Briefing am Dienstagabend
Heute im Fokus: Von 3. bis 5. Juli findet auf der Wiener Donauinsel das 43. Donauinselfest mit 14 Bühnen statt, der Eintritt ist kostenlos. Heuer liegt ein Schwerpunkt auf Inklusion, zudem gelten klare Regeln zu Anreise, erlaubten Gegenständen und Bezahlmöglichkeiten.
Das bedeutet das konkret: Wegen fehlender Parkplätze und verdichteter Intervalle wird die Anreise mit Öffis empfohlen; für das Gelände sind nur Taschen bis A3 sowie Getränke bis 0,5 Liter erlaubt. Zusätzlich ist die S-Bahn-Stammstrecke am Samstag und Sonntag gesperrt, dafür gibt es Taktverdichtungen und Ersatzverkehr.
Die Entwicklung: Sahra Wagenknecht drängt wieder in die Öffentlichkeit und fordert in einem Brief an AfD-Chefin Alice Weidel ein Ende der Brandmauer. Sie schlägt zudem ein öffentliches Rededuell vor und stellt bei einem möglichen Landtagseinzug in Sachsen-Anhalt Zusammenarbeit bei Mehrheiten in Aussicht.
Warum das relevant ist: Der Vorstoß zeigt, wie stark das BSW nach jüngsten Wahlniederlagen und schwachen Umfragen unter Druck steht, insbesondere vor der Landtagswahl am 6. September. Eine Annäherung an die AfD würde die politische Positionierung der Partei und mögliche Mehrheitsbildungen im Landtag direkt berühren.
Was ist passiert? Ein 27-Jähriger hat im Bezirk St. Veit an der Glan seine 30-jährige Ex-Lebensgefährtin mit einer Axt schwer verletzt und ihren neuen Freund (29) getötet. Danach beging er Suizid, indem er mit dem Auto der Frau frontal gegen einen Sattelschlepper fuhr.
Die Folgen: Die Frau konnte flüchten, wurde operiert und konnte das Spital noch am Dienstag verlassen; einvernommen werden konnte sie vorerst nicht. Zwei minderjährige Kinder waren in der Wohnung, blieben laut Polizei unbemerkt von der Tat und werden in familiärer Obhut betreut; das LKA ermittelt.
Der Stand: Trotz einer Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad war der Juni 2026 in Österreich laut vorläufiger Bilanz nicht der heißeste Juni, dürfte aber mit rund plus 2,5 Grad Abweichung unter den Top 5 liegen. Gleichzeitig wurden ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen in Badeseen gemessen, etwa 29 Grad in der Alten Donau.
Warum das wichtig ist: Die Daten zeigen, dass nicht nur einzelne Hitzewellen, sondern auch Seen langfristig wärmer werden: Seit Mitte der 1980er Jahre stiegen die Temperaturen laut Hydrografiedaten um bis zu 2,5 Grad gegenüber 1951 bis 1985. Für den Juli wird zunächst „normales“ Wetter erwartet, langfristige Modelle deuten aber auf tendenziell heißes Wetter hin.
Die Entwicklung: Deutschland ist bei der WM im Sechzehntelfinale nach dem Elfmeterschießen gegen Paraguay ausgeschieden, die Kritik an Teamchef Julian Nagelsmann ist danach deutlich lauter geworden. Nagelsmann schließt einen Rücktritt aus und verweist auf seine Bereitschaft weiterzumachen, DFB-Sportdirektor Rudi Völler sprach ihm Rückendeckung aus.
Was jetzt wichtig wird: Nach dem frühen Aus werden öffentlich personelle Konsequenzen gefordert, auch Nagelsmanns Entscheidungen – etwa bei Einsatzzeiten und der Rückkehr von Manuel Neuer – stehen im Fokus. Spekulationen über einen Nachfolger nehmen zu, genannt wird Jürgen Klopp, der die Gerüchte nach dem Aus jedoch dementierte.
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