Champions League spielte, lebt jetzt fast die ganze Woche in Linz.

von Heinz Wagner

Der zweite Sensations-Spieler der Spielgemeinschaft Wels beim jüngsten Champions-League-Turnier war der ebenfalls erst 12-jährige Petr Hodina. „Vor dem ersten Champions-League-Spiel war ich schon sehr nervös“, vertraut er dem Kinder-KURIER in einem Telefon-Interview an. „Das war dann schon beim zweiten Match nicht mehr so schlimm und beim dritten gar nicht mehr.“

Petr Hodina kam mit sieben Jahren zunächst zufällig zu diesem Sport. „Mein Opa hat einen Tischtennis-Tisch. In den Ferien hab ich mit meinem Bruder und Cousins gespielt, es hat mir Spaß gemacht. Dann hab ich im Herbst angefangen bei einem Verein in Prachatice zu trainieren – einmal in der Woche war das. Damals hab ich aber auch noch Fußball gespielt und Yoga gemacht.“

Petr wurde im Tischtennis immer besser, „deswegen hat es mir auch noch mehr Spaß gemacht und ich hab zuerst mit Yoga aufgehört. Ich bin dann auch oft zu Turnieren in Nachbarländer gefahren – nach Österreich, Ungarn, in die Slowakei, aber auch nach Dänemark.“

Viel gependelt

Sein tschechischer Heimatort ist nicht weit entfernt von dem viel bekannteren Český Krumlov und das wiederum nahe der Grenze zu Österreich. Richard Györi, sein vormaliger Trainer und Mann an der Seite seiner Mutter, der den jungen Tischtennisspieler überall hin begleitete, knüpfte vor allem in Österreich Kontakte zur heimischen Szene. Immer öfter pendelte Petr Hodina dann auch zu Trainings nach Oberösterreich, wo die Trainer von seiner Hochklassigkeit angetan waren. Nach und nach wurde der Plan einer Übersiedlung geboren.

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„Schon im vorigen Schuljahr war ich zuerst zwei, drei Tage in der Woche Gastschüler in Linz im Georg von Peuerbach-Gymnasium. Am Anfang war das schwierig, ich hab zwar auch in Tschechien in der Schule Deutsch, aber das waren nur so Grundkenntnisse.“
Während des ersten Lockdown samt entsprechenden Reisebegrenzungen besuchte Petr Hodina die Schule, samt Home-Schooling nur in seinem – ersten - Heimatland. Seit diesem Herbst lebt er von Montag bis Samstag mit Richard in Linz, Mittwoch spätnachmittags kommt auch seine Mutter, die die erste Wochenhälfte bei Petrs 15-jährigem Bruder in Tschechien lebt, Samstag nach dem Training fahren alle drei nach Tschechien, wo Petr Zeit mit seinem Bruder und den Großeltern verbringen kann.

Tägliches Training, aber auch Schule

Schon lange steht Tischtennis-Training täglich auf dem Plan – „drei Stunden jeden Tag außer Sonntag. Aber an erster Stelle muss die Schule, die Ausbildung stehen, auch wenn ich manchmal nicht so ganz will“, gesteht Petr den doch dringenden Wunsch seiner Mutter und von Richard. Schön langsam ist er in Österreich eingewöhnt, „je besser ich Deutsch kann, desto mehr Freunde habe ich.“

Vom Kinder-KURIER nach seinen Zielen gefragt, meint Petr Hodina: „Profi und in der Weltspitze spielen!“

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