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Schulschluss, Sommerferien, Stau: Die Reisewelle steht am Start

Im Osten Österreichs und in sechs deutschen Bundesländern geht es los mit der Urlaubszeit. Wo Staus drohen und was sich am Flughafen ändert.
Stau auf der Autobahn mit vielen Autos und Lkw vor grüner Bergkulisse.

Nach dem Match Spanien - Österreich in Los Angeles gehen Schüler und Lehrkräfte im Osten Österreichs vermutlich müde in den Freitag, ist der Ankick hierzulande doch erst um 21 Uhr.

Aber sei's drum, Freitag ist für rund 500.000 Schülerinnen und Schüler ohnedies der letzte Schultag, in Wien, Niederösterreich und im Burgenland geht es nun in die Sommerferien. Die übrigen Bundesländer starten wie üblich erst eine Woche später in die lange Pause. Doch wo drohen Staus und welche Änderungen gibt es am Flughafen? Ein Überblick.

Wer startet noch in die Sommerferien?

Nicht nur im Osten Österreichs ist Schulschluss, sondern auch in sechs deutschen Bundesländern:

  • Bremen
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen.

Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland befinden sich bereits mitten in den Ferien, aus diesen drei Bundesländern erwartet der deutsche Mobilitätsklub ADAC die zweite Reisewelle in Richtung Süden. Zudem beginnen die Sommerferien auch in Teilen der Niederlande.

Die Prognose für dieses Wochenende ist bescheiden, verkehrstechnisch betrachtet: „Ohne Stauaufenthalte kommt niemand mehr durch“, warnt der ADAC.

Wo befinden sich die neuralgischen Staupunkte?

Laut ÖAMTC werden es auch diesmal wieder die Klassiker sein, nämlich die Nord-Süd-Verbindungen. Sie sind wegen der Urlauberwelle aus Deutschland überlastet.

  • Salzburg und Kärnten: Sowohl auf der Tauernautobahn (A10) als auch der Karawankenautobahn (A11) dürfte es „zeitweise zu langen Verzögerungen kommen“, warnt der ÖAMTC. Das betrifft besonders Mautstellen sowie den Gegenverkehrsbereich auf der A10 bei Spittal / Millstätter See. Zudem dauert die Sperre des Nassfeldpasses auf italienischer Seite bis voraussichtlich 7. Juli.
  • Oberösterreich und Steiermark: Hier brauchen Kfz-Lenker Geduld auf der Pyhrnautobahn (A9). Stehzeiten vor den Mautstellen Bosruck und Gleinalm, den Tunnelketten Klaus und Lainberg sowie dem Baustellenbereich beim Gratkorntunnel Nord sind kaum zu vermeiden. Auch der Grenzübergang Spielfeld dürfte wieder zum Stauhotspot werden.
  • Tirol: Der Brennerautobahn (A13) droht „im gesamten Verlauf“ Überlastung, spezielle Staupunkte werden die Mautstelle Schönberg sowie der Baustellenbereich um die Luegbrücke. Auch für die Fernpass Straße (B 179) besteht Staugefahr.
  • Großraum Wien: Als bekannte Staupunkte gelten die Südosttangente (A23) sowie die Ostautobahn (A4) zwischen Knoten Prater und Schwechat.

In Wien findet zudem an diesem Wochenende das Donauinselfest statt, das Millionen von Gästen anzieht. In Bad Ischl (Oberösterreich) geht zeitgleich das Stadtfest über die Bühne, in Ort im Innviertel das „Woodstock der Blasmusik“.

Gibt es auch heuer wieder Abfahrverbote von Autobahnen?

Ja. Das Land Tirol hat sie bereits ab Mai verhängt: An Wochenenden und Feiertagen gelten bis einschließlich 1. November Fahrverbote in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kufstein und Reutte. Das soll verhindern, dass die Urlauberreisewelle Staus auf der Autobahn umfährt und auf Gemeindestraßen ausweicht. (Details dazu hier).

Ausgenommen sind freilich Anrainerinnen und Anrainer bzw. Ziel- und Quellverkehr, also Personen, die direkt in diesen Bezirken Urlaub machen, dafür braucht es aber eine Reservierungsbestätigung. Kontrolliert wird von der Polizei.

Welche neuen Regeln sind in Urlaubsländern zu beachten?

Zu den beliebtesten Reisezielen der Österreicherinnen und Österreicher zählt Italien. Die Nachbarn haben heuer aber so Regeln, die Beachtung brauchen.

  • In Jesolo wurden die Abstände zwischen den Strandliegen vergrößert. Das bedeutet zwar mehr Platz für den Einzelnen (16 Quadratmeter statt sechs), aber weniger Liegebereich im Allgemeinen. Laut italienischer Medien gehen durch diese Änderung bis zu 20.000 Liegeplätze verloren.
  • Der Strand Tuerredda in der Gemeinde Teulada gehört zu den bekanntesten Sandstränden Sardiniens. Die Gemeindeverwaltung will den Zustrom von Badegästen regeln: Heuer gilt erneut ein digitales Buchungssystem via App. Wer diesen Strand besuchen will, muss vorab buchen. Die Kapazität wurde auf 1.100 Personen pro Tag festgelegt, der Preis liegt zwischen ein und zwei Euro. Eine ähnliche Regelung gibt es am Strand von La Pelosa, ebenfalls auf Sardinien.
  • Venedig hebt auch heuer wieder Eintrittsgebühren für Tagestouristen ein, allerdings nur von Freitag bis Sonntag. Die Regelung gilt seit 3. April und läuft in diesem Sommer noch bis einschließlich 26. Juli. Die Gebühr liegt bei fünf Euro pro Person, bei kurzfristiger Buchung weniger als vier Tage zuvor werden zehn Euro fällig.

Geld zurück bei Stau?

Kroatien stellt auf digitale Autobahnmaut um, doch das trifft die Sommerurlauber noch nicht, die Änderung erfolgt erst im Herbst 2026. Apropos Maut: In Italien gilt seit 1. Juni eine „Geld-zurück-Regel“. Unter bestimmten Umständen können Kfz-Reisende, die im Stau gestanden sind, die Maut zurückfordern, wenn es etwa wegen geplanter Baustellen zu erheblichen Verzögerungen kam. In der Praxis dürfte die Rückforderung allerdings genauso viel Geduld und Ausdauer wie beim Ausharren im Stau verlangen. (Details zur Regelung hat der ÖAMTC auf seiner Homepage gesammelt.)

Gibt es Neuerungen auf den Flughäfen?

Ja, so fällt unter anderem die Limitierung der Flüssigkeitsmenge, die mit an Bord genommen werden darf. Seit November 2006 galt die Vorschrift, dass nur Gebinde mit maximal 100 Milliliter erlaubt sind, das wurde damals in Folge von Terroranschlägen eingeführt.

Die EU hat diese Regel heuer gekippt: Flaschen mit bis zu zwei Litern Füllmenge dürfen wieder mitgenommen werden, allerdings nur auf jenen Flughäfen, die über moderne C3-Scanner verfügen. In der EU ist das unter anderem in Rom (Flughafen Fiumicino) und Amsterdam (Airport Schiphol) der Fall. Auch Wien-Schwechat geht mit Freitag, 3. Juli, mit den neuen Sicherheitskontrollen in den Vollbetrieb.

Dank der Technik müssen auch elektronische Geräte wie Handys oder Notebooks nicht mehr aus dem Handgepäck genommen werden.

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