Wien: Kameras und Pollerholler

Wien: Kameras und Pollerholler
Die Politik fordert mehr Videoüberwachung, doch macht das wirklich Sinn?
Dominik Schreiber

Dominik Schreiber

Es gibt politische Dauerbrenner: Nach jedem Terroranschlag werden (mehr) Poller gefordert, nach jeder größeren Straftat auf der Straße mehr Videokameras.

Doch beides ist sehr teuer, beides hat kaum Nutzen.

Wie man gesehen hat, ist es in Wien trotz teurer Poller zum ersten IS-Terroranschlag gekommen.

Einen ähnlichen Effekt würde es mit den Kameras geben: Wird der Reumannplatz per Video überwacht, wird es künftig eben zu Ausschreitungen auf dem benachbarten Keplerplatz kommen. Noch dazu gibt es von diesen Straftaten ohnehin Handyvideos aus allen Blickwinkeln.

Derartige Diskussionen überlagern meistens wirklich gute Ideen: Der Bezirksvorsteher von Favoriten schlägt ein Buddy-System vor, wie sich Migranten und Österreicher austauschen und näher kommen würden.

Integration von der einen Seite und Verständnis von der anderen Seite – so werden Konflikte gelöst.

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