Nach Nudelsuppen kommen japanische Sandwiches

Onisando, 1010 Wien
Foto: Onisando

Igor Kuznetsov setzt in seinem Onisando auf japanische Restlverwertung.

Ob Pho beim Vietnamesen oder Ramen beim Japaner – Trendforscher sagen voraus, dass wir auch im Jahr 2017 Nudelsuppen schlürfen werden. Einer der Ersten, der in Wien die dicken Weizennudeln unter die Leute brachte, war Igor Kuznetsov. Karma Ramen, das Restaurant des Quereinsteigers, ist stets ausgebucht – seit Kurzem will der gebürtige Russe die Wiener aber von japanischen Sandwiches überzeugen. In einem ehemaligen Souvenirshop in der Innenstadt serviert er Paniertes.

In Japan geben Japaner gerne die Fleischreste, die ein Gast übrig gelassen hat, mit. Besonders bekannt ist das japanische Schnitzel Tonkatsu, das bereits seit dem 19. Jahrhundert traditionell auf Kohlsalat serviert wird. Dieses wird aber auch gerne als Sandwich verspeist. Im Onisando verzichtet Kuznetsov zwar auf Restl, er greift aber die Tradition des Sandwiches auf und legt frisch zubereitete, frittierte Fleischstücke zwischen zwei Weißbrotscheiben.

"Ich habe im vergangenen Sommer einen Monat lang in einem Restaurant in Tokio zwecks Weiterbildung gearbeitet. Ich wollte immer schon einmal ein Sandwich-Konzept umsetzen – die Geschichte der japanischen Sandwiches ist natürlich besonders lustig. Mittlerweile kann man die Sandwiches aber überall als Take-away-Food kaufen: Japaner reisen sehr viel und essen die Sandwiches gerne im Zug", erzählt Kuznetsov.

Paniert wird mit Panko, dabei handelt es sich um feine Brösel aus Weißbrot: Zu der Brotkrume werden Stärke, Germ, Öl und Mehl gemischt. Mit Panko Paniertes sieht heller aus und gerät beim Herausbacken fluffiger. "Es ist faszinierend, wie einfach die japanische Essphilosophie funktioniert. Es wird großen Wert auf die Qualität der Zutaten gelegt: Je einfacher die Gerichte, desto stärker schmeckt man die Zutaten heraus."

Neben Schweinefleisch werden die Sandwiches auch mit Rindfleisch, Fisch oder Gemüse gefüllt. Die Lunchbox mit einer Miso-Suppe und Obst kostet je nach Füllung zwischen 7,90 und 10,90 Euro. Das Fleisch bezieht Kuznetsov von der Fleischerei Hödl. Die Saucen wie eine fruchtige, würzige BBQ-Sauce oder eine geräucherte Austern-Mayonnaise werden selbst gemacht.

Info: Onisando, Fleischmarkt 26, 1010 Wien, Montag bis Samstag 11:30 bis 18:30 Uhr

(Kurier) Erstellt am
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