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Chronik Welt
02/03/2020

Coronavirus: Menschen ohne Mundschutz von Drohnen verfolgt?

Im Internet kursieren Videos, in denen Menschen in China per Lautsprecher aufgefordert werden, eine Atemmaske anzulegen. An der Echtheit bestehen aber Zweifel.

Im Kampf gegen die durch das Coronavirus verursachte Lungenkrankheit verfolgt die chinesische Polizei laut Medienberichten auch mit Drohnen einzelne Menschen, die keinen Mundschutz tragen. Videos zeigen, wie sie über Lautsprecher aufgefordert werden, eine Atemmaske anzulegen oder nach Hause zu gehen.

"Sie sollten nicht draußen rumlaufen, ohne eine Maske zu tragen", sagt eine männliche Stimme aus dem Lautsprecher der Drohne zu einer älteren Frau, wie auf einem Video zu sehen ist, das die Global Times auf Twitter veröffentlichte. "Besser, sie gehen jetzt nach Hause - und Hände waschen nicht vergessen!" Alle seien doch aufgefordert worden, zuhause zu bleiben. "Jetzt beobachtet sie eine Drohne."

Allerdings: Bei dem Video über Drohneneinsätze in China handelt es sich möglicherweise um Fake News. Laut dem Schweizer Nachrichtenportal Watson soll mindestens ein Video - bzw. Teile davon - von einem chinesischen Influencer stammen und als Scherz gedacht gewesen sein. In der Beijing Times sagte der Filmer, das Video sei in der Stadt Baimiaozi im Norden von China entstanden. Er habe mit dem Video dafür sorgen wollen, die Maßnahmen zur Prävention einer Epidemie bekannter zu machen.

Das Video (möglicherweise ein Fake)

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Das Video zeigt jedenfalls auch, wie an einer Straßenkreuzung ferner Passanten von einer Drohne aus aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen. "Der Typ mit dem pinken Schutz am Motorrad", schallte aus der Luft die Stimme einer Polizistin, die mit Sprechfunk über die Drohne spricht. "Ja, sie! Bitte tragen Sie eine Maske."

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Auf anderen Videos ist zu sehen, wie die Polizei aus der Luft auch die Bürger aufklärt. "Gehen sie nur im Notfall raus", sagt ein Polizist in einem Video mit Sprechfunk über die Drohne, die über einer Kreuzung schwebt. "Bitte tragen sie einen Mundschutz, wenn sie rausgehen. Schützen sie sich selbst!"

Anmerkung: In einer früheren Version gingen wir von der Echtheit des Videos aus. Wir bedauern.

Alle aktuellen Infos zum Coronavirus

News-Blog: Weltweite Angst vor Coronavirus wächst

  • 02/03/2020, 03:33 PM

    China gibt Fehler im Umgang mit Epidemie zu

    Chinas Führung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärteXinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.

    China wolle Märkte, an denen mit Tieren gehandelt wird, stärker überwachen.

    Staatschef Xi Jinping sagte, eine Eindämmung der Coronavirus-Epidemie werde einen "direkten Einfluss" auf die wirtschaftliche und soziale Stabilität Chinas "und auch auf Chinas Öffnung" haben.

  • 02/03/2020, 12:00 PM

    Coronavirus: 16 Ausländer in China infiziert

    In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenministeriumssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne. Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können.

    Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht. Nach früheren, offiziell unbestätigten Medienberichten haben sich mindestens zwei Australier, zwei Hongkonger und vier Pakistaner infiziert.

  • 02/03/2020, 11:38 AM

    Alle sieben RückkehrerInnen negativ auf Coronavirus getestet

    Die ersten Coronavirus‐Testergebnisse ﴾2019‐nCoV PCR Tests﴿ jener sieben StaatsbürgerInnen, die gestern aus der chinesischen Provinz Hubei
    zurückgekommen sind und direkt ins Hygienezentrum Wien überstellt wurden, liegen nun vor und sind allesamt negativ. Aus
    Sicherheitsgründen und um jeden Verdacht einer Infektion auszuräumen, bleibt die 14‐tägige Quarantäne für die RückkehrerInnen
    bestehen.


    Gesundheitsminister Anschober: „Die aktuellen Testergebnisse der RückkehrerInnen geben nun Entwarnung. Das ist eine positive Nachricht für alle ‐ ganz
    besonders natürlich für die Betroffenen. Wir werden aber weiterhin größte Aufmerksamkeit und Vorsicht walten lassen, bis auch der letzte Verdacht
    ausgeräumt werden kann. Ich möchte betonen, dass weiterhin kein Grund zur Panik besteht und wir uns der Herausforderung mit Besonnenheit und Ruhe
    stellen. In Österreich ist das Coronovirus bisher in keinem einzigen Fall nachgewiesen worden ‐ bisher 47 Tests sind allesamt negativ. Wir nehmen die
    Sorgen der Bevölkerung aber sehr ernst und informieren laufend über nationale und internationale Entwicklungen. Die notwendigen Vorkehrungen in
    Österreich sind getroffen und sehr hoch, alle zuständigen nationalen und internationalen Behörden sind bestens vernetzt und organisiert. Österreich ist
    bestens vorbereitet!“


    Gesundheitsstadtrat Peter Hacker: „Die Versorgungskette in Wien hat hervorragend funktioniert und die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften,
    allen beteiligten Behörden war sehr gut abgestimmt. Das ausgeklügeltes System für den Notfall in Wien hat bestens geklappt. Ich freue mich zudem, dass
    die Passagiere weiterhin Passagiere bleiben und nicht zu Patienten geworden sind und dass es ihnen gesundheitlich gut geht. Die sieben Personen bleiben
    nun aufgrund der Inkubationszeit der Viruserkrankung zwei Wochen in Quarantäne und sie werden täglich vom Wiener Gesundheitsamt kontaktiert. Es
    werden in diesen zwei Wochen noch mehrere Abstriche und Untersuchungen nach einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus vorgenommen. Ich bin
    zuversichtlich, dass alles gut geht und diese sieben Personen nach der Quarantänezeit gesund nach Hause gehen können“.

  • 02/03/2020, 11:36 AM

    Coronavirus: Neuer Verdachtsfall in Villach

    In der Kärntner Bezirksstadt Villach ist am Montag ein neuer Coronavirus‐Verdachtsfall gemeldet worden. Wie das Land Kärnten zu Mittag in
    einer Aussendung mitteilte, handelt es sich bei dem Betroffenen um einen Villacher, der am 18. Jänner aus China zurückgekehrt war und jetzt
    grippeähnliche Symptome hat.

    Laut Informationen der Landessanitätsdirektion wird noch am Montag ein Abstrich bei dem Mann gemacht und zur Analyse nach Wien geschickt. Mit
    einem Ergebnis ist frühestens am﴾morgigen﴿ Dienstag zu rechnen. Der Villacher bleibt bis zur Abklärung in Heimquarantäne.

  • 02/03/2020, 11:31 AM

    Coronavirus: Fast 3000 Fälle

    Die Coronavirus‐Epidemie wird ihren Höhepunkt nach Einschätzung chinesischer Experten erst in zehn Tagen bis zwei Wochen erreichen. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. „Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen.“ Damit korrigierte er seine Einschätzung von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er seine Prognose änderte, sagte er nicht.

    Der Ausbruch der Krankheit hat in Festland‐China mittlerweile mehr Menschenleben gefordert als die Sars‐Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Toten in China erhöhte sich auf 361, die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um 2829 auf 17 205 Fälle. Die Gesundheitskommission sprach zudem von mehr als 20 000 Verdachtsfällen.
     

  • 02/03/2020, 11:16 AM

    Coronavirus: Weitere Verdachtsfälle in Österreich

    Fünf neue Coronavirus-Verdachtsfälle hat das Gesundheitsministerium Montagvormittag für Österreich bekannt gegeben. Drei wurden aus Niederösterreich gemeldet, einer aus Tirol und einer aus der Steiermark. Bei letzterem gab es gegen Mittag bereits Entwarnung.

    Der Verdachtsfall in der Steiermark konnte ausgeschlossen werden. Eine Test verlief negativ, wie auf APA-Anfrage am Montag von der Landessanitätsdirektion mitgeteilt wurde. Falls doch Verdachtsfälle und gar Erkrankungen auftreten, würden Patienten mit einer Viruserkrankung in die Infektiologie des LKH Graz-West gebracht.

    In Niederösterreich sind am Montag drei weitere Coronavirus-Verdachtsfälle gemeldet worden. Die Patienten wurden laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding in Mödling versorgt und getestet. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollten in den Nachmittagsstunden vorliegen.

    Bei dem Verdachtsfall in Tirol handelt es sich um einen Mann aus dem Bezirk Kufstein, der sich vom 16. bis zum 19. Jänner in China rund 1.000 Kilometer westlich von Wuhan aufhielt und nach seiner Rückkehr Ende Jänner grippeähnliche Symptome aufwies, wie das Land mitteilte. Deshalb würden sicherheitshalber aktuell behördliche Abklärungen stattfinden. "Mittlerweile geht es dem Mann schon wieder deutlich besser. Dennoch wurden umgehend alle notwendigen Abklärungsschritte eingeleitet", erklärte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Am Sonntag wurden im Bezirkskrankenhaus Kufstein Blut- und Abstrichproben entnommen, die sich nunmehr auf dem Weg nach Wien befinden. Dort würden sie am Virologischen Institut untersucht. "Wir rechnen mit den Ergebnissen spätestens im Laufe des morgigen Tages", so Katzgraber, der einmal mehr betonte, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gebe. Der Mann sei vorsorglich dazu aufgefordert worden, sich häuslich zu isolieren.

    Eine Erkrankung am Coronavirus sei in diesem Fall wenig wahrscheinlich, hieß es. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass im Bereich des Aufenthaltsortes des Erkrankten eine äußerst geringe Fallzahl an Erkrankungen bekannt sei. Vorsorglich würden nun aber bereits enge Kontaktpersonen identifiziert.

    Rund 40 Coronavirus-Verdachtsfälle hat es bisher in Österreich gegeben. In all diesen Fällen gab es nach Tests Entwarnung.

    Die Untersuchungsergebnisse der sieben österreichischen Rückkehrer aus der Corona-Hochrisikoregion Wuhan waren Montagmittag noch ausständig. Die sechs Erwachsenen und ein Kind zählen nicht zu den Verdachtsfällen, da sie keinerlei Symptome aufweisen. Sie gelten als gesund und befinden sich weiterhin in Quarantäne.

  • 02/03/2020, 11:16 AM

    Coronavirus: Russische Regierung will erkrankte Ausländer abschieben

    Die Regierung in Moskau will ausländische Coronavirus-Patienten aus Russland abschieben. Das Virus sei "in die Liste der besonders gefährlichen Krankheiten" aufgenommen worden, sagte der russische Ministerpräsident Michail Mischustin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung.

    "Dies ermöglicht es uns, infizierte Ausländer auszuweisen und besondere Maßnahmen wie Isolierung und Quarantäne umzusetzen", fügte Mischustin hinzu. Er habe einen nationalen Plan zur Bekämpfung der Epidemie unterzeichnet, berichtete Mischustin. Er versicherte, dass die Situation in Russland "unter Kontrolle" sei und das Land "über alle notwendigen Medikamente und Schutzmittel" verfüge. Zudem kündigte der Regierungschef an, ein für Mitte Februar geplantes Wirtschaftsforum in Sotschi auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. "In erster Linie müssen wir an die Sicherheit und Gesundheit unserer Bürger und der Forumsteilnehmer denken", begründete Mischustin seine Entscheidungen.

    Die russischen Behörden hatten am Freitag die ersten Coronavirus-Fälle im Land gemeldet. Es handelt sich um zwei Chinesen, die in Krankenhäusern in Tjumen im Ural und in Tschita im Fernen Osten Russlands isoliert werden.

    Wegen der rasanten Ausbreitung der Krankheit in China hatte Moskau in den vergangenen Tagen die Verbindungen zu seinem Nachbarland weitgehend gekappt. Die russische Regierung beschloss, die 4.250 Kilometer lange Grenze zu China zu schließen. Bahn- und Flugverbindungen wurden ganz oder teilweise ausgesetzt.

    Nach Bekanntgabe der zwei Infektionsfälle hatte Moskau zudem die Einreisebestimmungen für chinesische Staatsbürger verschärft. Die russischen Behörden schafften am Samstag die Befreiung von der Visumspflicht für Reisegruppen aus der Volksrepublik ab. Zudem würden keine Arbeitsvisa mehr für Chinesen ausgestellt, teilte der Kreml mit. Es handle sich um "vorübergehende" Einschränkungen.

    In den kommenden Tagen sollen russische Militärflugzeuge russische Staatsbürger aus den von der Epidemie betroffenen chinesischen Provinzen, darunter Hubei, zurückholen. Nach Kreml-Angaben kehrten in den vergangenen zwei Tagen bereits rund 900 Menschen mit Linienflügen nach Russland zurück.

    In China sind inzwischen mehr als 17.000 Menschen an dem neuen Coronavirus erkrankt. Mehr als 360 Infizierte starben an der Atemwegserkrankung.

  • 02/03/2020, 10:34 AM

    Coronavirus: 243 Passagiere werden nun auf Weihnachtsinsel unter Quarantäne gestellt

    Australien hat 243 Menschen aus dem Coronavirus-Gebiet in China ausgeflogen. Sie landeten am Montag auf einem Luftwaffenstützpunkt in Exmouth in Westaustralien. Anschließend sollten die Passagiere des Charterflugzeugs, unter ihnen 89 Kinder, mit kleineren Flugzeugen auf die abgelegene Weihnachtsinsel gebracht werden.

    Auf der Insel im Indischen Ozean sollen sie für mindestens zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. An Bord der Flugzeugs waren neben australischen Staatsangehörigen auch Menschen mit einer ständigen Aufenthaltsgenehmigung in Australien. Auf der Weihnachtsinsel sollen sie nach Angaben des Behörden in einem Aufnahmezentrum für Asylsuchende in kleineren Gruppen untergebracht werden, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

    In dem umstrittenen Flüchtlingslager auf der zu Australien gehörende Weihnachtsinsel ist derzeit nur eine vierköpfige Familie aus Sri Lanka untergebracht, die rechtlich gegen ihre Abschiebung vorgeht.

    Nach Angaben von Außenministerin Marise Payne erwägt die australische Regierung, noch ein zweites Flugzeug nach Wuhan zu schicken, um rund 300 weitere Australier in ihre Heimat auszufliegen. Auch andere Länder wie Deutschland, Frankreich und die USA hatten bereits hunderte Staatsangehörige aus der chinesischen Millionenmetropole zurückgeholt, die als Ausgangspunkt der Infektionen mit dem neuen Coronavirus gilt.

    Australien hatte angesichts der ungebremsten Ausbreitung des Virus am Samstag ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen sind australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige. In Australien gibt es nach offiziellen Angaben bisher zwölf Coronavirus-Fälle.

  • 02/03/2020, 10:31 AM

    Coronavirus: China kritisieren USA - Angaben von Trump

    China hat schwere Kritik an der Reaktion der USA auf den Ausbruch der Lungenkrankheit geübt. Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die USA hätten China "enorme Hilfe" angeboten, wies eine Außenamtssprecherin am Montag in Peking zurück. "Die US-Regierung hat uns keine bedeutende Hilfe zur Verfügung gestellt."

    Die USA seien aber die ersten gewesen, die ihr Konsulat in Wuhan evakuiert hätten, die ersten, die einen teilweisen Rückzug des Botschaftspersonal erwogen hätten, und die ersten, die ein Einreiseverbot für Chinesen verhängt hätten, sagte die Sprecherin. "Alles, was sie getan haben, kann nur Angst schüren und verbreiten, was ein schlechtes Beispiel ist."

    "Die USA wechseln von Selbstüberschätzung zu Angst und Überreaktion", beklagte die Sprecherin. Das Einreiseverbot für Chinesen und Ausländer, die in China waren, stehe im Widerspruch zu den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

  • 02/03/2020, 10:24 AM

    Coronavirus: Hongkonger Spitals-Mitarbeiter fordern Grenzschließung

    Hunderte Hongkonger Krankenhaus-Mitarbeiter haben angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für eine Schließung der Grenze zu Festland-China gestreikt. Sie versammelten sich am Montag vor den Krankenhäusern und verteilten weiße Bänder an Kollegen, um sie zur Streik-Teilnahme zu ermutigen.

    Sollten die Hongkonger Behörden der Forderung nicht nachkommen, werde es am Dienstag weitere Arbeitsniederlegungen geben, verkündete die neugegründete Gewerkschaft für medizinisches Personal (HAEA).

    "Wenn es keine vollständige Schließung der Grenzen gibt, wird es nicht genügend Arbeitskräfte, Schutzausrüstung und Isolierräume geben, um den Ausbruch zu bewältigen", sagte Winnie Yu, die Vorsitzende der Gewerkschaft, die rund 9.000 Mitglieder hat. Verhandlungen mit der pekingtreuen Hongkonger Regierung waren am Sonntag geplatzt, nachdem die Gewerkschaft erfahren hatte, dass die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam nicht persönlich an den Gesprächen teilnehmen wollte.

    Zuvor hatten am Samstag mehr als 3.000 Angestellte der staatlichen Krankenhäuser für den Streik gestimmt, falls die Regierung keine Zugeständnisse machen sollte.

    Die Hongkonger Krankenhausbehörde, die rund 75.000 Krankenhaus-Mitarbeiter beschäftigt, kritisierte, unter den Arbeitsniederlegungen litten vor allem die Patienten. Rund die Hälfte der geplanten Operationen müssten abgesagt oder verschoben werden. Die Hongkonger Regierung forderte die Beschäftigten auf, "ihre Entscheidung zu überdenken" und "gemeinsam den Kampf gegen die Krankheit zu gewinnen".

    Bis Montag wurden in Hongkong 15 bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Regierung lehnt es trotz wachsenden Drucks aus der Bevölkerung bisher ab, die Grenzen zu China zu schließen. Die Behörden argumentieren, eine Grenzschließung sei diskriminierend, schädlich für die Wirtschaft und verstoße gegen die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

  • 02/03/2020, 10:19 AM

    Coronavirus: Kreuzfahrtschiffe lehnen Passagiere nach China‐Reisen ab

    Die internationalen Kreuzfahrt‐Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14
    Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt‐Verband CLIA am Montag in Hamburg mit.

    Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO
    gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Das liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

    Die Kreuzfahrtgesellschaften Costa Crociere und MSC hatten wegen des Ausbruchs des Coronavirus bereits alle Kreuzfahrten abgesagt, die von
    chinesischen Häfen starten. MSC strich drei Anfang Februar geplante Kreuzfahrten ihres Schiffes „Splendida“ mit 6.880 Plätzen von chinesischen Häfen in
    Richtung Japan, teilte die Reederei mit.

    Die Kreuzfahrtbranche sei eine der erfahrensten Branchen, wenn es darum gehe, Gesundheitsbedingungen zu überwachen, heißt es in der CLIA‐Mitteilung. Die Schiffe verfügten über die Ausrüstung und das medizinische Fachpersonal, um Passagiere im Krankheitsfall zügig zu behandeln und eine weitere Übertragung zu verhindern.

  • 02/03/2020, 10:18 AM

    Coronavirus: AutozuliefererWebasto schließt Zentrale eine Woche länger

    Der Autozulieferer Webasto lässt seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich Dienstag nächster Woche (11. Februar) geschlossen. „Das sind
    dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen“, erklärt Vorstandschef Holger Engelmann. Eigentlich sollten die gut 1000 Beschäftigten am Standort am Dienstag wieder antreten. Sieben Webasto-Mitarbeiter in Deutschland und das fünfjährige Kind eines Beschäftigten tragen den Coronavirus in sich, nachdem es von einer chinesischen Mitarbeiterin eingeschleppt worden war.

  • 02/03/2020, 10:15 AM

    Coronavirus: Entwarnung bei Wuhan-Rückkehrern in Frankreich

    Nach der Rückkehr von mehr als 250 Menschen aus dem Coronavirus-Gebiet in China haben die französischen Behörden Entwarnung gegeben. Keiner der in Frankreich verbliebenen Passagiere habe sich mit dem neuartigen Virus infiziert, sagte Gesundheitsstaatsekretär Adrien Taquet am Montag dem Sender BFMTV. Entsprechende Tests seien negativ ausgefallen.

    Frankreich hatte am Sonntag 254 Menschen aus Wuhan ausgeflogen. 36 Passagiere wiesen nach Angaben des Gesundheitsministeriums Symptome einer Viruserkrankung auf. Unter ihnen waren demnach 16 Ausländer, die sofort in ihre Heimatländer geflogen wurden.

    Etwa 20 Franzosen und Bürger aus nicht-europäischen Ländern wurden noch auf dem Rollfeld des Flughafens im südfranzösischen Istres untersucht. Von ihnen habe sich aber niemand mit dem Virus infiziert, sagte Taquet. Sie wurden daraufhin wie die übrigen Passagiere des Flugs in spezielle Einrichtungen nach Aix-en-Provence und Carry-le-Rouet gebracht, wo sie zwei Wochen in Quarantäne verbringen sollen.

    Unter den Rückkehrern waren auch sieben Österreicher, die mit einer Hercules C-130 des österreichischen Bundesheeres Sonntagabend von Frankreich nach Wien-Schwechat gebracht wurden. Die vier Männer, zwei Frauen und ein Kind wurden in das Hygienezentrum der Stadt Wien gebracht werden, wo auch die Abstriche für die Virus-Tests erfolgen. Das Ergebnis war Montagvormittag noch ausständig. Krankheitsfall war keiner bekannt, dennoch wird es eine 14-tägige Quarantäne geben.

    Die Hercules-Maschine wurde noch in der Nacht auf Montag desinfiziert. Soldaten der ABC-Abwehrkompanie aus Hörsching und des ABC-Abwehrzentrums entfernten den in der Maschine angebrachten Schutz und desinfizierten alle Oberflächen. Damit ist die C-130 wieder einsatzbereit, twitterte ein Bundesheersprecher am Montag.

    Frankreich hatte bereits am Freitag in einem ersten Flug rund 200 Menschen aus Wuhan ausgeflogen. Zwei Verdachtsfälle auf das Coronavirus unter diesen Passagieren bestätigten sich nicht. Bisher gibt es in Frankreich sechs bestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Erreger.

  • 02/03/2020, 10:14 AM

    Coronavirus - Fünf neue Verdachtsfälle in Österreich

    In Österreich gibt es fünf neue Coronavirus-Verdachtsfälle. Wie das Gesundheitsministerium Montagvormittag bekannt gab, handelt es sich um drei Fälle in Niederösterreich und je einen in der Steiermark und in Tirol. Die Untersuchungsergebnisse der sieben österreichischen Rückkehrer aus der Corona-Hochrisikoregion Wuhan waren am Vormittag noch ausständig.

    Die sechs Erwachsenen und ein Kind zählen nicht zu den Verdachtsfällen, da sie keinerlei Symptome aufweisen. Sie gelten als gesund und befinden sich weiterhin in Quarantäne.

    Rund 40 Coronavirus-Verdachtsfälle hat es bisher in Österreich gegeben. In all diesen Fällen gab es nach Tests Entwarnung.

     

  • 02/03/2020, 10:07 AM

    Trump brüstet sich, Coronavirus besiegt zu haben

    US-Präsident Donald Trump bewertet die amerikanischen Maßnahmen gegen die Virusepidemie als erfolgreich. "Wir werden sehen, was passiert, aber ja, wir haben es ausgeschaltet" (O-Ton:"we did shut it down"), sagte er dem Sender Fox am Sonntag.

  • 02/03/2020, 09:51 AM

    Coronavirus - Vatikan schickte 700.000 Schutzmasken nach China

    Der Vatikan spendet China Schutzausrüstung, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. 700.000 Schutzmasken wurden vom Vatikan nach China gesendet. Christliche chinesische Organisationen und der Vatikan sammelten Spenden für die von der vatikanischen Apotheke gelieferten Schutzmasken.

    Die Schutzausrüstung wurde kostenlos von der Airline China Southern nach China geflogen und in die Krisenprovinz Hubei geliefert, in der die Epidemie ausgebrochen ist, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. China braucht nach eigenen Angaben "dringend" medizinische Schutzausrüstung, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen.

    Italien bemüht sich um die Rückführung von Italienern aus der chinesischen Stadt Wuhan, in der das neuartige Coronavirus im Dezember ausgebrochen war. Eine Maschine der italienischen Luftwaffe mit 56 Italienern an Bord - vor allem Studenten und Unternehmer - ist am Montagvormittag auf dem Militärflughafen Pratica di Mare bei Rom gelandet.

    Die aus Wuhan zurückgekehrten Italienern werden jetzt rigorosen Kontrollen unterzogen. Sie müssen sich einer zweiwöchigen Quarantäne in einem Militärkrankenhaus unterziehen. Bisher gab es unter ihnen keine Verdachtsfälle. Zugleich will sich die italienische Regierung für die Heimführung vieler Chinesen einsetzten, die sich in Italien befinden. Die italienische Regierung hatte am Donnerstag die Flüge zwischen Italien und China gestoppt. 56 wöchentliche Verbindungen zwischen Italien und China wurden gecancelt. Viele Chinesen wissen jetzt nicht, wie sie in die Heimat zurückkehren sollen.

  • 02/03/2020, 09:44 AM

    Coronavirus: Huawei hat Produktion wieder aufgenommen

    Der Konzern hat eine Ausnahmegenehmigung von der Regierung erhalten.

  • 02/03/2020, 09:43 AM

    Coronavirus: Chinesische Aktien trotz Wirtschaftshilfen im Sinkflug

    Die Börse in Shanghai brach knapp acht Prozent ein. China pumpt Geld in die Märkte.

  • 02/03/2020, 09:42 AM

    Coronavirus: China braucht "dringend" Masken zum Schutz

    Auch Schutz- und Schutzbrillen werden benötigt.

  • 02/03/2020, 09:41 AM

    Coronavirus: Honda‐Werke in Wuhan bis mindestens 13. Februar zu

    Der japanische Autobauer Honda hält seine drei zusammen mit dem chinesischen Hersteller Dongfeng betriebenen Autowerke in Wuhan länger geschlossen. Der Betrieb werde bis mindestens 13. Februar ruhen, sagte ein Sprecher am Montag. Ob die Produktion dann wieder anläuft, sei noch nicht klar. Man halte sich an die Vorgaben der lokalen Behörden. In Wuhan war das Coronavirus, das inzwischen fast 400 Menschen das Leben gekostet hat, zum ersten Mal aufgetaucht.

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