Wenn der Schuh reibt, aktiviert die Haut ihren Schutzmechanismus - das Ergebnis ist eine Blase am Fuß.

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Gesund
05/02/2019

Experte erklärt: Wie Blasen am schnellsten heilen

In einem Artikel für den Guardian erklärt ein Podologe, wie man schmerzhafte Blases rasch wieder los wird.

Überkleben, an der Luft heilen lassen oder doch aufstechen? Wenn es ums Behandeln von Blasen geht, sind viele Menschen unsicher, welche Maßnahmen am schnellsten zum Abheilen führen.

Matthew Fitzpatrick ist Podologe, also medizinischer Fußpfleger, am britischen College of Podiatry. In einem Artikel für den Guardian erklärt er, worauf es bei der Blasenbehandlung ankommt.

Pflaster: ja, aber...

Fitzpatrick zufolge kann ein Pflaster sinnvoll sein – hierbei spielt jedoch das Körperteil, an dem die Blasen austritt, eine wesentliche Rolle. "Wenn Sie eine kleine Blase am Fuß haben, beispielsweise am Ende Ihres Zehs oder unter Ihrer Ferse, können Sie sie mit einem Pflaster schützen", schreibt er.

Aufpassen beim Aufstechen

Das Aufstechen von Blasen gilt als verpönt: Bei größeren Blase kann dies jedoch durchaus sinnvoll sein, schildert Fitzpatrick. Vorausgesetzt man beachtet gewisse Regeln: "Stechen Sie eine kleine, sterilisierte Nadel hinein und lassen Sie die Flüssigkeit abfließen. Lassen Sie dabei die Haut auf der Oberseite intakt, um die darunterliegende Haut zu schützen – und legen Sie einen trockenen, sauberen Verband über die Hautstelle, um die Heilung zu fördern."

In weitere Folge kann die Blasen nun austrocknen und die abgestorbene Haut sich lösen – "während die Haut darunter eine Chance gehabt hat, sich zu erholen". Fitzpatrick rät, täglich ein frisches Pflaster aufzutragen und zu prüfen, ob die Blase gut verheilt.

Letzteres ist essentiell, da sich Blasen auch entzünden können. „Problematisch ist es, wenn sich eine Blase entzündet, blutig und möglicherweise verschmutzt ist. In diesem Fall sollte man rasch einen medizinischen Fußpfleger konsultieren, der die Haut reinigt und sicherstellt, dass die Wunde sauber ist und nicht mehr blutet. Dieser trägt dann auch einen sterilen Verband auf, den man selbst täglich überprüfen sollte.

Für Diabetiker ist dieses Vorgehen besonders wichtig, da eine Fußwunde ein hohes Risiko darstellt. Ein diabetischer Fuß ist eine häufige Komplikation der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Aufgrund des hohen Blutzuckers werden Blutgefäße und Nervenbahnen geschädigt. Dadurch entstehen leichter Wunden am Fuß, die sich infizieren können.

Vorsorge statt Nachsorge

Und wie verhindert man, dass Blasen überhaupt entstehen? "Blasen treten aufgrund wiederholter Reizung auf. Wenn Sie an bestimmten Stellen zu Blasenbildung neigen, sollten Sie vorbeugend ein Blasenpflaster zwischen die Haut und die Stelle, die irritiert wirkt, legen, um zu verhindern, dass sie entstehen."