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Chronik Wien
02/14/2021

Das Zaha-Hadid-Haus am Wiener Donaukanal wird jetzt vermietet

Das Projekt "Urban Island", kurz "Urbi" startet: Im Angebot sind Wohnungen, Büros und Lokale.

von Stefanie Rachbauer

Dass sich im lange verwaisten Zaha-Hadid-Haus am Donaukanal etwas tut, das ist bereits seit Monaten zu sehen: Vergangenen Mai haben Graffiti-Künstler die Fassade des Gebäudes unter anderem mit einem Oktopus, einer Flaschenpost und einem Papierschiffchen bemalt.

Die Motive symbolisieren das Projekt Urban Island (kurz Urbi), für das das Haus zuletzt umgebaut wurde – der KURIER berichtete. Nun soll bald Leben in den Prestigebau einziehen.

Die 34 Wohnungen sind jetzt bezugsfertig, berichtet wien.orf.at. Sie sollen nicht langfristig vermietet werden, sondern von Touristen oder Studenten bewohnt werden. Besichtigungen fänden bereits statt, wegen Corona sei die Nachfrage aber noch gering.

Der Projektwebsite zufolge sind Studios und Doppelappartements verfügbar. Für das günstigste Studio – im 4. Stock gelegen und mit rund 32 Quadratmetern Fläche – ist zum Beispiel ein Preis von 750 Euro angegeben. (Vermutlich handelt es sich dabei um die monatliche Miete, genau ausgewiesen ist das nicht.)

Verzögerungen

Zusätzlich sind in dem Gebäude mehrere Büros und vier Lokale untergebracht. Erstere werden für Start-ups freigehalten, eines der Lokale soll bereits vergeben sein.

Ursprünglich hätten die ersten Mieter bereits im Frühjahr 2020 in das Zaha-Hadid-Haus einziehen sollen. Doch dieser Zeitplan hat sich offenbar verzögert. Für das Grätzel ist Urbi jedenfalls die Chance, das zu werden, als was es erdacht war: ein lebendiger Stadtteil am Wasser.

Die Idee, im Zaha-Hadid-Haus Kurzeit-Mieter unterzubringen, ist an sich nicht neu. Im Jahr 2006 erbaut, befanden sich darin neben Eigentumswohnungen und Miet-Appartements auch WG-Zimmer.

Zwischenzeitlich fungierte das Gebäude als Boarding-House für ausländische Studenten. Zunächst erfolgreich, bald aber immer weniger.

Jahrelanger Leerstand

Das hatte auch mit der Pleite des früheren Eigentümers, der Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft (SEG), im Jahr 2007 zu tun. Zuletzt Stand das Haus gänzlich leer.

Im Frühling 2019 erhielt es dann einen neuen Eigentümer: Die ZA-HA 10 Immobilien GmbH kaufte der SEG den Komplex damals um 7,6 Millionen Euro ab – und investierte noch einmal kräftig in den Um- und Ausbau der Räume.

Die futuristische Architektur bringt nämlich ein großes Problem mit sich: viele Schrägen. Sie machen das Einrichten schwierig.

Deshalb vermietet ZA-HA 10 die Wohnungen nun komplett vom Innendesigner möbliert. Außerdem wurden einige besonders große Wohnungen geteilt. All das soll dafür sorgen, dass Urbi ein Erfolg wird.

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