Flughafen Schwechat rüstet auf neue Flüssigkeitsscanner um

Die bisher gültige 100-Milliliter-Grenze fällt. Bis Sommer soll die Umstellung abgeschlossen sein.
Reisende warten mit Gepäck auf einem Bahnhof vor Anzeigetafeln.

Am Flughafen Wien soll bis zur Hauptreisezeit im Sommer die derzeit geltende 100-Milliliter-Grenze für Flüssigkeiten im Handgepäck fallen. Grund dafür ist die laufende Umrüstung auf neue Sicherheitsscanner, mit denen künftig Flüssigkeiten von bis zu zwei Litern pro Behälter kontrolliert werden können, bestätigte der Flughafen einen entsprechenden ORF-Bericht.

Scanner mit Computertomographie

Derzeit gilt die neue Regelung allerdings noch nicht. Wie der Flughafen betont, tritt sie erst nach vollständigem Abschluss der Umrüstung in Kraft. Die neuen Geräte wurden aber bereits im Vorjahr auf EU-Ebene zugelassen.

Die Scanner arbeiten mit Computertomographie und erzeugen dreidimensionale Bilder des Gepäcks. Dadurch müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops bei der Kontrolle nicht mehr separat ausgepackt werden, was kürzere Wartezeiten ermöglichen soll.

Die Umstellung erfolgt schrittweise und soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Der Flughafen wies aber gegenüber der APA darauf hin, "dass diese Technologie primär dazu da ist, dass die Reisenden ihre Flüssigkeiten nicht aus dem Gepäck nehmen müssen. Wir empfehlen Reisenden daher weiterhin Flüssigkeiten nur in beschränktem Umfang mitzunehmen."

International schon im Einsatz

Der Flughafen investiert rund 25 Millionen Euro in die neue Technik. Auch die geplante Süderweiterung von Terminal 3, die im zweiten Quartal 2027 in Betrieb gehen soll, wird mit entsprechenden Scannern ausgestattet.

International sind die Geräte bereits teilweise im Einsatz. In Großbritannien und Italien sind viele Flughäfen umgerüstet, während Deutschland etwa in Frankfurt und Berlin nachzieht.

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