Polizei in Amstetten schnappte per Zug angereiste Jugendbande
Bürgermeister Christian Haberhauer (r.) und Ortsvorsteher Manuel Scherscher (l.) mit den Polizeikommandanten Oliver Zechmeister und Manfred Raab.
Eingeschlagene Autoscheiben und zum Teil ausgeräumte Pkw auf dem ÖBB-Parkplatz Eggersdorferstraße beim Bahnhof Amstetten ließen in der Stadt die Sicherheitsdebatte um den Schienenknoten wieder aufflammen. Doch den mutmaßlichen Tätern konnte rasch das Handwerk gelegt werden. Mit dem Zug aus Tulln angereiste Jugendliche wurden von Amstettner Kriminalisten ausgeforscht und festgenommen.
"Da helfe nicht jammern und kein Diskutieren, da sei rasches Handeln gefragt und das habe die Amstettner Polizei getan", lässt der Amstettner ÖVP-Stadtpolitiker und hohe Beamte des Bundeskriminalamts Manuel Scherscher auf seinem Social Media-Kanal wissen.
Insgesamt sollen fünf österreichische Burschen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren an der kriminellen Aktion beteiligt gewesen sein. Für zwei von ihnen klickten nur einen Tag nach der Tat die Handschellen. Die Bande soll per Zug systematisch auch andere Städte beehrt und auch dort für Schaden gesorgt haben.
Warnung an Ganoven
Das sei ein Signal, so Scherscher, der Ortsvorsteher von Mauer ist. "Genau diese Konsequenz soll auch abschrecken. Wer glaubt, in Amstetten Straftaten begehen zu können, muss damit rechnen, geschnappt zu werden", so Scherscher, der schon in der vergangenen Legislaturperiode ein Präventionsprojekt in Amstetten gestartet hatte.
Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) zeigt sich beeindruckt: "Das ist ein starkes Zeichen für die Sicherheit in unserer Stadt. Die hervorragende Arbeit unserer Polizei verdient großen Respekt und Anerkennung. Es bestätigt auch, dass wir mit unseren Maßnahmen im Sicherheitsbereich den richtigen Weg eingeschlagen haben."
Besonders hebt der Bürgermeister die von der Gemeindepolitik getroffenen strukturellen Entscheidungen hervor: Die geplante Verlegung der Amstettner Stadtpolizei in den Bahnhofsbereich sei ein wichtiger Schritt. "Gerade dort, wo viele Menschen unterwegs sind, braucht es sichtbare Präsenz und konsequentes Handeln", so Haberhauer. Die Übersiedlung der Stadtpolizei ins ehemalige Bahnhofsrestaurant soll bis 2027 stattfinden.
Videoüberwachung
Nach der Attacke am Bahnhofsparkplatz hatte SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler angekündigt, sich um zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu kümmern. Das Anbringen von Videoüberwachungsanlagen sei ein Thema. Jedoch handelt es sich beim betroffenen Parkplatz um ein Privatgrundstück der ÖBB.
Der aktuelle Erfolg reiht sich in eine Reihe von Polizei-Erfolgen ein. Erst zu Jahresbeginn konnte die Stadtpolizei eine schwere Sachbeschädigung in der Parkgarage Eggersdorferstraße – darunter Hakenkreuzschmierereien – rasch aufklären. Nun konnte die Bundespolizeiinspektion Amstetten den nächsten Erfolg verbuchen.
Die drei im Amstettner Stadtgebiet angesiedelten Polizeiinspektionen arbeiten im Rahmen von regelmäßigen Sicherheitstreffen eng zusammen, wird versichert.
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