Bier, Wein, Schnaps: Wie viel Handwerk steckt in "Craft"?

Bier, Wein, Schnaps: Wie viel Handwerk steckt in "Craft"?
Für viele Konsumenten ist der Begriff ein Qualitätszeichen. Doch der fehlende Markenschutz wird auch ausgenutzt.

Auf dem Etikett von „Tito’s Vodka“ steht „America’s Original Craft Vodka“, auf der Homepage prangt das Bild einer Garagen-Brennerei. Echte Werte, echtes Handwerk. Nur: Mittlerweile werden vom beliebtesten Vodka der USA jährlich mehr als 60 Millionen Flaschen verkauft. Wie viel echtes Handwerk kann bei diesen Mengen noch drin stecken?

„Nostalgie und Sentimentalität wird oft mit der tatsächlichen Erzeugung verwechselt“, sagt dazu Theo Lighart. Der Berliner ist Teil des „Freimeister Kollektivs“. Unter diesem Namen haben sich streng handwerklich arbeitende Brenner aus verschiedenen Ländern zusammengeschlossen. Aus Österreich sind etwa Josef Farthofer und Georg Hiebl aus dem Mostviertel, Jasmin Haider aus dem Waldviertel und Lisa Bauer aus der Steiermark dabei. Ihnen allen ist wichtig, „die Verbindung zwischen Produzent und Konsument wieder stärker zu betonen“.

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