Die Othmargasse könnte eine Wohnstraße werden. 

© Stefanie Rachbauer

Chronik Wien
07/28/2020

Neue Wohnstraße und "Coole Straße": 20. Bezirk lässt Anrainer abstimmen

Die Othmargasse könnte eine Wohnstraße werden, die Heinzelmannstraße eine dauerhafte "Coole Straße". Wovon die Entscheidung abhängt.

von Stefanie Rachbauer

Der 20. Bezirk hat eine Anrainerbefragung zur Verkehrsorganisation bzw. zur Gestaltung zweier Straßen im Wallensteinviertel gestartet. Seit dieser Woche sind rund 2.000 Haushalte eingeladen, ihre Meinung zur Zukunft der Othmargasse und der Heinzelmanngasse kundzutun.

In der Othmargasse schlägt der Bezirk eine Wohnstraße vor. Autos dürfen eine solche nicht durchfahren, sondern lediglich zu- und abfahren. Und das auch nur in Schritttempo.

Hintergrund ist die Forderung von Anrainern nach einer Verkehrsberuhigung rund um den Hannovermarkt (an den die Othmargasse grenzt). Sie fordern eine Fußgängerzone an der Kreuzung von Hannovergasse und Othmargasse, erst Anfang Juli haben sie erneut dafür demonstriert (der KURIER berichtete).

Bezirkschef Hannes Derfler (SPÖ) schloss eine Fußgängerzone aber aus - und versprach alternative Lösungen.

"Ich habe zusammen mit den Expertinnen und Experten der magistratischen Dienststellen machbare Maßnahmen für die Othmargasse ausgewählt", schreibt er in der Einladung zur Befragung.

"Ich möchte nicht verhehlen, dass Maßnahmen, die wir in einer Straße setzen, auch Auswirkungen auf andere Straßen haben können. Es kann sein, dass die Verkehrsberuhigung in der einen Gasse zu einem Anstieg des Verkehrsaufkommens an einer anderen Stelle führt", heißt es darin weiter. 

Pflanztröge und Sprühnebel

In der Heinzelmanngasse geht es auch um Verkehrsberuhigung, aber noch mehr um Begrünung. Im Abschnitt von der Wallensteinstraße bis zur Jägerstraße könnten in der Parkspur Sträucher und Stauden gepflanzt werden.

Und im Teil von der Jägerstraße bis zur Petraschgasse könnte eine dauerhafte "Coole Straße" entstehen. 

Zur Erinnerung: "Coole Straßen" sind ein Projekt der grünen Vizebürgermeisterin Birgit Hebein. Dabei handelt es sich um Straßen in besonders heißen Vierteln, die mit Bänken, Rollrasen und Sprühnebelduschen ausgestattet werden. "Coole Straßen" gibt es als temporäre und als dauerhafte Variante.

Erstere geht mit Halte-, Park und Fahrverboten für Autos einher. Letztere mit anderen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung - zum Beispiel (wie in der "Coolen Straße" Goldschlagstraße im 14. Bezirk) mit einer Wohnstraße.

In der Heinzelmanngasse könnten in der Parkspur jedenfalls große Pflanzentröge aufgestellt werden. Weil es einen Hydranten gibt, ist auch eine Nebeldusche möglich.

Die Befragung läuft noch bis Mitte August. Ist die Mehrheit der Teilnehmer für die geplanten Maßnahmen, werde man sie auch umsetzen, heißt es aus dem Büro des Bezirkschefs.

Zuvor wolle man allerdings noch das Bezirksparlament darüber beraten lassen, die nächste Sitzung findet im September statt. Mit einer Realisierung sei daher erst nächstes Jahr zu rechnen.

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