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Chronik Österreich
01/12/2021

Welche Erfahrungen Österreichs Städte mit Videoüberwachung machen

Seit 2005 schaut das elektronische Auge der Polizei an vielen Plätzen in Österreich mit - Erfahrungen von Graz bis Linz.

von Elisabeth Holzer, Petra Stacher, Christian Willim, Patrick Wammerl

Außer im Burgenland und in Vorarlberg gibt es in allen Bundesländern in Österreich Videoüberwachung, hier ein Überblick:

Eine Kamera in Graz

Die Polizei hat eine Kamera im Einsatz, seit zehn Jahren wird der Jakominiplatz überwacht. Die Einschätzung der Landespolizeidirektionen ist, dass die Delikte dort abgenommen haben. Viel wichtiger ist aber noch das Material aus den öffentlichen Verkehrsmitteln. 2020 wurden dabei 153 Fotos von Verdächtigen ermittelt.

80 Prozent weniger Einbrüche in Vösendorf

Der Parkplatz der Shopping City Süd war 2005 der erste Ort Österreichs mit einer Videoüberwachung nach dem Sicherheitspolizeigesetz. Ausschlaggebend für die Installation waren damals eine extrem hohe Zahl an Autodiebstählen, Kfz-Einbrüchen und anderen Delikten.

„Die Autoeinbrüche sind abrupt um 80 Prozent zurückgegangen und auf niedrigem Niveau geblieben“, sagt der Mödlinger Bezirkshauptmann Philipp Enzinger. Mittlerweile kann die Polizei bei Ermittlungen nach Straftaten auch auf die HD-Kameras der SCS aus dem Innenbereich zugreifen.

Schlechte Bilder in Wiener Neustadt

Als wenig effektiv hat sich die Videoüberwachung in der Lokalmeile Herrengasse in Wr. Neustadt entpuppt. Die Bilder des nächtlichen Lokaltreibens seien von schlechter Qualität. Bei einem Mord 2009 in der Herrengasse hatte die Kamera den Tatort gar nicht erst im Blickwinkel. Präventiv sei sie aber sinnvoll, sagt die Polizei.

Tote Winkel in Innsbruck

Seit 2005 gibt es eine Videoüberwachung der Bogenmeile. Jahre später kam es in diesem Bereich zu einem Mord. Dieser fand ausgerechnet im toten Winkel statt. Aufgenommen wurde aber zumindest die Flucht. Die Kamerabilder haben also über Umwege zum Täter geführt. Der Mann wurde unmittelbar danach festgenommen.

Vor drei Jahren wurde die Videoüberwachung sogar ausgebaut, seither gibt es 43 Kameras. Auch im Rapoldipark wurden 60 Kameras installiert.

Hilfe bei Aufklärung in Linz

In einer parlamentarischen Anfrage 2013 hieß es, dass dank der Videoüberwachung die Zahl der Straftaten auf dem Hinsenkampplatz von zuvor einer im Jahr auf null gesenkt werden konnte.

Die Polizei ist dennoch überzeugt von der Videoüberwachung, wie Polizeisprecher David Furtner betont: „Bei uns gibt es das nach wie vor am Hauptplatz, in der Altstadt und bei der Unterführung Hinsenkampplatz. Die Kriminalität geht an diesen Stellen sehr zurück und wenn Straftaten begangen werden, hilft die Videoüberwachung bei der Aufklärung.“

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